Damit meine ich nicht, dass das Land gefährlich ist, ich liebe Japan unter anderem, weil es ein sehr sicheres Land ist. Das erste Mal war ich vor 6 Jahren mit meinem erwachsenen Sohn dort. Und ich war – schockverliebt. Wusste zuvor absolut nichts über die Kultur, das Land, die Menschen, die 3 Schriftarten 😉
Seither hatte ich körperliche Schmerzen, wenn ich ein Video über Japan sah. Versteht dies jemand? Es war wie Liebeskummer. Bitte, wenn dies jemand auch kennt, schreibt es mir – habe bisher selten jemanden kennengelernt, dem es ähnlich ging. Nicht nur japanbezogen, generell, zu einem Land oder einem Ort, schreibt es mir bitte.
Zuvor war es noch im Gespräch, dass mein Sohn, nun mit Frau, mitreist – doch dies ging dann aus verschiedensten Gründen leider nicht. Also kam ich zum Entschluss, dass ich alleine flog und das machte ich dann auch. War aber nicht so einfach wie gedacht. Es war ja auch eine finanzielle Frage. Auch wollte ich weder in einer konkreten Gruppenreise antreten, wo man die ganze Zeit geführte Touren bekommt (was manchmal sicher von Vorteil ist, aber für mich käme es für den gesamten Aufenthalt nicht in Frage), noch wollte ich alles ganz alleine machen. Ich kann zwar gut organisieren, Hotels finden etc., aber mein Problem war unter anderem ja auch, wie man die U-Bahnen nutzt, wie komme ich von A nach B, wie lade ich eine Karte auf, wie komme ich zum Internet…solche Sachen. Und ja, auch wenn ich schon einmal in Japan war – es waren doch 6 lange Jahre und das meiste wickelte damals mein Sohn ab. Ich ließ machen 😉 – mhm, und nun hatte ich das Dilemma. Was tun? Ganz alleine? und von einer Panikattacke in die nächste fallen? Weniger. Mit einer Gruppe? Auch nicht unbedingt. Aaaah. Was tun? Ich sah dann nach Gruppenreisen, wo auch mal freie Zeit für die Teilnehmer eingeplant war. Nun, die gab es zwar schon, aber ehrlich .- ab 5,500,- € aufwärts, was mir definitiv zu teuer war. Oder- man hatte einen Partner, eine Freundin, – dafür gab es etliche günstige Angebote, allerdings eben nur, wenn man zu zweit war, was bei mir nicht der Fall war. Und ja, ich fragte auch in meinem Bekanntenkreis, ob jemand mit wollte – Niemand wollte! Und jetzt?🤷🏻♀️ Ganz toll!
Keine Lösung in Sicht! Zur Ablenkung sah ich mir Youtube Videos an, wo man japanisch lernte. Ja, ich lerne japanisch, und nein, ich merke mir absolut nichts. Habe sicher an die 15 Japanisch Lern Bücher zu Hause, einige Apps am Handy und auch mehrere Online Kurse gebucht und absolviert. Glaube, ich bin ein hoffnungsloser Fall, was dies betrifft – oder ich habe noch nicht die richtige Lernmethode für mich gefunden. Wo es mir besonders gut gefiel, war im Kurs von Manuela Ito-Loidl (hier hier Youtube Kanal https://www.youtube.com/japanischlernenatWerbung wegen Namensnennung, aber unentgeltlich). Sie ist ein herzensguter Mensch und sehr kompetent im Beibringen der japanischen Sprache. Als gebürtige Österreicherin, die nun in Japan lebt, mit einem Japaner verheiratet ist und mit ihm eine Familie gegründet hat, kennt sie nur allzu gut beide Seiten der unterschiedlichen Kultur und der Sprache.
Wie dem auch sei, ich sah mir ein Video von Hiro, von -Einfach japanisch- ( https://www.youtube.com/@Hiro Werbung wegen Namensnennung, unbezahlte Werbung) an und in einem Video ging es darum, dass er, als Japaner, eigentlich sein Heimatland, seine Heimatstadt, noch nie als Tourist besucht hat. Dies holte er nach, in dem er in einem kleinen Reisebüro namens EasyTokyo, gegründet und geführt von Herrn Atsushi Sato, sich die Sehenswürdigkeiten ansah. Ich dachte mir, das ist ja eine witzige Idee. Doch je länger ich dieses Video ansah, desto stimmiger war es für mich. Vor allem, da es sich nicht um eine große Gruppe handelte, sondern Hiro scheinbar alleine betreut wurde. Mehr aus Neugier, dachte ja nicht im Traum daran, dass ich mir so etwas leisten konnte, klickte ich auf den Link unterhalb des Videos und kam auf die Webseite von EasyTokyo (https://easytokyo.info/de/ unbezahlte Werbung wegen Namensnennung, unentgeltlich) . Tja, und was soll ich sagen? Der Preis warf mich um! Es gab zwei Möglichkeiten. Einmal mit Wohnen in einem Hostel um 2590,- € und einmal mit Wohnen in einem Hotel und mit Besuch des Mt. Fuji. Letzteres um 2950,-€. Für 14 Tage. Mit etlichen Sehenswürdigkeiten, die im Preis inkludiert waren, einigen Tagesausflügen, Fahrt nach Kyoto mit dem Shinkansen und Übernachtung in Kyoto für 2 Nächte, samt Frühstück, zuzüglich 10 bis 12 Mittag- oder Abendessen, Flug hin und zurück (angegeben waren die Städte Paris und Frankfurt), ich fragte, ob es auch ab Wien möglich wäre, ja, war es, Flüge mit Zwischenlandung, Reiseführer die japanisch, französisch und englisch sprachen, für alle anderen Sprachen gäbe es ein Übersetzungsgerät. Aaaalso… was soll ich sagen? Ich kontaktierte das Reisebüro, deren Sitz in Tokyo war und Herr Atsushi beantwortete meine vielen Fragen immer wieder sehr geduldig und jedes Mal sooo freundlich, dass ich schon dachte, das sein alles Fake!
Es gäbe niemanden auf der Welt, der ununterbrochen so freundlich, ausführlich, entgegenkommend, kompetent, lösungsorientiert und so geduldig ist. Doch, gibt es! Wir einigten uns dann darauf, dass die Reise Ende Oktober/Anfang November stattfinden sollte. Weniger Touristen, nicht mehr so heiß, dafür schöne Herbstfärbung, keine Regenzeit mehr, günstigere Preise,… dann schrieb er mir unvermittelt, es gäbe in 2 Wochen, also Mitte September einen Direktflug nach Tokyo. Dies würde den Preis allerdings ein klein wenig anheben. Da ich kein Fan von Landungen bin, stimmte ich zu.
Ich war so aufgeregt und packte zum ersten Mal meinen Rucksack für diese Reise! Ich wollte nicht mit Koffer fliegen. Erstens dauert es dann immer länger bei der Ankunft, eventuell kommt der Koffer gar nicht oder verspätet an, und ich wollte auch nicht mit Rucksack und Koffer durch Tokyo spazieren, Also nur Backpack. Hier seht ihr meinen Rucksack, meinen gab es damals nch in bordeauxrot https://link.amazon/B0isTE6Mk (Affiliate Link) – aber in blau sieht er auch nicht übel aus. Aber was nun einpacken? Es hieß, dass es nicht mehr so heiß sei, aber dennoch noch ziemlich warm war, und man nun Regenzeit hat, – joo- und dann pack mal schön 😉
Kleiner Tipp an dieser Stelle: Vergesst euren Adapter nicht. In Japan sind die Steckdosen anders. Auch die Spannung ist eine andere (100 Volt). Handy, Laptop zu laden, klappt aber immer komplikationslos. Und ja, man könnte einen Adapter auch in Japan kaufen (bei Big Camera, Daiso, Don Quijote etc.), aber was man hat, das hat man 😀 und wer möchte schon seinen allerersten Tag in Japan damit verbringen, nach diesen Shops zu suchen, um das zu kaufen? 😉 Ich hatte mir diesen gekauft https://link.amazon/B07s3ktGH (Partnerlink/Affiliate Link). Dazu kommt ihr ohnehin noch früh genug.
Oder so wie ich, die in der Aufregung unter anderem (Anreise zum Flughafen selbst war leider schon sehr stressig, aber das ist eine andere Geschichte, welche ich wsl unter einer anderen Überschrift teile) der bevorstehenden Reise, verlor/vergaß ich meine Brille im Auto der Bekannten aus, die mich zum Flughafen gebracht hatte – und als ich in Tokyo, in Narita, landete, hatte ich nur meine optische Sonnenbrille, wo es in Strömen regnete. Hatte ich schon erwähnt, dass es eine Taifunwarnung zuvor gab? Ja, das war zu diesem Zeitpunkt! Also wirklich? Ernsthaft? Hatte ich nicht schon genug Stress? Nun auch noch ein Taifun? ….
Als ich endlich im Flieger saß und das Flugzeug zu rollen begann, dachte ich mir… 😱 Was zum …mach ich da? Doch nun war es zu spät. 🙈🤷🏻♀️ Aussteigen, anhalten, ging nicht mehr – also, Augen zu, tief einatmen, langsam ausatmen. Da musste ich nun durch!


Aber es ging alles gut, auch wenn der Pilot zweimal zum Landen ansetzen musste. Schock! Doch alles überlebt und als ich die ganzen Stationen im Flughafen absolviert hatte, mit kleinem und großem, schweren Rucksack – Tipp an dieser Stelle – man benötigt für die Einreise nach Japan ein Einreiseformular. Man kann es vor Ort ausfüllen (ganz toll nach einem 12 1/2 h Langstreckenflug und eine Schlange vor den Schaltern, die länger und länger wird – und man muss da zum Beispiel auch solche Sachen eintragen, wie das erste Hotel, mit genauer Adresse – und wenn man dies nirgends notiert hat und noch kein Internet hat – viel Spaß! 😉 ) oooder- man besucht vorab zuhause die Webseite Visit Japan (https://www.vjw.digital.go.jp ) füllt es da entspannt und in Ruhe aus und zeigt dann nur mehr den QR Code her. (auch als Screenshot oder als Ausdruck möglich). Wo war ich? Ach ja, als ich alle Stationen hinter mich gebracht hatte, standen Herr Atsushi und eine Praktikanten schon bereit und winkten mit der Willkommens EasyTokyo Fahne um mich abzuholen. 🙂
So ziemlich das Einzige, was ich auf japanisch konnte, war die Vorstellung, wenn man sich das allererste Mal begegnet. Bis zur Hälfte klappte ja es auch ganz gut und beim letzten Satz überlegte ich noch, ob ich ein zusätzliches Wort einfügen soll oder nicht – in dieser Sekunde drehte sich der Chef des Reisebüros um und startete mit wehenden Fahnen auf die Züge und U-Bahnen zu, die mich zu meinem Hotel bringen sollten. Chance vertan 🤷🏻♀️ Da ich erwähnte, dass ich meine Brille verloren hatte, setzten die Beiden alles daran, dass ich sofort Ersatz bekam, was nun aber auch bedeutete, dass es länger dauern würde, bis ich mich etwas ausruhen konnte. Wir gaben meinen großen Rucksack nach circa 1 1/2 Stunden Fahrtzeit mit der U Bahn und Zug im Hotel ab und fuhren dann weiter mit der U-Bahn eine weitere Stunde zu einem Optiker. Es wurde ein Sehtest gemacht, ich suchte die Fassung aus und 50 Minuten später hatte ich meine neue Brille um umgerechnet 30,- € – und sie sah soooo gut aus. Optiker wären z.b. : Jins, Zoff, Bic Camera, Owndays, Costco – man bekommt seine Brille meist innerhalb weniger Stunden. Ich war bei Jins und wartete 50 Minuten. Im Bild die Brille, sieht gar nicht so schlecht aus, oder was meint ihr? Ich liebe sie! 🙂

Danach wurde ich wieder ins Hotel gebracht, wo ich mich nach 29 ! Stunden Wach Sein, ins Bett warf. Doch die Badewanne sah so verlockend aus, dass ich nicht widerstehen konnte, auch wenn sie etwas kleiner als normal war. Aber ich liebte es – doch ich musste wirklich aufpassen, und durfte nicht zulange im wohligen Badewasser bleiben, da ich merkte, dass ich dauernd wegnickte. Gute Nacht!
Aber ich möchte nicht zu sehr ins Detail der Reise gehen, da es für mich wirklich etliche Herausforderungen gab. Sei es das ins Hotel kommen nach einem Tagesausflug vom Shinjuku Bahnhof, wo ich das erste Mal alleine mich orientieren musste. Dazu muss man sagen, dass die Shinjuku Station 8 Ebenen und 200 Ausgänge hat, täglich verkehren hier ca 4 Millionen Menschen. Täglich, wohlgemerkt. Und ich durfte hier meine allererste U-Bahnfahrt alleine ins Hotel zurück absolvieren, Es ist der verkehrsreichste Bahnhof der Welt. Und als ich vom Bus ausstieg, der Tagesausflug endete, fand ich ihn nicht einmal 😅🙈 – nach Durchfragen im Untergrund stieß ich schlußendlich dann doch auf alle U-Bahnen und meine spezielle zu finden, war dann gar nicht mal so schwer. Glück gehabt – uff. In diesem Bahnhof verirren sich sogar Einheimische oft. Der Tagesauflug beinhaltete unter anderem einen Ausflug nach Hakone, von wo aus man den Fuji sehen konnte,- leider, da Regenzeit, und Nebel, sah man ca 10 Meter, also nichts mit Mt Fuji *heul. Zurück im Hotel klopfte ich mir auf die Schulter, weil ich das wirklich, wirklich gut gemeistert hatte. Die nächste Herausforderung konnte kommen. 💪🏻
Folgend seht ihr die Aussicht vom 20. Stock meines Hotels in Tokyo am Folgetag meines Ankommens. Am Ankunftstag selbst regnete es in Strömen. Darunter ein Bild, einen kleinen Ort, von wo man auch den Mt Fuji hätte sehen können, wenn es nicht geregnet hätte. Dafür konnte man aus einem Drachenbrunnen, Wasser des Mt Fuji trinken oder auch in Flaschen selbst gratis abfüllen und nach Hause nehmen. Daneben ein Fotopunkt am Fuße des Sky Trees, und zwei Aufnahmen aus Asakusa,
Damit dies hier aber nicht ins unendliche ausufert, beende ich diesen Beitrag nun an dieser Stelle und füge einige Bilder hinzu. Sind keine Meisterwerke, was, nun ja, das ist wahrlich ein Nachteil, wenn man alleine reist, und es regnet, man nicht die schönsten Bilder bekommt, – darauf achten, dass das Handy bei den Selfies nicht total nass wird, mit dem Regenschirm derweil keine anderen Menschen aufspießt, mit etwas Glück ist sogar auch noch ein Teil der Sehenswürdigkeit im Hintergrund mit drauf und mit etwas mehr Glück macht ein Fremder ein Foto von dir. 😅🍀🙏🏻💐
Hier seht ihr einige Bilder vom Sky Tree Tower – ich liebe ihn 🙂 Höhe 634 Meter, Es gibt 2 Plattformen, die man beide besuchen kann. Die erste befindet sich auf 350 Meter Höhe, die zweite ist auf 450 Meter Höhe. Diesmal war ich auf beiden. Der höchste Punkt, den man besuchen kann liegt auf der Höhe von 451, 2 Meter. Hinter großen Fenstern befinden sich Läden, ein Cafe, ein Restaurant und verschiedene Fotopunkte entweder privat oder gegen kleines Geld oder gratis von professionellen Fotografen. Bei gutem Wetter, und wenn sich der Mt Fuji gnädig zeigt, kann man ihn von beiden Plattformen sehen. Das Glück hatte ich leider nicht.
Möchtet ihr mehr darüber wissen, also, über die Reise, nicht über Fremde, die Fremde fotografieren, oder wenn ihr Fragen habe, schreibt es mir gerne in die Kommentare! Bis bald meine Lieben! 🌸































































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