Heute lief im ZDF der Film „Molly und Mops“. In der Hauptrolle die junge Schauspielerin Monika Reithofer, die für den Pilotfilm 10 Kilo zu- und wieder abgenommen hat und für die Fortsetzung dann gar 15 Kilo.
Wie sie selbst sagt, sei ihr das Zunehmen schwer gefallen, weil sie mehr essen musste, als sie eigentlich gewollt hätte, und das Abnehmen fiel ihr dann leicht, weil sie einfach auf den Körper gehört habe und das gegessen, was sie eigentlich essen will und so habe sie das angefutterte Gewicht wieder ganz leicht verloren.
So weit, so gut. Der Film setzt sich auch gegen Vorurteile gegen Mollige ein, auch das erst einmal löblich. Klischees (ein guter Chocolatier muss natürlich übergewichtig sein, und natürlich muss die mollige Konditorin einen griffigen Mops an ihrer Seite haben, Kalauer vorprogrammiert) mal außen vor gelassen.
Nur: gibt es keine molligen Schauspielerinnen mehr? Im Film kommt keine einzige Szene vor, in der die Frau schlank sein müsste (so wie Sophie Schütt in „Gefühlte XXS“, wo man das Problem mit einem Fettanzug löste), warum also verlangt man von einer jungen, gesunden, schlanken Frau, dass sie sich mal eben 10 bzw. 15 Kilo anfrisst und die dann wieder abhungert? Damit ist der JoJo-Effekt doch vorprogrammiert!
Frau Reithofer ist zu wünschen, dass ihr Körper diese Prozedur unbeschadet überstanden hat und sie vom JoJo-Effekt verschont bleibt. (Und wer jetzt sagt: sie hätte die Rolle nicht annehmen müssen, mal ehrlich: welcher Schauspieler würde eine lukrative Rolle ablehnen? Die meisten werden nicht überschüttet mit interessanten Angeboten!)
Sie ist damit übrigens nicht allein, viele Schauspieler und Schauspielerinnen mussten für eine Rolle ihr Gewicht verändern: hier eine Auswahl in der RP Online, mit Galerie.
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