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Posted by: eleucht | 2. November 2026

KI vs. SI

Wer die Sprache (und auch sich selbst) nicht beherrscht, versucht sich oftmals zum Herrscher über die Sprache aufzuspielen.

Der große Umbenenner im Weißen Haus glaubt sicher, die Welt würde nur darauf warten, sich die Weisheiten, die seinem Geist entspringen, zu eigen zu machen. Wie zum Beispiel die Umbenennung der „künstlichen Intelligenz“ in „Superintelligenz“. Und das ganz sicher ohne die geringste Kenntnis von geschichtlichen Zusammenhängen und dem Ursprung dieses Begriffs. Der übrigens im Jahr 1956 geprägt wurde. Offenbar glaubt der große Umbenenner, etwas von dem Begriff Superintelligenz würde von nun an auf ihn abstrahlen, auf dass er im goldenen Licht der Superintelligenz heller als jeder andere Mensch auf der ganzen Welt erstrahlen würde. Damit das auch Realität wird, hat er die Verwendung des Begriffs „künstliche Intelligenz“ ganz einfach verboten. Wer den Begriff weiterhin verwendet, den erklärt er kurzerhand zum Feind. Interessant war es, die Reaktion der mächtigen Tech-Bros zu erleben, als der neue Begriff Superintelligenz öffentlich verkündet wurde …

Egal ob künstlich oder super, wichtiger und besser für die Welt wäre es, man würde mehr auf emotionale Intelligenz setzen. Yes haben die passende Musik dazu geschrieben, zu finden auf dem aktuellen Album Aurora.

Posted by: eleucht | 1. November 2026

Classic Rock Sunday

Das Monster ist erwacht und schreitet godzillagleich durch die von Hochhäusern gesäumten Straßen einer großen Stadt. Im Gegensatz zum bekannten Filmungeheuer tut dieses aber auch und vor allem gute Sachen. Es nennt sich Chakzilla und entstand aus der amerikanischen Soulsängerin Chaka Khan. Gleichzeitig gab es dem neuen Album der Souldiva seinen Namen und das ikonische Cover.

Ihre musikalische Karriere begann für Chaka Khan bei der Funkband Rufus. 1978 erschien parallel zu ihrer Arbeit bei dieser Band ihr erstes Soloalbum, das ihren Ruf als großartige Soulsängerin begründete. I‘m Every Woman wurde ein Welthit. Ain‘t Nobody mit Rufus eingespielt, das von Prince geschriebene I Feel For You und viele andere folgten und wurden Klassiker des Soul. Chaka Khan gewann zehn Grammys.

Nun also Chakzilla, das aktuelle Album. Es ist eine zeitgemäßge, saubere und perfekte Produktion mit vielen Gastmusikern (Sia, Snoop Dogg). Freunde des Wohlklangs werden die Musik lieben. Trotz der großartigen Melodien vermisse ich in diesen Aufnahmen etwas das Ursprüngliche, das Schweißtreibende und das Laszive im Soul, wie man es von Rufus kennt.

Die als Yvette Marie Stevens geborene Sängerin bekam im Alter von 13 Jahren von den Black Panthers den Namen Chaka Adunne Aduffe Hodarhi Karifilhren verliehen. Sie war als Teenager der Bewegung beigetreten, hatte sich aber später wegen der Militanz und ihren eigenen Erfahrungen, eine Waffe zu besitzen, distanziert. Zu Chaka Khan wurde sie nach ihrer Heirat mit dem Bassisten Hassan Khan.

Posted by: eleucht | 31. Oktober 2026

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Aus aktuellem Anlass (Halloween) und dem heutigen Thema (schwarze Katzen) gibt es die Cat Files diesmal einen Tag früher als gewöhnlich. Schwarze Katzen haben bekanntermaßen nicht den allerbesten Ruf. Zumindest nicht in Deutschland. Der Aberglaube, dass schwarze Katzen etwas mit Hexen zu tun haben, hält sich hartnäckig im kollektiven Bewusstsein, was im Laufe der Jahrhunderte auf differenzierte Weise zum Ausdruck kommt. Schwarze Katzen sind vor allem in der Nacht schwer bis gar nicht zu erkennen, was sie für manche Menschen noch unheimlicher erscheinen lässt.

In anderen Kulturen bedeuten schwarze Katzen dagegen Glück. In England zum Beispiel sind sie als Glücksbringer bekannt, ebenso im Katzenparadies Japan.

Es ist ja bekannt, wie lange sich mittelalterliche und althergebrachte Vorstellungen gerade in Deutschland halten. Also, begegnet euch eine schwarze Katze, so ist das kein Grund, um Angst zu haben, es handelt sich dabei weder um eine verwandelte Hexe, noch bringt sie Unglück. Sie ist mit Sicherheit genauso verspielt, lieb und verschmust wie jede andersfarbige Katze. Sogar an Halloween.

Posted by: eleucht | 30. Oktober 2026

We call it LAKE ONTARIO

und Bryan Adams tut das auch. Egal, was der Mann, dem die große Ehre zuteil wurde, dass man in Kanada eine öffentliche Toilette nach ihm benannt hat, davon hält.

Posted by: eleucht | 28. Oktober 2026

Halloween-Lektüre

Werbung in eigener Sache.


Rechtzeitig zu Halloween ist die Halloween-Anthologie 2026 aus dem Verlag von Thomas Opfermann erschienen. Die man natürlich auch nach Halloween noch lesen kann. In meinem Beitrag zum schaurig-schönen Gruselevent, „Die Halloween-Falle“, erlebt die Protagonistin am Morgen nach einer Halloween-Party eine böse Überraschung. Manchmal sind die Masken an Halloween mehr als sie scheinen …

Posted by: eleucht | 26. Oktober 2026

20 Jahre Carolin No

Carolin No touren durch die Lande und feiern dabei „20 Jahre live“. Die beiden Musiker, Andreas und Carolin Obieglo, sind verheiratet und gleichzeitig eine Band. 2007 haben sie diese gegründet. Auf ihrer Tournee machten sie auch hier Station und ich hatte nach längerer Zeit mal wieder das Vergnügen, am Samstag ein Konzert in unserer Katharinenkirche zu erleben. Es ist schon eine Weile her, dass ich Carolin No live sehen konnte. 2012 war das in der Göltzschtalgalerie in Auerbach. Begleitet wurden die Musiker damals von dem Cellisten Tilmann Wehle. Loveland hieß das Album, das damals aktuell war und eine Menge großartiger Lieder enthält. Einige davon waren auch an diesem Abend in der Katharinenkirche zu hören gewesen und sie weckten Erinnerungen. Auch die Geschichten, die Andreas und Carolin zwischen den Titeln zum Besten gaben und die unter anderem auch den Bandnamen erklärten, waren mir in Teilen noch gut bekannt.

Es ist nicht zu überhören, dass Carolin No nicht stehengeblieben sind, sondern sich musikalisch weiter entwickeln und auch das eine oder andere Experiment nicht scheuen. Die Stücke aus dem neuen Album, dass passend On & On heißt, belegen das sehr deutlich, sie klingen zeitgemäß. So gab es im stilvollen Ambiente der alten Kirche ein stimmungsvolles Konzert aus alten, oder besser gesagt bekannten, und neuen Songs, teils in Dur, oft in Moll, einige fröhlich locker, andere nachdenklich, aber stets auf der Suche nach dem perfekten Klangerlebnis. Und das geschätzte Publikum durfte gelegentlich als Backgroundchor fungieren. Dass die Musiker mit zwei Mal stehenden Ovationen verabschiedet wurden, haben sie verdient. Ohne drei Zugaben kamen sie auch nicht von der Bühne. Als Beispiel gibt es ihr hier den Titelsong des neuen Albums in einer Live-Version zu sehen und zu hören.

Posted by: eleucht | 25. Oktober 2026

Classic Rock Sunday

Die Dragonflies sind noch weit davon entfernt, Klassiker des Rock zu sein, denn erst im September diesen Jahres wurde ihr Debütalbum gleichen Namens veröffentlicht. Immerhin ein wunderschöner Name für eine Band. Die Vorstellung vom schwerelosen Schweben der Libellen verspricht Mystisches, und dieses Versprechen hält das Album. Gegründet wurden die Dragonflies von Dhani Harrison, dem Sohn von George Harrison, und Nigel Godrich, der vor allem als Produzent aller Alben von Radiohead bekannt ist. Ein Meister des Klangs also. Bei den Dragonflies ist er für die tiefen Töne verantwortlich. Zur Band gehören noch Joey Waronker am Schlagzeug, der Keyboarder Maurice Talbot und Gitarrist Nick Valensi, der einst Mitglied der Strokes war.

Dhanis helle und sanfte Stimme, die über den Strings in dem Stück Slower schwebt, beschwört unweigerlich die Erinnerung an seinen Vater herauf. Man kann nichts dagegen tun, nicht wenn man in der Vergangenheit eine Menge George-Harrison-Songs gehört hat.

Posted by: eleucht | 18. Oktober 2026

Classic Rock Sunday

Er wollte die Klassiker aus dem Weg räumen (Roll Over Beethoven) und ist mit diesen Klassikern doch vereint auf der Goldenen Schallplatte zu hören, die 1977 mit der Voyager-Mission ins All geschossen wurde, um möglichen außerirdischen Zivilisationen einen kleinen Einblick in die irdische Musikwelt zu geben. Johnny B. Goode ist der einzige Rock‘n‘Roll-Song auf dieser Schallplatte. An diesem 18. Oktober wäre Chuck Berry 100 Jahre alt geworden. Ein Jubiläum, an dem man wahrscheinlich nicht vorbeikommt.

Dabei schien Chuck Berry eine solche Karriere eigentlich nicht bestimmt, denn er war mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Von 1944 bis 1947 saß er wegen eines bewaffneten Raubüberfalls im Gefängnis, 1962 ein weiteres Mal wegen der Verschleppung einer Minderjährigen.

1951 kaufte er als Pförtner eines Radiosenders einem Musiker die Gitarre ab, besorgte sich ein Tonbandgerät und begann mit eigenen Musikaufnahmen. Der Bluesveteran Muddy Waters war es, der Chuck Berry riet, sich bei Chess Records zu bewerben. Der Erfolg begann mit Maybellene, seiner Adaption des Traditionals Ida Red. Zu seinen Konzerten erschienen in der Folgezeit auch immer mehr weiße Zuschauer, die begeistert von dieser neuen Musikrichtung waren. Klassiker wie Rock‘n‘Roll Music, Roll Over Beethoven und Johnny B. Goode waren mehr als nur Inspiration für die Beatles und die Rolling Stones. Als diese Bands die Hits von Chuck Berry auf ihren Schallplatten coverten, erlebte der einen zweiten Frühling. Chuck Berry war es, der die Gitarre als wichtigstes Instrument in der Rock‘n‘Roll-Musik etablierte. Er spielte eine Gibson. Der Entengang, mit dem er sein Gitarrenspiel begleitete, wurde zu seinem Markenzeichen. In dem Klassiker Zurück in die Zukunft würdigte auch Michael J. Fox den Rock‘n‘Roll Pionier. Es gibt nicht viele Intros, die so eingängig sind wie das zu Johnny B. Goode.

Posted by: eleucht | 15. Oktober 2026

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully


Im Zweikatzenhaus von Mulder und Scully herrscht hin und wieder Hochbetrieb. Das Häuschen findet im ganzen Jahr und durch alle Jahreszeiten Anklang. Die obere Etage wird vor allem zum Sonnenbaden benutzt. Auch im Herbst und im Winter scheint die Sonne durchs Fenster. Im unteren Teil des Hauses, dem Erdgeschoss sozusagen, hat sich vor allem Scully eingerichtet, Sie findet es dort richtig gemütlich, zu bestimmten Zeiten, vor allem am Vormittag, ist das ihr bevorzugter Schlafplatz. Ab und zu darf natürlich auch Mulder diesen Teil des Hauses nutzen. Da ist Scully großzügig.

Posted by: eleucht | 11. Oktober 2026

Classic Rock Sunday

Die Band Lake wurde 1973 im hohen Norden Deutschlands gegründet, und zwar in dem Städtchen Husum. Ihr Stil war für die deutsche Rockmusik eher ungewöhnlich und deswegen einzigartig, sie spielten Westcoast-Rock, in den sie gelegentlich Elemente des Prog-Rock mischten. Ihr Sound, der sich stark an amerikanischer Rockmusik orientierte, blieb im Ausland nicht unbemerkt. So tourten Lake mit Größen wie Lynyrd Skynyrd, Bob Dylan und Neil Young. Nach drei Alben war dann aber auch schon Schluss, auch wenn die Musiker der Band nie ganz von der Bildfläche verschwanden. Sie waren solistisch tätig oder schrieben Filmmusiken. Lake traten später in wechselnden Besetzungen auf und hielten den Namen damit am Leben.

Wenn vor kurzem das neue Album von Lake namens Four erschienen ist, dann handelt es sich tatsächlich um das reguläre vierte Album der Band, das von der Originalbesetzung eingespielt wurde, zu der unter anderem Detlef Petersen, Geoffrey Peacey, Martin Tiefensee und Ian Cussick zählen.

Für das Stück Red Lake aus dem 1978 erschienenen Album Lake II konnten sie Carl Wilson von den Beach Boys als Backgroundsänger gewinnen. Das folgende Video stammt allerdings aus einer Show des ZDF.

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