Die Besten der Besten: Ziel von Protesten
Posted by flatter under journalismus2 Comments
02. Nov. 2026 14:45

Große Symbole aus großen Reden: The Bacon of Hope
Politische Analyse ist aus im Massenjournalismus. Gefragt war sie nie, Personalisierung schon immer das Medium, in dem Meinungen und Framing verbreitet wurden, zumal das Böse durch die Bösen wirkt und hier der Ort moralischen Urteilens ist. Schölzel hat das wie so oft formidabel am Beispiel formuliert:
"Da es in der Politik und in Kriegen für einen Spiegel-Redakteur keine Interessen, sondern nur Männer gibt, hat sich der knallhart »investigativ« arbeitende Fahrion ersatzweise in Putins Kopf umgesehen."
Wo bleibt die Dankbarkeit?
Alles andere wäre Inhalt, verbunden mit der beschwerlichen Arbeit, Geopolitik anhand von Interessen, Kräften und Verhältnissen zu verstehen und das obendrein zu erläutern. Solches Tun taugt nicht zur Propaganda und spaltet nur die Heimatfront.
Nun, wenn man dann schon auf Personen fokussiert, kann man dann wenigstens halbwegs genau hinschauen? Die "Beliebtheitswerte" der europäischen Nomenklatura liefern sich ein Rennen ins Bodenlose. Nehmen wir nur die Mächtigsten der Landesherren, die von Großbritannien, Frankreich und Deutschland, sind wir im nahe einstelligen Bereich.
Die Konsequenz? Zunächst einmal: Die müssen wir unbedingt behalten, wenn nicht befördern. Starmer, einer der größten Versager in der Geschichte des UK, soll NATO-Chef werden. Macron ist als EZB-Chef heiß im Rennen. Merz muss noch ein bisschen kanzlern, dafür haben wir mit der international verlachten Anjatanja Borbeck eine, die erst der UN aufgedrückt wurde und jetzt ernsthaft als Professorin an die Columbia gehen soll, nicht nur ohne Qualifikation, sondern erschütternd und nachweislich unqualifiziert.
Destabilisierungsinformation
Was ein Merz derweil für Regieren hält, kann man hier nachlesen. Der Mann plappert nur mehr Zeugs vor sich hin, das an seine Peergroup gerichtet ist. Ihn interessiert nicht, wo er ist oder wer ihm zuhört, und ist entschiedener Feind von Sache und Inhalt.
Die Journaille derweil, die sich eben auf Rührstücke und Heldenepen versteht, ist dabei gleichfalls entschlossene Kämpferin für die Freiheit – von Fakten. In ihrem laserscharfen Tunnelblick kann sie nicht erkennen, wer wie und warum das von ihr angestrahlte Personal vehement ablehnen oder ganz andere Themen für vordringlich halten kann.
Demnach ist's der Russe, na klar. Schülerproteste überall in Europa? Putin! Vorwürfe gegen den Völkermord durch Israel? Russen! Stress um das polnische Verfassungsgericht? Moskau! Geschrei gegen den Kahlschlag in den Sozialsystemen? Der Antichrist aus dem Osten! Wer nicht einsieht, dass die Besten der Besten hier täglich ihr Bestes geben, kann ja nur aufgehetzt und fremdgesteuert sein. (30 Minuten stehender Applaus des ganzen Hauses.)












Feynsinn elefantös
