Wir analysieren Bischof Osters Predigt zum Hochfest Mariä Himmelfahrt in Altötting vom 15. August 2026: Er will die Menschenwürde ausdrücklich christlich begründen; wir zeigen, wo seine Argumentation Begriffe vermischt und zentrale Einsichten der modernen Rechtsstaatlichkeit verfehlt. Dabei beleuchten wir das Spannungsverhältnis zwischen Berufungen auf Demokratie und den tatsächlichen Interessen kirchlichen Einflusses, ein Muster, das wir als parasitäre Argumentation kennzeichnen. Kontext liefert das 1950 definierte Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens. Außerdem ordnen wir Osters konservative Positionen und sein Auftreten als Social‑Media‑Bischof ein, bevor wir seine Kernthesen Punkt für Punkt prüfen.
Pfarrer Andreas Schmierer ruft uns an! Wann Jesus endlich wiederkommt, weiß er zwar auch nicht. Aber er hat wertvolle Ansichten darüber, wer an der langen Wartezeit schuld ist: wir! Die Ketzer prüfen seine Argumente.
Am morgigen Samstag feiern wir die Geburtstage dreier berühmter Atheisten: Arthur Miller, der die Hexenjagd auf die Bühne brachte, Eminem, der sich um Gotteslästerung nie sonderlich geschert hat, und Montgomery Clift, der Hollywoods Moralvorstellungen herausforderte. Und zu dieser Geburtstagsparty haben wir folgende Themen:
Christen sind das Problem: Religionsmonitor belegt Entfremdung.
„Es gibt Gott. Punkt.“ Der Astrophysiker Heino Falcke auf jesus.de
Viktor war bei MythVision und berichtet von seinen Erfahrungen.
Adolf Hitler als Gottheit der Sendung: Vom Massenmörder zum Olymp
Wie immer kann man morgen, am Samstag, den 17. Oktober 2026, ab 10 Uhr, die ketzerische Werkstatt über Mixlr live besuchen, mithören und mitkommentieren.
Wir nehmen die sabäische Gottheit Almaqah unter die Lupe: ihre Symbole vom Blitzbündel bis zum Stier, ihre Rolle im Reich Saba und Bezüge zum Hirt der Steinböcke. Wir prüfen biblische und koranische Erzählungen zur Königin von Saba und dem Sonnenkult, vergleichen Mythen mit Archäologie rund um Tempel und den Großen Damm von Ma’rib. Dabei fragen wir, wie viel Geschichte in diesen Texten steckt und was der Niedergang Sabas über religiöse Deutungen verrät.
Wir nehmen den Großen Brand Roms im Juli 64 n. Chr. unter die Lupe: Wie konnte das Feuer im dicht bebauten Rom so schnell um sich greifen, welche Strategien der damaligen Feuerwehr gab es – von Brandschneisen bis Gegenfeuern – und was ist an den Gerüchten über kaiserliche Brandstiftung dran? Anhand der Quellen diskutieren wir Neros Abwesenheit, sein späteres Eingreifen, Hilfsmaßnahmen wie Preisdeckelung und Notunterkünfte sowie die Rolle von Propaganda und Sündenbock-Erzählungen. Am Ende fragen wir, ob überhaupt jemand „schuld“ war oder ob das Risiko strukturell bedingt war.
Wir sezieren Thomas Södings These, Theologie habe die Aufgabe, Ideologien als säkulare Formen der Götterverehrung zu entlarven – und prüfen, wie sie ihren behaupteten „Kontakt mit der Wirklichkeit“ begründet, ohne selbst zur Ideologie zu werden. Ausgehend von seinen Aussagen kartieren wir eine von Theologen, Kirchenfunktionären, Politik und Multiplikatoren getragene Bullshitblase, beleuchten Denkweisen von Gläubigen und formulieren dabei Krauses erstes Gesetz. Es ist der glorreiche Auftakt eines mehrteiligen Beitrags, in dem wir die Grenzen theologischer Ideologiekritik ausloten und die Frage stellen, ob „Gott“ in diesem Rahmen selbst zur Ideologie gerät. Ausgang offen! Spannung garantiert!
Wir stellen die beiden großen Konfessionen in Deutschland gegenüber und prüfen, welche mit mehr inneren Widersprüchen und fragwürdigen Annahmen arbeitet: römisch-katholisch oder evangelisch. Zunächst ordnen wir die wichtigsten Unterschiede ein – Autorität von Bibel und Tradition, kirchliche Hierarchie, Rolle von Bischöfen und Synoden – und beziehen das Selbstverständnis der EKD mit ein. Danach beleuchten wir kuriose Praxis- und Lehrdetails, die im Alltag auffallen. Aus kurzen Startpositionen in der Runde entwickeln wir eine Analyse, an deren Ende jede und jeder ein eigenes Urteil bilden kann.
Wir nehmen die Pfingstgeschichte unter die Lupe: Was berichtet die Apostelgeschichte tatsächlich – und was dichten Kirchenführer wie Marx, Wilmer, Bätzing oder Militärbischof Overbeck hinzu? Wir prüfen die Behauptung von den „17 Völkern“ in Jerusalem, den Zahlentrick mit den 153 Fischen und das sogenannte Sprachwunder. Dabei klären wir, wer an Pfingsten überhaupt versammelt war (Juden aus der Diaspora statt ein buntes Völkergemisch) und wo theologische Rhetorik den biblischen Text überholt. Am Ende steht eine nüchterne Rekonstruktion gegen zeitgeistige Erzählungen vom Heiligen Geist.
Christian Schindelhauer ist Velonaut, Segler und Professor für Informatik im Schwarzwald (und verwendet das Pseudonym "deradmiral", das ist allerdings geheim).
Matthias Krause (Skydaddy) ist unser Finanzexperte, Ketzerurgestein und unser Mann in Singapur.
Iska mag Pflanzen mehr als (manche) Menschen und bekommt dafür auch noch Geld.