Schlussakkord

Die Bühne schweigt im letzten Akt
Und einsam schwingt ein Staunen
Wie ein Raunen durch das Schauspielhaus

Applaus, Applaus

Die Minne flüstert leis‘
Im Schlussakkord, im gelben Weiß
Die Kadenz der Leidenschaft

Die Leidenschaft
Die doch immer wieder
Neues Leiden schafft

Und mit der Minne dort im Graben
In gezählten Narben liest
Vom Stück, das nie gesungen wurd‘

Dann legen sie am Bühnenrand
Die Hand auf stumme Herzen nieder
Ein letzter Akt, der nie vergeht

Der Abgesang verblaut im Haus
Wo schwarz und schwer der Vorhang fällt
Das Schauspiel – Es ist aus

Applaus, Applaus

Stumme Hoffnung

Ich hab‘ die Worte längst verloren
Die ich in diese Zeilen schrieb
Am Vorabend der Erinnerung
Nur Abschied übrig blieb

Ich schreibe in die tiefe Leere
Aus der ich nur die Stille hör‘
Ich kann dich nicht erreichen
Und flehe um eine Zeichen

Dass es dich noch gibt
Dass es den Traum noch gibt
In dem deine Hand die meine hält
Dein Herz in meine Iris fällt

Doch die Sehnsucht verkommt zum Wahn
Und ich seh die Schatten enger fallen
In jeder trüben Morgenstund‘
Will ich mich an stumme Hoffnung krallen

Ein Blick In Tiefes Blau

Zwischen weißen Federkissen
Sind deine Lippen sanft umhüllt
Der Augenblick wird erfüllt
Von grünem Morgenlicht

Ein Kuss, der widerhallt
Zwischen Iris und dem Silberrand
Finger gleiten über ruhige Hand
Ein Augenblick – Ein Leben lang

Ich verschließe den Moment
Der Wind weht kurz durch dein Haar
Das Morgengrün, schon immer da
Vergeht an deinen Lippen

Ein Lächeln, dass den Schmerz
In einem weißen Licht verschlingt
Ein Augenblick, der ewig klingt
Ein Blick in tiefes Blau

Seerosen Welken Einsam

Schwerelos fällt dichter Nebel
In dein blaues Herz hinab
Eine Träne schwimmt im Lichtermeer
Von weit her schwingt Erinnerung

Dein grünes Kleid sinkt endlos
In das graue Moor hinab
Du tanzt im Rhythmus karger Melodie
Die nie einer lebend Blüte galt

Und wirbelt dich der Wind hinauf
Blickst du stets ins Grün zurück
Das Weiß, das deine Tränen schmückt
Drückt in deine Welt hinein

Seerosen welken einsam
Am Lichtermeer im Nebelmoor
Bleibt ein Lied in tiefer Schwärze
Und eine Kerze im Wind zurück