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Ferienwohnung mit Aussicht, aber kaputter Waschmaschine.
Der Tag begann damit, dass ich gleich nach dem Aufstehen eine Maschine Wäsche anschalten wollte, die dann tagsüber, während wir unterwegs waren, auf dem Balkon trocknen sollte, aber feststellen musste, dass da offenbar mal jemand mit Gewalt die Tür aufgehebelt hat und die jetzt nicht mehr zugeht und somit auch kein Waschprogramm startet. Grmpf.
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Mailänder Rumpel.
Normalerweise, wenn eine Stadt eine Metro hat, dann benutzen wir die auch. Aber schon am Vorabend hatten wir vom Bahnhof zu unserer Ferienwohnung die Strassenbahn genommen, und die blieb vier Tage lang unser liebstes Fortbewegungsmittel, denn Mailand hat immer noch diese wunderbaren alten Strassenbahnen, wie sie in meiner Kindheit noch in meiner Geburtsstadt fuhren.
(In meiner Geburtsstadt wurde sie liebevoll „Rumpel“ genannt, in Mailand heisst sie nach ihrem Baujahr 1928 „Ventotto“.)
Ich konnte vier Tage lang gar nicht genug davon bekommen, die glänzend lackierten Sitze, die Lämpchen mit den Glasschirmen, den Verschlussmechanismus der Schiebefenster und die an jeder Haltestelle ausklappenden Trittbretter zu bewundern sowie den Fahrern über die Schulter zu gucken, wie sie Fahrkurbel und Bremse betätigen.
In den Weiten des Internets habe ich eine schon etwas ältere Liebeserklärung an die Ventotto gefunden, die aber angesichts der fast 100 Jahre, die diese schon durch Mailand zieht, durchaus noch aktuell ist:
Ich liebe wirklich alles an ihr. Nur die knallbunte Werbung auf vielen der Ventottos finde ich ein bisschen albern.
Mailand hat ausser den Ventottos auch modernere Strassenbahnen – wobei die Betonung auf der Endung „-re“ liegt, denn wirklich modern ist keine davon.
Aber warum auch, wenn man eine Ventotto hat.
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Rīga-Vibes.
Über den Mailänder Strassen sieht es ein bisschen wie in Rīga aus.
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Als Einkaufszentren noch hübsch waren.
Nachdem wir am Dom Eintrittskarten für den nächsten Tag erstanden hatten, liessen wir uns durch die daneben befindliche Viktor-Emanuel-II.-Galerie schieben, wobei wir abwechselnd nach oben und nach unten guckten und gar nicht wussten, was jetzt beeindruckender ist: die Glasdächer oder die bunten Mosaikfussböden.
Wenn man am anderen Ende der Galerie herauskommt, steht man – hinter einem kleinen Park – direkt vor der Mailänder Scala. Das merkten wir aber erst abends, als wir extra nochmal vorbeikamen, um sie anzugucken, und feststellten, dass wir das vergleichsweise unspektakuläre Gebäude ein paar Stunden zuvor schlicht und einfach nicht als das, was es ist, erkannt hatten.
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Nochmal Sommer.
Danach hatten wir eigentlich schon wieder genug vom Touristenrummel, und der Ähämann führte uns an ein paar Plätze, an denen er im März, als er auf einem Meeting in Mailand war, gewesen war. Er zeigte uns sein Hotel, und führte uns in ein Pastarestaurant, wo wir, obwohl schon Oktober, noch froh waren, dass auf der Terrasse ein bisschen Schatten war. Ich habe den ganzen Tag selig grinsend mein Gesicht in die Sonne gehalten und bis abends nichts langärmeliges über mein T-Shirt ziehen müssen.
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Wasser aus dem Lago Maggiore.
Auch in Mailand – und das war aus Venedig kommend recht lustig – gibt es Kanäle. Sie wurden im Mittelalter als Transportwege zwischen dem Tessin und Mailand angelegt, und über sie wurden unter anderem die für den Bau des Doms benötigten Marmorblöcke herangeschafft.
Es gibt einen kleineren und einen grösseren; am kleineren ist es ruhig und nett, am grösseren ist Ballermann.
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Warm und dunkel.
Wie immer auf diesen Reisen ist es für uns völlig ungewohnt, wie es gleichzeitig so warm sein und so zeitig dunkel werden kann.
Es war dann aber eine der glamouröseren Strassenbahnfahrten zurück zur Ferienwohnung.
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Tag 1: Turku-Stockholm-Hamburg
Tag 2: Hamburg-Augsburg-Venedig
Tag 3: Venedig-Mailand





























































































