Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Mit dem Zug nach Italien, Tag 4: Mailand

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Ferienwohnung mit Aussicht, aber kaputter Waschmaschine.

Der Tag begann damit, dass ich gleich nach dem Aufstehen eine Maschine Wäsche anschalten wollte, die dann tagsüber, während wir unterwegs waren, auf dem Balkon trocknen sollte, aber feststellen musste, dass da offenbar mal jemand mit Gewalt die Tür aufgehebelt hat und die jetzt nicht mehr zugeht und somit auch kein Waschprogramm startet. Grmpf.

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Mailänder Rumpel.

Normalerweise, wenn eine Stadt eine Metro hat, dann benutzen wir die auch. Aber schon am Vorabend hatten wir vom Bahnhof zu unserer Ferienwohnung die Strassenbahn genommen, und die blieb vier Tage lang unser liebstes Fortbewegungsmittel, denn Mailand hat immer noch diese wunderbaren alten Strassenbahnen, wie sie in meiner Kindheit noch in meiner Geburtsstadt fuhren.

(In meiner Geburtsstadt wurde sie liebevoll „Rumpel“ genannt, in Mailand heisst sie nach ihrem Baujahr 1928 „Ventotto“.)

Ich konnte vier Tage lang gar nicht genug davon bekommen, die glänzend lackierten Sitze, die Lämpchen mit den Glasschirmen, den Verschlussmechanismus der Schiebefenster und die an jeder Haltestelle ausklappenden Trittbretter zu bewundern sowie den Fahrern über die Schulter zu gucken, wie sie Fahrkurbel und Bremse betätigen.

In den Weiten des Internets habe ich eine schon etwas ältere Liebeserklärung an die Ventotto gefunden, die aber angesichts der fast 100 Jahre, die diese schon durch Mailand zieht, durchaus noch aktuell ist:

„[…] Die alte Tram erreicht zwar nur eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 40 Stundenkilometern, aber sie ist „stark wie ein Esel“, sagt ein Fahrer, der seit 20 Jahren im Dienst ist. Wenn im Einsatz die Technik einer neuen Jumbotram ausfällt, dann wird eine Ventotto hingeschickt, um den modernen Zug abzuschleppen. Dieser „Esel“ braucht jedoch viel Fahrgefühl, zumal der Wagen einen langen Bremsweg hat. Allein eine mechanische Klotzbremse, die auf die Räder wirkt, bringt eine Ventotto zum Stehen. […] Als Fahrer muss man deshalb das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer viel mehr mit einbeziehen. Eine zurückhaltende, rein defensive Fahrweise sei angebracht, die man sich aber auch von den Autofahrern wünscht. Denn wenn es mal kracht, dann kann die robuste Tram einen ganz schönen Blechschaden anrichten. Auf jeden Fahrer kommen im Durchschnitt fünf oder sechs – zum Glück meist leichtere – Unfälle pro Jahr.“

Ich liebe wirklich alles an ihr. Nur die knallbunte Werbung auf vielen der Ventottos finde ich ein bisschen albern.

Mailand hat ausser den Ventottos auch modernere Strassenbahnen – wobei die Betonung auf der Endung „-re“ liegt, denn wirklich modern ist keine davon.

Aber warum auch, wenn man eine Ventotto hat.

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Rīga-Vibes.

Über den Mailänder Strassen sieht es ein bisschen wie in Rīga aus.

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Als Einkaufszentren noch hübsch waren.

Nachdem wir am Dom Eintrittskarten für den nächsten Tag erstanden hatten, liessen wir uns durch die daneben befindliche Viktor-Emanuel-II.-Galerie schieben, wobei wir abwechselnd nach oben und nach unten guckten und gar nicht wussten, was jetzt beeindruckender ist: die Glasdächer oder die bunten Mosaikfussböden.

Wenn man am anderen Ende der Galerie herauskommt, steht man – hinter einem kleinen Park – direkt vor der Mailänder Scala. Das merkten wir aber erst abends, als wir extra nochmal vorbeikamen, um sie anzugucken, und feststellten, dass wir das vergleichsweise unspektakuläre Gebäude ein paar Stunden zuvor schlicht und einfach nicht als das, was es ist, erkannt hatten.

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Nochmal Sommer.

Danach hatten wir eigentlich schon wieder genug vom Touristenrummel, und der Ähämann führte uns an ein paar Plätze, an denen er im März, als er auf einem Meeting in Mailand war, gewesen war. Er zeigte uns sein Hotel, und führte uns in ein Pastarestaurant, wo wir, obwohl schon Oktober, noch froh waren, dass auf der Terrasse ein bisschen Schatten war. Ich habe den ganzen Tag selig grinsend mein Gesicht in die Sonne gehalten und bis abends nichts langärmeliges über mein T-Shirt ziehen müssen.

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Wasser aus dem Lago Maggiore.

Auch in Mailand – und das war aus Venedig kommend recht lustig – gibt es Kanäle. Sie wurden im Mittelalter als Transportwege zwischen dem Tessin und Mailand angelegt, und über sie wurden unter anderem die für den Bau des Doms benötigten Marmorblöcke herangeschafft.

Es gibt einen kleineren und einen grösseren; am kleineren ist es ruhig und nett, am grösseren ist Ballermann.

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Warm und dunkel.

Wie immer auf diesen Reisen ist es für uns völlig ungewohnt, wie es gleichzeitig so warm sein und so zeitig dunkel werden kann.

Es war dann aber eine der glamouröseren Strassenbahnfahrten zurück zur Ferienwohnung.

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Tag 1: Turku-Stockholm-Hamburg
Tag 2: Hamburg-Augsburg-Venedig
Tag 3: Venedig-Mailand


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Mit dem Zug nach Italien, Tag 3: Venedig-Mailand

Frühstück im Bett hat die ÖBB diesmal verbaselt.

Wir wurden weder geweckt, noch schaffte es der Liegewagenschaffner rechtzeitig, allen ihr Frühstück auszuteilen. Es wurde uns dann in Boxen mitgegeben – wir liessen uns damit auf den Bahnhofstreppen nieder und assen es mit Blick auf den Canal Grande, auf dem morgendlicher Berufsverkehr herrschte. Auch nicht schlecht.

(ÖBB-Frühstück allerdings war auch schon mal leckerer… als es nämlich noch Butter gab statt ekliger Margarine. Und nachhaltiger… als es noch Marmelade in Gläschen statt im Plastenapf gab.)

Gleich, als der Ähämann unsere Reiseroute geplant hatte, als wir wussten, dass wir mit dem Nachtzug in Venedig ankommen und dort umsteigen würden, hatten wir beschlossen, erst am Abend weiterzufahren. Wir brachten die Rucksäcke in die Gepäckaufbewahrung – Schliessfächer sind offenbar ein in Italien unbekanntes Konzept – und liefen los, gleich am Bahnhof nach links und dann in den nächsten neun Stunden einmal im Uhrzeigersinn in einem grossen Kreis durch ganz Venedig.

Natürlich gingen wir kein bisschen zielgerichtet: wir nahmen immer die kleinsten Durchgänge und die schmalsten Brücken. Und wenn wir auf so eine Gasse trafen, auf der sich die Touristenmassen Richtung Rialtobrücke oder Markusplatz wälzten, dann bogen wir extraschnell bei nächster Gelegenheit wieder ab – um keine fünfzig Meter vom Touristenrummel entfernt plötzlich wieder allein in der Stille eines kleinen Innenhofes oder am Ende einer schmalen Gasse, durch die die Müllabfuhr gerade mit einem Wägelchen zog und Pappmüll einsammelte, zu stehen.

Ein skeptischer Briefkasten.😑

Wir liessen uns treiben, aber anders als vor vier Jahren, als wir immerhin ein, zwei, drei, vier Tage statt nur neun Stunden Zeit gehabt hatten, zog ich diesmal ab und zu die tschechische Kartenapp zu Rate, damit wir nicht allzu oft in einer Sackgasse an einem Kanal stehen und wieder umkehren mussten. Sie kennt tatsächlich sogar in Venedig alle Schleichwege – und hat von allen Navigationsapps die detaillierteste Karte.

Schnellster Weg zum nächsten Supermarkt? Bitte hier hindurchzwängen!

Ich dachte, die Zeiten, wo wir mit einem turnenden Kind durch die Welt zogen, sind vorbei…

Es liess sich nicht vermeiden, uns auch über den Markusplatz schieben zu lassen. Wären nicht die Menschenmassen, wäre es wirklich schön da.

Diesmal gab es auch ein bisschen Hochwasser. An manchen Stellen waren erhöhte Laufstege aufgestellt, an anderen Stellen war das Wasser flach genug, um einfach durchzuwaten. In der Nähe der Lagune kam das Wasser im gleichen Rhythmus wie der Wellengang wie kleine Geysire aus den Fugen zwischen den Gehwegplatten hochgespritzt.

Zum Mittag gab es ein Stück Pizza – wobei dem kleinen Herrn Maus seines von drei Möwen, so schnell konnten wir gar nicht gucken, entrissen wurde; das Warnschild sahen wir erst hinterher – zum Nachtisch zwei Kugeln Eis, als unsere Wasservorräte alle waren, gingen wir in den nächsten Supermarkt und kauften leckere Zitronenlimo, wie es sie nur in Italien gibt.

Am faszinierendsten finde ich sowieso das ganz alltägliche Leben in Venedig: die grünen Boote der Müllabfuhr, die gelben Krankenboote mit Blaulicht, die Wäscheleinen über den Gassen, die vielen bunten Roller vor einem Kindergarten.

Ganz am Ende des Tages kamen wir zufällig noch an meinem Lieblingsplatz in Venedig vorbei: dort spielen die einheimischen Kinder Fussball oder fahren Roller, die Eltern der Kleineren stehen miteinander palavernd mitten auf dem Platz, Hundehalter sitzen gemeinsam auf der Bank, mehrere alte Frauen waren in der Abendsonne in Bücher vertieft. Weiter weg vom Touristenrummel als dort könnte man nicht sein.

Dann mussten wir leider den Rückweg zum Bahnhof antreten.

Wir holten unsere Rucksäcke aus der Gepäckaufbewahrung und standen dann sehr lange mit ihnen auf dem Rücken vor der Abfahrtsanzeige. Letztendlich wurde der Bahnsteig erst zwei Minuten nach geplanter Abfahrt angezeigt, und dann durften wir immer noch nicht einsteigen, weil der Zug erstmal geputzt wurde. Schliesslich aber fuhren wir doch in der Abenddämmerung Mailand entgegen.

Zwei Stunden später waren wir da.

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Tag 1: Turku-Stockholm-Hamburg
Tag 2: Hamburg-Augsburg-Venedig


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Mit dem Zug nach Italien, Tag 2: Hamburg-Augsburg-Venedig

Mit dem Hotel für die Zwischenübernachtung in Hamburg hatte der Ähämann ein sehr gutes Händchen gehabt, obwohl wir da nicht weiter anspruchsvoll sind: es muss in Laufentfernung vom Bahnhof liegen und sollte nicht allzu teuer sein.

Das Hotel bot Frühstück für Kinder bis 15 Jahre gratis an, und weil der kleine Herr Maus dazu noch drei Wochen berechtigt war und die Bäckersituation in Deutschland sonntags auch nicht besonders rosig ist, nutzten wir spontan das Angebot und begannen den Tag in aller Ruhe mit einem üppigen Hotelfrühstück.

Ausserdem lag das Hotel genau zwischen Speicherstadt und Kontorhausviertel, und dass ich unbedingt mal ins Kontorhausviertel muss, hatte ich ja schon am Ende des letzten Hamburgaufenthalts beschlossen.

Und so liefen wir nicht auf direktem Weg zum Bahnhof, sondern zwischen den riesigen Backsteinhäusern mit den üppigen Verzierungen hin und her und hier durch einen Durchgang rein und zu einem anderen wieder raus, und leider war Sonntag und man konnte keinen Blick in die Treppenhäuser werfen. Aber ich weiss jetzt, wo der Hammer hängt. Am Sprinkenhof nämlich.

Dann war es Zeit, zum Bahnhof zu gehen.

Die halbe Stunde Wartezeit auf unseren ICE sassen wir auf einer Bahnsteigbank in der Sonne ab und erfreuten uns am modellbahnartigen Zugverkehr um uns herum: rote S-Bahnen, doppelstöckige Regionalzüge, Fernzüge aus aller Herren Länder.

Der „Wilde Kaiser“ galoppierte mit uns in sieben Stunden – ohne Verspätung – von Hamburg nach Augsburg.

In Augsburg waren der Damals-noch-nicht-Ähämann und ich schon mal mit dem Zug, 1999 zur totalen Sonnenfinsternis. Obwohl wir beide noch genau vor Augen haben, wie die Wiese aussah, auf der wir uns, kurz bevor es dunkel wurde, niedergelassen hatten, und wie dann plötzlich erst alle Schatten so komisch durchsichtig wurden und es dann mitten am Tag finster wurde, aber so ganz anders finster als nachts, und wir nicht wussten, ob wir in den zwei Minuten der totalen Finsternis lieber die Korona oder diese seltsame Finsternis oder am besten beides gleichzeitig angucken sollten, können wir uns beide überhaupt nicht mehr an den Bahnhof oder die Stadt erinnern.

Die Erinnerung kam auch nicht wieder, als wir da waren. Der Bahnhof wird gerade umgebaut, und die Stadt, in der damals so viele Menschen unterwegs gewesen waren, wirkte zum Sonntagabend wie ausgestorben. Mehrfach musste ich auf die Uhr gucken, weil es sich wie abends um elf anfühlte, obwohl es erst kurz nach sieben war.

Wir gingen zum Abendessen in ein nettes arabisches Grillrestaurant und danach zum Zeitrumbringen auf einen Cocktail in einen Irish Pub. (Der finnisch sozialisierte kleine Herr Maus, der vorher lange gezetert hatte, wir könnten doch kein Kind (!) mit in eine Bar (!!!) nehmen, lernte, dass sich in Deutschland kein Mensch irgendwas dabei denkt.) Und dann gingen wir durch die ausgestorbene Stadt zurück zum Bahnhof.

Am Bahnsteig standen zunächst sehr komisch aussehende Liegewagen, aber die echten kamen dann am Gegengleis eingefahren.

Und so schaukelten wir, sobald wir unser Gepäck verstaut, Zähne geputzt, dem Zugbegleiter unsere Fahrkarte ausgehändigt und unser Bettzeug gerichtet hatten, schlafend Venedig entgegen.

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Tag 1: Turku-Stockholm-Hamburg


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viisisataaneljäkymmentäneljä

Wir fingen die Eisbadesaison so an, wie wir sie Ende April beendet hatten – in der kleinen Sauna an der Sandgrube; sogar die Wassertemperatur war die gleiche.

Es war höchste Zeit. Theoretisch kann man seit ein paar Jahren, seit die Sauna am See von Anfang Mai bis Ende September geöffnet hat, nahtlos vom Eisbaden zur Sommersauna und wieder zum Eisbaden übergehen. Praktisch waren wir seit Ende September in keiner Sauna an einem Gewässer mehr, weil Umzugfahren für die Studentin, weil Unpässlichkeit wegen zweier Impfungen, weil Flunssa, weil Herbstferienreise.

Und so sassen wir gestern zwischen Leena und Hannu und der Mutter von Marttina und allen anderen und wurden gleich gefragt, ob wir denn diese Saison noch gar nicht dagewesen wären, und die Gespräche drehten sich diesmal um die Elchjagd und um den aufziehenden Herbssturm, und Leena erzählte, dass sie damals auf der „Amorella“ war, als die in einem Herbssturm auf Grund gelaufen ist und evakuiert werden musste, und dass sie nie mehr auch nur auf eine Picknickkreuzfahrt – man fährt früh in Turku los, steigt nachmittags in Åland auf die entgegenkommende Fähre um und ist abends wieder zurück in Turku – ohne Zahnbürste und Wechselunterwäsche gehen wird. Das Feuer im Saunaofen knisterte, ab und zu warf jemand zwei oder drei zischende Kellen Wasser auf die heissen Steine, zwischendurch ging ich ein paar Züge im kristallklaren Wasser schwimmen.

Obwohl ich kein grosser Fan vom Herbst bin- und auch nicht vom südwestfinnischen Winter, wenn er so ist, wie er üblicherweise ist – war ich doch sehr froh, dass diese Zeit des Jahres wieder angebrochen ist.

(Auch schön war, dass uns schon auf der Hinfahrt eine 544 entgegengekommen war.)

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viisisataaneljäkymmentäkolme

Gestern Abend fuhren wir zum Hafen, um den grossen Herrn Maus nach seiner Spanienreise wieder in Empfang zu nehmen.

Es war sehr voll – plus geänderte Verkehrsführung wegen Baustelle – aber wir ergatterten trotzdem einen der wenigen kostenlosen Kurzzeitparkplätze, und noch während wir einparkten, fuhr eine 543, ebenfalls auf Parkplatzsuche, langsam an uns vorbei.

Als später alle Abholenden wieder wegfahren wollten, war es noch chaotischer. Wir sassen ewig – zwischen PKWs, Reisebussen, Stadtbussen, Überlandbussen und immer mal einem die Strasse kreuzenden Zug – im Stau fest.

(Der Pro-Tipp wäre, vom Hafen zum Hauptbahnhof den Zug zu nehmen, der steht als einziges Transportmittel nicht im Stau.)

Es war aber nicht schlimm, denn der grosse Herr Maus hatte viel zu erzählen: wie toll gelegen die Ferienwohnung war und wie sie wandern und kajakfahren gegangen sind und in Museen und in einer Tropfsteinhöhle und im Zoo und im botanischen Garten waren und jeden Tag andere Speisen ausprobiert haben und am Strand eine deutsche Familie aus viel zu hohen Wellen gerettet haben und mit den einheimischen Jugendlichen im Club waren und dann zeigte er uns noch Fotos, und die Zeit wurde uns nicht lang.

Ich freu‘ mich so, dass wir ihm – trotz konstanter Meckerei seinerseits in den letzten Jahren – doch die Freude an unserer Art zu reisen mitgegeben haben UND dass er Freunde gefunden hat, die auch nicht nur am Hotelpool liegen wollen!

(Und wie immer freue ich mich über das finnische Schulsystem, das seinen Schüler*innen solche verlängerten Ferien erlaubt. Da der grosse Herr Maus jetzt volljährig ist, durfte er die Freistellung für die fünf Schultage sogar selbst beantragen.)

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401, 402-403, 404, 405, 406-408, 409, 410-411, 412, 413, 414, 415, 416, 417, 418, 419, 420, 421, 422, 423-424, 425, 426, 427, 428, 429, 430, 431, 432-434, 435-436, 437-440, 441, 442-443, 444, 445, 446-447, 448, 449, 450-451, 452, 453, 454, 455-456, 457, 458, 459, 460, 461-462, 463-464, 465, 466, 467, 468-469, 470-471, 472-473, 474-475, 476, 477-478, 479, 480, 481, 482, 483-484, 485, 486, 487, 488, 489-490, 491, 492, 493-494, 495, 496, 497-498, 499, 500, 501, 502, 503, 504, 505-507, 508-509, 510, 511-513, 514, 515, 516, 517, 518, 519, 520, 521, 522-523, 524, 525, 526, 527, 528, 529, 530-531, 532, 533, 534, 535, 536, 537, 538, 539-540, 541-542]


Ein Kommentar

Mit dem Zug nach Italien, Tag 1: Turku-Stockholm-Hamburg

„Wie viele Tage hattet ihr denn in Mailand?“, fragte mich die beste Chefin, die in der Woche Herbstferien mit ihrer Familie nach Spanien geflogen war. „Montag bis Freitag, also… fünf“, zählte ich. „Was? Wie könnt ihr denn mit dem Zug so schnell sein?!“, wunderte sie sich.

Im Schlaf zu reisen ist das Zaubermittel!

(Generell wird ja von den meisten Menschen die Zeit, die beim Fliegen mit allem Drum und Dran draufgeht, unter– und die Zeit, die man fürs Reisen auf dem Landweg der Erdoberfläche braucht, überschätzt.)

Und so fing auch diese Reise an, wie (fast) alle unsere Reisen anfangen: Freitagabend nach Arbeit und Schule, mit einer nächtlichen Fährüberfahrt nach Stockholm. Halb sechs riss uns eine Lautsprecherdurchsage aus dem Schlaf, eine Dreiviertelstunde später quälten wir uns aus den Betten. Länger als eine Viertelstunde brauchen wir ja nicht, um uns anzuziehen, die Rucksäcke aufzuhuckeln und das Schiff zu verlassen.

Der grosse Herr Maus – der diesmal gar nicht mitfuhr, sondern zwei Tage später mit seiner Freundin und weiteren Schulfreund*innen, darunter ein Schwede, dessen Opa in Stockholm lebt, die Reise auf die gleiche Art antrat, um dann von Stockholm aus nach Spanien zu fliegen – hatte uns eine Caféempfehlung des Stockholmer Opas weitergegeben, und tatsächlich gibt es jetzt endlich in Södermalm, gleich in Laufentfernung vom Hafen, ein Café, das die Bedürfnisse der Fährreisenden aus Finnland erkannt hat und jeden Tag schon ab 7 Uhr geöffnet ist!

Wir frühstückten und putzten Zähne, dann deckten wir uns im Lidl zusätzlich zu den schon am Vorabend geschmierten Broten mit Reiseproviant für die kommenden elf Stunden Zugfahrt ein, und dann mussten wir schon zum Bahnhof.

Wir wären gern Nachtzug gefahren, weil uns die Strecke Stockholm-Kopenhagen-Hamburg mittlerweile doch ein bisschen zum Hals heraushängt, aber beide schwedische Nachtzugbetreiber fahren zur Zeit ausgerechnet samstags nicht. Und so haben wir diesmal den durchgehenden Tagzug von Snälltåget getestet.

Es ging gleich damit los, dass nach der Buchung noch zweimal unsere Sitzplatzreservierung geändert wurde und uns nur ein paar Tage vor Abfahrt mitgeteilt wurde, dass der Zug über eine halbe Stunde eher losfährt als ursprünglich geplant. Zum Glück sind wir sowieso immer schon ab 6:30 Uhr in der Stadt!

Dass der Speisewagen unterbesetzt und der Geschirrspüler kaputt war – der Ähämann sah später, als er uns einen Kaffee holte, den Zugbegleiter Geschirr spülen – betraf uns zum Glück nicht, da wir ja mit eigenem Proviant reisten.

In Malmö – halbe Strecke – leerte sich der bis dahin recht volle Zug schlagartig, die Lok wurde gewechselt, Müll ausgeladen und der Geschirrspüler repariert, und wir durften uns eine Viertelstunde die Beine vertreten.

Und das war vielleicht das Beste an dieser durchgehenden Zugverbindung: nicht in Malmö das Gepäck zusammenraffen, mit einem Bummelzug über die Öresundbrücke fahren und in Kopenhagen in einen völlig überfüllten Zug nach Hamburg steigen zu müssen, sondern einfach sitzenbleiben zu können und bis Hamburg den Waggon fast für uns alleine zu haben.

(Im Übrigen tue ich der Strecke Stockholm-Hamburg ein bisschen unrecht, wenn ich sage, dass sie stinklangweilig ist – denn die Öresundbrücke, die Brücke über den Grossen Belt und die Rendsburger Schleife sind echte Highlights. Auch beim fünfzehnten Drüberfahren noch.)

Dann wie immer grosse Freude, nach einem ganzen Tag Fahrt Richtung Süden endlich im „Echten Norden“ anzukommen.

Kurz nach zehn wankten wir in Hamburg aus dem Zug. Müdigkeit und schwere Rucksäcke waren schlagartig vergessen, als wir auf dem Weg zum Hotel durchs Kontorhausviertel kamen. Lange himmelten wir das beleuchtete Chilehaus an, bis wir den Weg zum Hotel fortsetzten.


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Es gibt wieder Adventskalender! [Nichtkommerzielle Werbung]

Lieber Freundeskreis „Finnische Pfadfinderadventskalender“, ich mach’s kurz, denn ihr wisst, was ihr kriegt – nämlich einen unkitschigen Bilderadventskalender mit den das Aussenbild komplettierenden Fensterbildchen und passenden Bildern an Feiertagen und Adventssonntagen sowie in diesem Jahr zwei Bonustürchen, weil der 1. Advent schon am 29. November ist; ausserdem einen Bogen Geschenkaufkleber – und ab heute kann er bei mir bestellt werden.

Die schlechte Nachricht ist: er kostet ab diesem Jahr 13 €, und die Postgebühren sind natürlich auch wieder gestiegen.

(Und nein, auch für den Portopreis von 6,70 € für einen (!) Kalender wird leider kein fliegendes Rentier bei euch vor der Haustür stehen und euch den Brief persönlich übergeben.)

Die 13 € immerhin sind für einen guten Zweck: sie kommen ohne Abzug den finnischen Pfadfindern zugute. Auch wenn der grosse Herr Maus selbst nicht mehr aktiv bei den Pfadfindern ist – weil seine Pfadfindergruppe kaum noch echte Pfadfindersachen macht – ist das etwas, was ich gern unterstütze, denn ich weiss von Berufs wegen, wie das ist, wenn man mit Kindern tolle Sachen machen will, aber für jeden Bleistift auf Spendengelder angewiesen ist.

Die Preise für die Adventskalender inklusive Verpackung und Versand nach Europa sind dieses Jahr folgendermassen:

1 Stück: 20 €
2 Stück: 37 €
3 Stück: 50 €
4 Stück: 63 €
5 Stück: 82 €
6 Stück: 95 €

(Versandkosten nach ausserhalb Europas oder für mehr als 6 Kalender teile ich gern auf Anfrage mit.)

Bestellungen bitte bis 15. November per Mail an myyratohtori(klammeraffe)web.de. Wie gewohnt schicke ich dann eine Antwort mit den Kontodaten und dem Gesamtpreis. Nach Geldeingang verschicke ich die Kalender möglichst schnell.

Auch wenn die Zeiten, in denen ich goldene Wichtelabzeichen auf Pfadfinderpullover und -hemden genäht habe, vermutlich vorbei sind, würden der Pfadfinderstamm des grossen Herrn Maus und ich uns über zahlreiche Bestellungen freuen. Hier steht jetzt jedenfalls eine Kiste mit 200 Stück.


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Reisewochen

Vielleicht vermessen wir Europa dieses Jahr einmal zu oft.

Nachdem wir im Sommer die übliche Halbeuropatour gemacht haben, nachdem der Ähämann letzte Woche in sechs Tagen 3000 km gefahren ist, um das Fräulein Maus zu ihrem zukünftigen Studienort zu bringen – sie hätte die Wahl gehabt: sie hätte auch in Hamburg studieren können, aber sie hat sich für Stuttgart entschieden – und bevor wir in der Adventszeit mal wieder mit Alljahresreifen ins Erzgebirge rutschen werden, schieben wir jetzt in den Herbstferien auch noch eine Zugreise nach Italien ein, denn Zug gefahren sind wir dieses Jahr ja noch gar nicht.

Aber kann man zuviel verreisen?! Kann man nicht!

Und so habe ich mich auch gefreut, dass ich den Ähämann, der diese Woche auch noch auf einem eigentlich zweitägigen Meeting in Seili war, nach nur einem Tag – weil er gerade keine Zeit für sowas hat und weil er es in Seili auch gruselig findet – wieder von der nächstgelegenen grösseren Insel abholen sollte und dabei in den Genuss zweier abendlicher Autofährfahrten gekommen bin.

Nahezu lautlos zog die Schwester der „Elektra“ die jeweils zehn Minuten übers Meer, die Wellen plätscherten ein bisschen, der Himmel färbte sich abendrosa.

Aber mit dem neuen Weiss der Fähren kann ich mich immer noch nicht anfreunden.


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viisisataaneljäkymmentäyksi, viisisataaneljäkymmentäkaksi

Heute hatte ich einen Lauf.

Es fing damit an, dass ich noch vor der Arbeit ins private Ärztehaus radelte, um mir auf Arbeitgeberkosten die diesjährige Grippeimpfung in den Arm pieksen zu lassen.

Dringender wäre mir die Coronaimpfung gewesen, weil es sich in den letzten Jahren bei der alljährlichen Schuljahresanfangs-Flunssawelle sowie der fast nahtlos daran anschliessenden alljährlichen Kurz-vor-den-Herbstferien-Flunssawelle oft nicht mehr nur um gewöhnliche Flunssa gehandelt hat, sondern es in vielen Fällen eben doch schon die erste Covidwelle der Saison gewesen ist. Die Grippe hingegen lässt erfahrungsgemäss noch ein paar Monate auf sich warten.

Der Ähämann, der seine Coronaimpfung selbst bezahlen muss, hat sie sich vor zwei Wochen schon geholt, als der neue Impfstoff bei einem privaten Impfanbieter erhältlich war. Ich machte am selben Tag online einen Termin zur Coronaimpfung in dem privaten Ärztehaus, wo ich alle vom Arbeitgeber bezahlten medizischen Leistungen kostenlos in Anspruch nehmen darf. Am Morgen des vereinbarten Termins rief mich die Krankenschwester, die mir die Impfung hätte verabreichen sollen, an und teilte mir mit: „Wir machen gar keine Coronaimpfungen, dafür musst du in die Poliklinik gehen.“ (Das war doppelter Humbug, denn erstens hatte ich bei der Terminauswahl explizit den Button „Coronaimpfung“ gedrückt, und zweitens impfen sie in der öffentlichen Poliklinik ausschliesslich Risikogruppen.) „Das ist aber merkwürdig“, sagte ich, „denn die Coronaimpfung gehört ja zu meinen Arbeitsarztleistungen, und letztes Jahr habe ich die auch bei euch bekommen.“ „Du meinst vielleicht die Grippeimpfung?!“ (Nein. Verarschen kann ich mich selber!) „Nein, das war die Coronaimpfung, Comirnaty LP8.1“, sagte ich. „Und jetzt möchte ich Comirnaty XFG, und wenn ihr das noch nicht dahabt, dann muss ich eben noch warten, aber…“ „Na warte mal einen Moment… ja, stimmt, also wenn wir dann den neuen Impfstoff haben, dann kannst du dich impfen lassen.“ „Und wann kommt der neue Impfstoff?“ „Das kann ich dir nicht sagen. Ungefähr mit dem Grippeimpfstoff.“ „Und wann kommt der?“ „Das kann ich dir auch nicht sagen.“

(Es war nicht unsere ehemalige Neuvolatante, die wir auch schon mal ähnlich kompetent bei einer Coronaimpfung wiedergetroffen haben.)

Ich guckte also alle paar Tage mal wieder in der App des privaten Ärztehauses nach, ob es jeweils unter „Coronaimpfung“ oder „Grippeimpfung“ verfügbare Termine gibt, und als gestern die ersten Grippeimpftermine aufploppten, ergriff ich eben wenigstens die Gelegenheit beim Schopf.

Als ich da heute ankam und von einer sehr netten, jungen Krankenschwester ins Impfzimmer gebeten worden war, fragte ich einfach nochmal, ob sie vielleicht inzwischen den neuen Coronaimpfstoff haben, und sie ging gucken, und siehe da, im Kühlschrank lag welcher, angeblich gerade erst seit gestern. Und so kam ich mit einem Grippepieks links und einem Coronapieks rechts wieder aus dem Impfzimmer raus. Halleluja!

Dann ging ich Hortkinder abholen. Als ich zur Schule lief, sah ich eine 541, und als wir gemeinsam von der Schule zum Hort liefen, eine 542.

Und jetzt ein Glas Wasser und 300 mg Ibuprofen auf diesen erfolgreichen Tag!

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206, 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228, 229-230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245,246, 247, 248, 249-250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268-269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278-279, 280-281, 282, 283, 284-285, 286, 287, 288, 289-290, 291, 292, 293-294, 295, 296, 297-298, 299, 300, 301, 302-303, 304, 305, 306, 307, 308, 309, 310-311, 312, 313, 314-315, 316, 317-318, 319, 320, 321-322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331-332, 333, 334, 335, 336-337, 338, 339, 340, 341, 342, 343-344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353-355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366-367, 368, 369, 370, 371, 372, 373, 374-375, 376, 377-378, 379, 380-381, 382, 383, 384, 385, 386-387, 388-389, 390, 391-393, 394, 395, 396-397, 398-399, 400, 401, 402-403, 404, 405, 406-408, 409, 410-411, 412, 413, 414, 415, 416, 417, 418, 419, 420, 421, 422, 423-424, 425, 426, 427, 428, 429, 430, 431, 432-434, 435-436, 437-440, 441, 442-443, 444, 445, 446-447, 448, 449, 450-451, 452, 453, 454, 455-456, 457, 458, 459, 460, 461-462, 463-464, 465, 466, 467, 468-469, 470-471, 472-473, 474-475, 476, 477-478, 479, 480, 481, 482, 483-484, 485, 486, 487, 488, 489-490, 491, 492, 493-494, 495, 496, 497-498, 499, 500, 501, 502, 503, 504, 505-507, 508-509, 510, 511-513, 514, 515, 516, 517, 518, 519, 520, 521, 522-523, 524, 525, 526, 527, 528, 529, 530-531, 532, 533, 534, 535, 536, 537, 538, 539-540]


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Studentin

Heute für das Fräulein Maus zum vermutlich letzten Mal eine Zuckertüte befüllt.

(Das war vor 14 (!) Jahren ihre Zuckertüte zum Vorschulanfang…!)

Das Beste ist übrigens, dass sie, noch bevor nächsten Montag die Einführungswoche anfängt und den Montag darauf die Vorlesungen, sie schon am Donnerstag zum ersten Mal finnische Studienbeihilfe ausgezahlt bekommen wird.

Es ist kein üppiger Betrag – monatlich 490 € – aber er ist elterneinkommensunabhängig und muss nicht zurückgezahlt werden. (Wer mehr braucht, kann einen zusätzlichen Studienkredit in selbstgewählter Höhe zu günstigen Konditionen beantragen.) Die Beantragung war denkbar einfach, der Bescheid kam nach zwei, drei Wochen – wobei das auszahlende Amt, also die staatliche Sozialversicherungsanstalt KELA, sich die erforderlichen Nachweise fast alle selbst von der zukünftigen Uni besorgt und den Antrag schonmal vorläufig für die Dauer des gesamten Bachelorstudiums bewilligt hat.

Vor allem rettet die finnische Studienbeihilfe unserer gesamten Familie den A…, denn für Bafög wäre unser Gehalt vermutlich gerade so zu hoch, und wie lange so ein Bafögantrag heutzutage braucht, davon haben wir ja auch alle mehr als genug Schauermärchen gehört – aber das Studium der Kinder komplett selbst zu finanzieren, wäre schon sehr, sehr hart.

Und meine eigene Bafög-Geschichte war auch von der Art, dass ich gern auf weitere Erlebnisse dieser Art verzichte.