Kurztrip im Herbst II

Nach dem ersten sonnigen Urlaubstag hieß es ab Donnerstag nur noch Regen und Kälte. So wie es im Oktober sein sollte. Da war der zweite Tag in der Therme genau richtig zum Schwimmen und Relaxen. Freitag sollte es zumindest etwas trockener sein, sollte…

Wider Erwarten war es nass, richtig nass. Da nutzte auch keine gegenteilige Behauptung der App, wir besuchten Bielefeld im Regen. Nach einem Kaffee und einer Runde durch die Altstadt liefen wir hoch zur Sparrenburg, auf 180 m Höhe. Der Ausblick muss bei freier Sicht Klasse sein. Urkundlich wurde sie erstmals 1256 erwähnt. Eigentlich nutze ich ja jede Möglichkeit auf einen Turm mit Aussicht zu steigen, bei dem Regen und Wind und kaum Sicht hatte es allerdings wenig Sinn. Nach einem indischen Mittagessen fuhren wir zurück zur Pension. Abends konnten wir trockenen Fußes die Kirmes in Anröchte besuchen, was auch mal ganz nett war. Sie war für den kleinen Ort erstaunlich groß. So ist es wohl wenn es dörflicher zugeht, da ist mehr möglich als in so mancher Stadt bei uns.

Nach einem erneuten Tag in der Therme ging es am Sonntag nach Bad Sassendorf zum Herbstmarkt. Diesen Markt hatten wir schon letztes Jahr besucht und uns gefreut, dass er wieder genau in unserem Urlaub stattfand. Dank frühen Besuch war die Parkplatzsuche ein Kinderspiel. Auch der Gang über dem Markt war sehr angenehm. Wir erstanden ein Windspiel aus Metall für unseren Garten und andere Kleinigkeiten. Bevor es richtig voll wurde, traten wir den Rückweg an. Nachmittags ging es eine Runde durch Bad Westernkotten mit dem Besuch der Gradierwerke.

Es war wieder ein schöner und vor allem erholsamer Kurzurlaub. Die Besitzerin der Pension hört nach 40 Jahren zum Ende des Jahres auf und geht in ihren wohlverdienten Ruhestand. So müssen wir uns eine andere Unterkunft suchen wenn wir dort noch einmal zum Erholen hin wollen.

Kurztrip im Herbst I

Nachdem wir im letzten Herbst einen Kurzurlaub in Bad Westernkotten verbrachten, war uns klar, dass wir dort noch einmal hin müssen. So buchten wir bereits im Frühjahr die gleiche Pension für fünf Nächte.

Am Tag der Ankunft hatten wir herrliches (Sommer)Wetter und so beschlossen wir uns den Möhnesee im Sonnenschein anzusehen. Mit einer Länge von 8 km und einer Breite von 800 m beträgt die Wasserfläche etwas 1.037 Hektar. Wirklich groß und landschaftlich schön gelegen. Was wir anfangs blöd fanden, stellte sich in der Praxis ganz gut heraus: Als erstes parkten wir an der Staumauer und mussten Parkgebühr bezahlen. Am Automaten gab es allerdings den Hinweis, dass man mit diesem Parkschein überall am See parken darf, solange die Zeit nicht überschritten wird. Wirklich praktisch und Kostensparend. An der Staumauer gibt es sogar ein Café mit Souvenir Shop und WC. Gleichzeitig war es eine Touri Info mit netten Personal.

Nach einer kleinen Stärkung, in einen der Ortsteile am See, fuhren wir sehr spontan nach Arnsberg um uns die Altstadt und die Schlossruine hoch oben über Arnsberg anzusehen. Nach ca. 15 Minuten waren wir vor Ort und schlenderten durch die kleine Einkaufsstraße. Vorbei am alten Rathaus, dem Glockenturm und einem blauen Briefkasten, der eine Nachahmung von 1896 sein soll, ging es hoch zur Schlossruine. Vom 256 m hohen Schlossberg hat man einen schönen Ausblick über Arnsberg.

Zurück ging es wieder am Möhnesee vorbei, wo auch die Bank (erstes Bild) zu finden ist. Auf der Strecke liegt ebenfalls ein kleiner, feiner Burgerladen der dieses Jahr eröffnet wurde. Vater und Tochter haben sich damit einen Traum erfüllt. Wirklich lecker und empfehlenswert. Schon endete der erste Tag mit unzähligen Eindrücken.

Nächste Woche geht es nach Bielefeld und zum Herbstfest in Bad Sassendorf.

Große Veränderungen und Kuriositäten

Den Erdbeerpflanzen war es so warm, dass sie wieder loslegen zu blühen und Früchte zu bilden. Seit Donnerstag dürfte damit wohl Schluss sein, bei den nun richtigen Oktober Temperaturen. Die reifen Früchte waren allerdings richtig süß und lecker.

Bereits im Frühling hatte mein Mann begonnen den Sichtschutz aus Holz an der Terrasse zu entfernen. Wir hatten ihn 2014 von den Vorgängern übernommen. Trotz zwischenzeitlichen Anstrich war er an mehreren Stellen hinüber. Ob wir erneut einen Sichtschutz aufbauen, wissen wir noch nicht. Auch der selbstgebaute Holztisch war mittlerweile hinüber, so wurde er ebenfalls entsorgt.

Nun im Herbst haben wir die drei riesigen Lavendelsträucher entfernt. Sie waren an mehreren Stellen so verholzt, dass nichts mehr  nachgwachsen ist. Wir hatten ihn so ziemlich am Anfang unserer Gartenübernahme gepflanzt. Nächstes Jahr pflanzen wir auf jeden Fall wieder Lavendel, er ist ein wahrer Insektenmagnet.

Seit diesem Jahr ist es verboten im Schrebergarten Kirschlorbeer anzupflanzen. Mit dem Garten haben wir damals einen riesigen Strauch davon übernommen, den mein Mann Jahr für Jahr zurecht geschnitten hat. Nun hat er ihn entfernt, bevor wir es irgendwann machen müssen. Mittlerweile stehen nur noch die gewaltigen Stämme. Im nächsten Jahr wenn auch das riesige Wurzelwerk entfernt ist, werden wir etwas schönes dort einpflanzen was auch für Insekten nützlich ist. Ich liebäugel ja mit einer Zwerg-Blutpflaume.

So haben wir dieses Jahr doch einiges bewerkstelligt, trotz der großen Hitze. Oder mehr um die Hitze drumherum.

Etwas Kultur

Letzten Samstag ging es nach Düsseldorf in die Tonhalle. Unser Jüngster bekam auf seinem Amt die Info über eine Konzertveranstaltung des Orchesters der Landesregierung. In acht Stücken ging es musikalisch in die Welt Spaniens. Wobei die Sängerin Beatriz Carlsson Longa und der Gitarrist Joaquim Santos – Simōes die Höhepunkte darstellten. Das Orchester der Landesregierung, kurz OdL, besteht aus rund 80 aktiven Mitgliedern. Es setzt sich aus engagierten Amateuren und Hobbymusikern zusammen, die nicht mehr zwingend aus Beamten bestehen müssen.

Mit rund 30 € pro Person, egal auf welchem Sitzplatz im großen Saal, ein günstiges Hörvergnügen, welches sich über zwei Stunden erstreckte. Neben „normalen“ Gästen, waren auch viele Freunde und Familienangehörige des Orchesters anwesend. Die Musiker mischten sich in der Pause ganz ungezwungen unter die Gäste, was es ein wenig privater erscheinen ließ.

Vor der Veranstaltung blieb uns leider kaum Zeit für andere Aktivitäten in Düsseldorf. Dank Rheinnähe konnten wir wenigstens einen kurzen Moment an der Promenade verbringen.

Die Tonhalle wurde 1825/26 als Mehrzweckhalle erbaut. Sie konnte sogar als Planetarium genutzt werden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde nach der teilweisen Zerstörung ein halbkugelförmiger Konzertsaal mit 1854 Sitzplätzen eingebaut. 2005 erfolgte die bisher letzte Umgestaltung.

Es war ein schöner musikalischer Abend. Hier ein Link zu der Veranstaltung:

https://www.tonhalle.de/veranstaltung/komet/20145-orchester-der-landesregierung

Weiter geht’s…

Im Herbst ist einiges im Garten zu tun. Neben dem Frühling die arbeitsreichste Zeit. Da das Wetter zwischendurch aber sehr durchwachsen ist, wird es nicht zu viel auf einmal.

Diese Woche waren die Brombeeren dran. Die Ruten die dieses Jahr ordentlich Früchte trugen, werden bodennah abgeschnitten. Im Laufe des Sommers wachsen neben Früchte auch die neuen Ruten, die dann im nächsten Jahr Brombeeren tragen werden. Die neuen Ruten befestige ich fächerartig am Zaun. So bekommt alles Licht und Luft. Fertig ist schon die Arbeit an den Brombeeren. Gar nicht so viel und überhaupt nicht schwer. Dank fehlenden Stacheln an unserer Sorte auch völlig harmlos.

Der Herbst hält auch farblich Einzug im Garten und auf dem Balkon. Am Schönsten sind immer die Hortensien, die ihr rosa gegen pink eintauschen und sich dazwischen auch Brauntöne vermengen. Für den Balkon habe ich eine herbstliche Schale für den Tisch geholt, die den Blick nach draußen verschönert.

Mein Mann konnte auch zum ersten Mal, nach dem heißen Sommer, den Rasen mähen. Er wurde in kürzester Zeit wieder grün und wächst nun wieder ordentlich Dank Regen. Stück für Stück geht es vorwärts im Garten.

Erdbeernachwuchs

Anfang September ist es Zeit die Ableger der Erdbeerpflanzen abzunehmen und in ein neues Beet zu setzen. Die Hitze scheint den Pflanzen nichts angetan zu haben, denn sie haben unzählige Ableger gebildet. Dieses Jahr waren es so viele, dass ich nur die größten Pflanzen mit den meisten Wurzeln genommen habe. Es waren immerhin sechzig Stück. Mit ein wenig Dünger ging es in die Erde. Nun müssen sie regelmäßig gegossen werden, damit sie gut bis zum Winter festgewachsen sind. Nächstes Jahr nach der Ernte werden die Mutterpflanzen entsorgt, da sie dann drei Jahre alt sind und kaum noch Früchte tragen werden. Ein ewiger Kreislauf der gut funktioniert und ein Neukauf kaum nötig ist.

Die Tomaten liegen in ihren letzten Zügen, auch die letzten Kartoffeln haben wir aus der Erde geholt. Enttäuschend waren dieses Jahr die Paprika – und Gurkenpflanzen. Pro Pflanze eine Frucht ist nichts. Aber auch von anderen Gärtnern haben wir ähnliches gehört. Es war wohl zu heiß. So unterschiedlich ist jedes Gartenjahr und wir wissen nie wie das nächste Erntejahr aussehen wird.

Der Herbst naht

Einige mögen mir wiedersprechen, der offizielle Herbstbeginn ist erst in ein paar Wochen. Wer allerdings aufmerksam durch die Natur streift oder einen Garten besitzt, sieht und spürt die ersten Anzeichen.

Nun haben die Goldruten, neben der Herbst Anemone ihren großen Auftritt. Dafür, dass sie sich selbst angesiedelt haben, fühlen sie sich sehr wohl und integrieren sich wunderbar. Die Zeit für den Phlox und die Hortensie neigt sich dem Ende entgegen. Dank ordentlich Kompost im Balkonkasten haben sich die Hornveilchen den Sommer über sehr gut gehalten. So langsam geht ihnen aber auch die Puste aus.

Zum Herbst hin nehmen die Ruten der wilden Brombeere an der Grundstücksgrenze überhand. Da wir die Hecke nur auf unserer Seite schneiden dürfen, können es wir die Ruten nur Jahr für Jahr kürzen. Da bevorzuge ich doch meine eigenen Brombeeren ohne Stacheln.

Die Erntezeit ist bei uns fast abgeschlossen, es bleiben nur noch Äpfel, Kartoffeln und die letzten Tomaten. Das schwarze Gras, mit dem Namen Schlangenbart, hat sich im Schatten schön integriert und breitet sich mit den Jahren weiter aus. Mich erstaunte die zwei Mohnblüten in unserer wilden Ecke. Ein seltener Anblick. Das erste welke Laub können wir schon zusammen harken. Ehe wir uns versehen ist die Gartensaison beendet.

Blühende Teddybären

Blühende Teddybären? Ja, ihr habt richtig gelesen. Jetzt wo die Temperaturen wieder mehr als angenehm sind, brachte mir mein Mann einen Blumenstrauß vom Markt mit. Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich gerne frische Blumen auf dem Esstisch stehen habe. In dem Strauß befand sich unter anderem dieses Prachtexemplar mit einem Durchmesser von 13 cm. Es ist eine gefüllte Sonnenblume mit dem Namen Teddybär, weil sie so puschelig ist. Echt witzig was sich so mancher für Namen einfallen lässt, wobei es oft mehr als passend ist.

Dank Regen, endlich, endlich gibt es Regen, waren wir diese Woche kaum im Garten. Aber ich höre die Natur bis hier her deutlich aufatmen. Unterwegs wirken schon viele Bäume sehr herbstlich. Ich bin gespannt ob sie dieses Jahr viel früher kahl sein werden als sonst. Ich hoffe ihr genießt es auch dem Regen und der Natur beim Aufatmen zu lauschen.

Einmal im Jahr …

… geht es auf die Kirmes, besser gesagt auf die Cranger Kirmes. Sie ist die größte hier in NRW und war ursprünglich ein Pferdemarkt. Urkundlich etwa 1484 erwähnt, gibt es dieses Marktrecht sogar länger als das Oktoberfest. Auf etwa 11 Hektar finden 465 von 1500 Bewerber ihren Platz. Ca. 4 Millionen Besucher vergnügen sich an 11 Tagen bei immer neuen Fahrgeschäften, Speis und Trank und wir sind dabei, Jahr für Jahr.

Es blüht und blüht und blüht

Der Basilikum und die Minze auf dem Balkon geben alles mit ihrer Blütenpracht. Unermüdlich schwirren die Hummeln an ihre Blüten und sorgen dafür, dass immer mehr Blüten entstehen. So viele Blüten hatten die Minzen in unserem Garten nie, dort gibt es aber auch andere verlockende Blühpflanzen. Der kriechende Günsel hat bereits viele Wurzeln gebildet. Jetzt warten wir darauf, dass bei uns Zeit und angenehmes Wetter überein stimmen. Die schöne bunte Schale auf dem Balkon wird weiterhin kaum besucht, was wirklich schade ist.

Eigentlich fotografiere ich hauptsächlich Pflanzen, sie können wenigstens nicht weglaufen oder fliegen. Manchmal aber habe ich Glück und erwische einen guten Moment um ein Insekt zu erwischen. Hummeln gibt es Dank Lavendel und Basilikum bei uns zuhauf. Auch die Kohlweißlinge sind im Garten nichts besonderes. Aber andere Schmetterlinge, wie der Distelfalter oben im Bild, ist hier schon etwas besonderes. Vor allem wenn ich ihn auch noch fotografieren kann. Es brauchte allerdings einige Versuche, weil er stetig seine Flügel öffnete und schloss.

Völlig neu war mir auch die gemeine Raubfliege, oben rechts. Es wirkt als wären alle Beine mittig am Körper verbunden. Sehr interessant, dass ich direkt im www nachschaute. Momentan sehe ich sie ständig, vorher habe ich sie nicht wirklich wahrgenommen. Zum Schluss noch ein Weberknecht, laut www könnte es ein Wandkanker, eine Art der Weberknechte sein. Da hat sich das Fotografieren diese Woche gelohnt.

Blütenpracht

Die Gärten stehen in voller Blüte und nicht nur wir fühlen uns um diese Jahreszeit wie im Schlaraffenland. Die Hibiskus Sträucher sind über und über voll mit fantastischen Blüten, so dass die Insekten sich gar nicht entscheiden können welche nun als nächstes besucht werden soll. Einen Vorteil muss es ja haben wenn der Regen auf sich warten lässt.

Die vorrangigen Farben in unserem Garten sind nun rosa und pink. Den großen Phlox könnte ich nach dem Verblühen ja zurück schneiden um eine zweite Blüte zu provozieren. Stattdessen lasse ich ihn so stehen, damit er sich mit den herabfallenden Samen weiter ausbreiten kann. Die verwelkten Rosen allerdings schneide ich zurück, so blühen sie teilweise bis in den Winter hinein. Die Herbstanemonen wetteifern wieder mit der rosafarbenen Rose, ja sie umschlingen sie sogar. Da muss ich zwischendurch ein paar Anemonen entfernen um der Rose Luft zu schenken. Ein ewiger Kreislauf welches das Gartenjahr durchläuft.

Erntezeit II

Wir haben das trockene Wetter genutzt um die Kartoffeln zu ernten. Da die Trockenheit nun schon ein paar Wochen anhält, kamen sie fast sauber aus der Erde. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben sich die Gurkenpflanzen berappelt und wir konnten nun schon die zweite Frucht ernten. Die Birnen sind noch lange nicht reif, werden aber schon von den Wespen angefressen. Trotz mehrer Wasserstellen im Garten fehlt auch den Insekten Flüssigkeit. Nach und nach können wir die leckeren Brombeeren pflücken und einfrieren. Auch die Kohlrabis sehen schon gut aus. Ohne regelmäßigen Wassergaben würde allerdings nichts reifen.

Der kriechende Günsel, in den oberen Bildern, hat einige Ableger gebildet. Sie liegen nun in einem mit Wasser gefüllten Untersetzer und werden hoffentlich Wurzeln bilden. Danach werden sie einen Platz im Garten bekommen. In unserer wilden Gartenecke verblüht so langsam der letzte Mohn und verteilt für nächstes Jahr seine Samen. Die Falle im Pflaumenbaum ist nun schon gut gefüllt. So hoffen wir im nächsten Jahr endlich Früchte ernten zu können. Die restlichen Pflaumen haben wir, egal ob reif oder nicht, alle vom Baum entfernt und entsorgt. Der Rest ist jetzt wohl Glückssache. Nun freuen wir uns erst einmal über die kühlere Woche, die zum Werkeln im Garten einlädt.

Erntezeit I

(unbezahlte Werbung)

Ehe man sich versieht, steckt man mittendrin in der Erntezeit. Hatte ich mir ursprünglich Gedanken gemacht wo ich all die Johannisbeeren unterbringen soll, hat es sich letzte Woche bei der Ernte schnell revidiert. Durch die Hitzewoche waren die Früchte auf der Südseite der Sträucher quasi vertrocknet. So kamen gerade mal 1,5 kg zusammen, woraus wir direkt Gelee zubereiteten. Somit hatte ich ein Problem weniger, da ich nichts einfrieren musste. Vom Markt holte ich auch meine geliebten Stachelbeeren. Gerade so viel, dass ich zwei Gläser Konfitüre zubereiten konnte. Außer mir mag sie leider keiner.

Nun sind nach und nach die Brombeeren reif, die ich erst einmal einfriere bis ich eine gewisse Menge für Konfitüre zusammen habe. Interessant dabei ist, dass die Ameisen dieses Jahr auf den Brombeersträuchern herum turnen, während sie letztes Jahr die Johannisbeeren bevorzugten. Vielleicht ist es auch ihnen in der prallen Sonne einfach zu heiß.

Interessant ist es auch auf dem Balkon. Der Basilikum wird von Morgens bis Abends von unzähligen Hummeln besucht. Ich habe das Gefühl es werden stetig mehr. Dafür wird der bunte Blumentopf mit den drei Bienenfreundlichen Pflanzen völlig ignoriert. Vielleicht hat es sich noch nicht herum gesprochen oder hier fehlen die entsprechenden Bienen. Dabei habe ich bewusst Bienenfreundliche Pflanzen für den Balkon ausgewählt. Mal abwarten, der Sommer ist ja noch lang.

Gartengeschichten

Dieses Jahr durften die Funkien wirklich früh ihre Blätter ausbilden, denn sie sind sonst ein besonderer Leckerbissen für Schnecken. Sogar die Blüten hatten es einfach. Dafür werden sie nun von Läusen bewohnt, die fleißig von Ameisen gemolken werden. Irgendwas ist ja immer.

Die unerträgliche Hitze hat auch etwas positives, hatten die Salate und die Zucchinipflanze vorher keine Chance, wegen der Schnecken, so blüht zumindest ein Salat wieder auf und die Zucchini bekommt wieder Blätter. Vielleicht können wir ja doch noch irgendwas davon ernten. Unser Pflaumenbaum Opal trägt dieses Jahr ordentlich Früchte, so viele waren es noch nie. Sogar eine Nasenfrucht ist dabei, was total witzig aussieht. Die Heidelbeeren schmecken von der Topfpflanze im Joghurt einfach vorzüglich.

Bei uns in der Gartenanlage beginnt nun wieder der Wiederbelebungskreislauf der Rasenflächen. Manche Gärtner mähen ihren Rasen so tief ab, dass er in kürzester Zeit komplett braun wird. Dann wird er durch ausgiebiges Wässern wiederbelebt. Man könnte ihn auch etwas länger wachsen lassen, dann beschattet er sich quasi selbst und bleibt länger grün. Wir gießen unseren Rasen nie und somit sparen wir viel von der wichtigen Ressource Wasser ein.

Hatte ich letzte Woche noch auf den blühenden Phlox gewartet, steht er nun in Blüte. Auch die ersten Taglilien erfreuen uns unter dem Harlekinbaum. Das rosa Löwenmäulchen wirkt ganz bezaubernd mit der lila Edeldistel im Hintergrund.

Mich überraschte noch ein großes Ochsenauge. Laut Netz soll er weit verbreitet sein, ich sehe ihn zum ersten Mal in unserem Garten. Jede Woche gibt es etwas neues zu entdecken.

Sommergarten

In der Zeit wo ich von der Donaureise und dem Ausflug zur LaGa in Neuss berichtet habe, hat sich im Garten und auf dem Balkon einiges getan.

Der Garten steht in voller Blüte. Einiges ist schon verblüht, wie die Allium Kugeln und die Fackellilien. Einiges benötigt noch etwas Zeit wie der große Phlox. Jede Woche erscheint der Garten etwas anders, Sonne und Regen sei Dank. Die Eisbegonien wären nicht unbedingt meine Wahl, aber als Mitbringsel vom Ältesten doch willkommen. Auf seiner Arbeit stehen unzählige Paletten im Überschuss. Das Johanniskraut welches wir bei der Umgestaltung am Vereinsheim retten konnten, dankt uns mit seiner gelben Blütenpracht.

Auch sind wir schon gefühlt mitten in der Erntezeit. Anfangs hatten wir eine wahre Erdbeerschwemme, nun mussten wir viele Früchte nach der nassen Schafskälte entsorgen. Sehr viele Früchte waren matschig, angefressen oder kümmerlich. Wie die Bauern es im Großen beklagten, so war es auch bei uns im Kleinen. Bei den Süßkirschen war es ähnlich, aber zwei Schälchen konnten wir dann doch ernten. Die Johannis- & Blaubeeren lassen auch nicht mehr lange auf sich warten. Die Zucchinipflanze und Jungsalate wurden von Schnecken restlos vertilgt, manchmal ist man einfach nicht schnell genug. Dafür sehen die Gurkenpflanzen, Kohlrabis und Kartoffeln gut aus.

Natürlich wucherte das Unkraut nach dem vielen Regen auch ordentlich, vor allem die Quecke macht wieder ihre Aufwartung. Wir sind aber gut dabei. Jetzt bei der Hitze heißt es aber nur gießen und ernten. 

Der Balkon ist nun gut bestückt mit Kräutern und Blühpflanzen. Da sich auf dem Balkon schnell die Hitze staut, muss ich beobachten was wem gut tut. Erstaunlicherweise hat der Sonnenliebende Basilikum als erstes schlapp gemacht. So werde ich an besonders heißen Tagen zwei Mal gießen müssen.