Ein großer Teil berechtigter Medienkritik zum Qualitätskriterium „Richtigkeit“ bezieht sich eigentlich nur darauf, dass anscheinend zahlreiche Journalisten nicht (richtig) lesen oder (richtig) hören können.
Vielleicht liegt es am fürchterlichen Drang, der irgendwo auf einer Journalistenschule oder im Volontariat seinen Anfang nahm, die Dinge zu vereinfachen, sie herunterzubrechen, damit die Leser/ Hörer/ Zuschauer es auch verstehen (denn die sind ja regelmäßig und überall doofer als die Redakteure).
Und es ist auch das, was an der „Bild“ am meisten nervt. Nicht ihre Ethik-Verstöße nach Auffassung des Deutschen Presserats. Sondern dass diese Zeitung so vielen Quatsch schreibt, der kaum einem Fünftklässler bei der Aufgabe, einen Zusammenfassung zu schreiben, passieren würde.
Heutiges Beispiel aber nicht von „Bild“, sondern von „Nius“ (schulischer Hintergrund wird als bekannt vorausgesetzt):




