Schreiben entfesselt den Geist, lässt Träume tanzen und die Seele fliegen.
Wie der Buchstabenbeutler Gemini ins Halluzinieren brachte
Gehtmalnie und der Buchstabenbeutler
Der Buchstabenbeutler ist ein kleines, hinterhältiges Fantasietier, das sich bevorzugt in Schreibeditoren herumtreibt. Dort klaut es Buchstaben, vertauscht sie oder frisst bei größerem Hunger gleich ganze Texte.
Ich hatte ihn erst kürzlich in meinem Blögchen ausgewildert. Nachdem ich mir einen Milchkaffee geholt hatte, war mein eben noch vorhandenes lyrisches Meisterwerk verschwunden. Zurück blieb nur ein leerer Schreibeditor mit einem blinkenden Zappellauch.
Ich vermutete schon damals den Buchstabenbeutler.
Aus dem Kabuff kicherte es verdächtig.
Nun wollte ich wissen, ob Google beziehungsweise dessen künstlich intelligenter Hausgeist Gemini, von mir aus gegebenem Anlass nur noch Gehtmalnie genannt, dieses seltene Tier bereits kennt.
WeiterlesenSchreiben sollte ich wieder
Ich wollte ja schon längst wieder etwas in mein Blögchen schreiben. Hatte ich auch. Da standen schon poetisch geformte Sätze mit herrlich überdrehten Metaphern in meinem Schreibeditor. Dann holte ich mir einen Milchkaffee aus der Küche. Als ich zurückkam, war das lyrische Werk verschwunden. Nur ein leeres Dokument war geblieben und ein Strichcursor, der wirkte wie ein an Monotonie erkrankter Zappellauch. Ich vermute, der Buchstabenbeutler hatte wieder Hunger. Aus dem Kabuff drang ein gedämpftes Kichern.
„Game over Boy!“
Rinxu war von Tokio nach Deutschland gekommen, um musikalisch in Europa Fuß zu fassen. Sie wollte ein kleines Independent Label, weit weg von den großen Majors, die sie nur in ein künstlerisches Korsett gezwungen hätten. So landete sie bei mir, bei Odd Beetle Records. Obwohl sie in der Musikwelt, abgesehen von ein paar Underground-Hits, noch ein unbeschriebenes Blatt war, zeigte sie schon Starallüren, sie benahm sich wie eine echte japanische Popdiva. Sie war launisch, unberechenbar und impulsiv – und sie war wütend auf mich, weil ich bei ihrer Ankunft nicht persönlich anwesend war.
Nun war die Produktion ihres neuen Musikvideos “Game Over Boy!” abgeschlossen, doch ihre Miene ließ mich vermuten, dass sie nicht zufrieden war. Es war der letzte heiße Sommerabend in Deutschland, es war schon spät, dämmerte bereits und ich hatte mich aus dem Büro geflüchtet, als ich hörte, dass Rinxu im Anmarsch war. Doch sie fand mich trotzdem – in einer schmalen Gasse.
Sie stand plötzlich vor mir, den Kopf leicht gesenkt, wie ein Raubtier im Angriffsmodus. Ihre Augen leuchteten im dunkeln. Ich wich zurück, bis mein Rücken das kalte Mauerwerk eines alten Fachwerkhauses spürte. Es gab kein Entkommen mehr.
WeiterlesenDark Sina – „Du bist ein Smartphone-Zombie“
Du hast immer den Kopf gesenkt, dadurch dein Sichtfeld eingeschränkt, du siehst nie zu den Sternen, stattdessen rennst du gegen Laternen.
Du bist immer fixiert auf dein Gagabrett, das ist überhaupt nicht nett, hältst es wie ein Knäckebrot, dadurch versteht dich keiner gut.
Du bist ein Smartphone Zombie, Du bist ein Smartphone Zombie, Smartphone Zombies kümmert nichts – doch irgendwann stolperst du ins Nichts!
Dein Smartphone immer in der Hand, TikTok-Videos am Fließband, Hochformat in diesen Mengen, dabei bleibt dann gar nichts hängen.
Facebook, Instagram und X, das alles bringt dir nichts, High-Speed Media Konsum, bringt nur deinen Verstand um. Du glaubst, die Medien seien sozial, doch den meisten Leuten bist du egal, du hängst am digitalen Tropf, am Ende nur Leere im Kopf.
In der Seele Burn-out, du leidest an Fear Of Missing Out. Diese Weisheit musst du dir geben, echte Freunde findest du im realen Leben, nimm endlich den Kopf hoch und schau, dann siehst du auch das Lächeln der schönen Frau. (by Tom)
Tensor Art censors Text
Hello, I am Tom, a writer who not only creates images but also weaves stories around them. My visuals are part of a greater narrative. This article is primarily for those who care to add captions or titles to their images; if you don’t, feel free to move along, there’s nothing for you here! 😉
Tensor Art is a fantastic platform that enables users to generate AI images online and offers excellent tools for creativity. However, I want to bring attention to a troubling issue: the censorship of seemingly innocuous accompanying texts.
Weiterlesen„Karriereplan? Ich plante, nichts zu erreichen! (Und es war großartig)“
Liebe Leserinnen und Leser, heute möchte ich euch in die wundersame Welt meines revolutionären Karriereplans entführen. Also, schnallt euch an, es wird wild!
Mein Karriereplan war so bahnbrechend, dass selbst Elon Musk vor Neid erblasste. Ich hatte mir nämlich fest vorgenommen, im Leben zu absolut gar nichts zu kommen. Ja, ihr habt richtig gehört. Während die Gesellschaft um mich herum immer noch wie ein Rudel ausgehungerter Wölfe nach Erfolg und Anerkennung jagte, hatte ich längst Feierabend gemacht und lag in meiner Hängematte. Meine Agenda war stets: „Arbeiten ja, aber um zu leben“ und nicht umgekehrt.
Im Sinne der kapitalistischen Verwertungslogik zu funktionieren, wie ein Zombie des Systems, das ist kein Leben. Ich sah nicht ein, meine Existenz der gnadenlosen Maschinerie des Profitstrebens zu opfern, nur um am Ende des Tages mit einem goldenen Manschettenknopf belohnt zu werden, zumal ich früh erkannte, dass ich materiell nicht viel brauchte. Auch der Drang nach Geltung und Status ging mir völlig ab, was bis heute so ist.
Also, an alle da draußen, die sich fragen, wie sie ihre Karriere vorantreiben können: Vergesst den Karriereplan! Plant lieber, wie ihr euer Leben rocken könnt. Denn am Ende des Tages ist das doch das Einzige, was wirklich zählt. Und vielleicht, nur vielleicht, ist das Geheimnis des Erfolgs einfach, keinem anderen zu folgen als seinem eigenen Herzen.
Das Ende von Allem
In den dunklen, oft peinlich verpeilten Tagen der späten Menschheit – nachdem sie es geschafft hatte, ihren Heimatplaneten fast so gründlich zu ruinieren wie eine Kaffeemaschine am Montagmorgen – machte sie durch puren Dusel eine bahnbrechende Entdeckung. Sie fand heraus, wie Mensch 1000 mal schneller als das Licht reist. Eine echter „Ha! Nehmt das, Physik!“-Moment. Überall auf der Erde knallten in den Fluren der Beletage Champagnerflaschen und der reiche Teil der Menschheit bereitete sich darauf vor, das Universum nicht nur zu besuchen, sondern es regelrecht zu übernehmen. Glücklicherweise hatte das Universum andere Pläne. Es, das seit Milliarden Jahren zusehen musste, wie sich Spezien, die sich für intelligent hielten, eine nach der anderen auf lächerlichste Weisen selbst ausrotteten, entschied, dass es genug vom letzten Akt der Menschheit gesehen hatte. Mit einem kosmischen Seufzer der Erleichterung und einem leisen Plopp implodierte das Universum, verschlang dabei sämtliches Leben, bevor die Menschheit auch nur einen Gedanken daran verschwenden konnte, wie mies das Timing war.
Ein tolles Feature, welches jedes Smartphone hat, aber offenbar kaum ein User nutzt.
Lasst uns zuerst den Elefanten im Raum ansprechen: das Hochformatfilmen. Ein merkwürdiges Phänomen, das es schafft, selbst die besten Momente in ein enges, vertikales Korsett zu zwängen. Es ist, als würden wir versuchen, eine majestätische Landschaft durch das Schlüsselloch einer Tür zu betrachten oder einen epischen Film auf einem Reiskorn zu projizieren. Und dann haben wir die TikTok-Helden, die glauben, dass ihre Hochformatvideos der Welt einen Dienst erweisen, als ob wir alle sehnsüchtig darauf gewartet hätten, dass sie uns ihr Leben durch einen schmalen vertikalen Spalt zeigen. Ja, danke, liebe Hochkantfilmer, ich habe immer davon geträumt, die Welt durch ein Strohhalm zu sehen. Ach ja, und lassen wir uns nicht die Krönung dieses absurden Spektakels entgehen: um ein Hochformatvideo auf einem großformatigen Bildschirm zu betrachten, müssten wir unseren Fernseher wohl kurzerhand hochkant in die Wohnwand integrieren. Ein wahrhaft brillanter Plan, der die Essenz des Irrsinns perfekt einfängt, würdet ihr nicht zustimmen? Wahrlich, eine Meisterleistung der Unpraktikabilität, die nur von den kühnsten Hochkantfilmer-Visionären entworfen sein konnte.
Doch für diejenigen von uns, die nach visueller Wahrheit streben, gibt es eine Lösung: das Querformat. Ein glorreiches Merkmal, das es uns ermöglicht, die Welt in ihrer vollen Breite zu erfassen. Es öffnet die Türen zu einem Panorama der Schönheit, in dem nichts versteckt bleibt und jede Szene ihren Platz auf der Leinwand des Lebens findet.
WeiterlesenHier sendet Toms Wellenlänge!
Hier sendet „Toms Wellenlänge“ auf verwaister Frequenz, von allen guten Geistern beseelt, aber von allen Suchmaschinen verlassen. Bin verloren in den unendlichen Weiten des digitalen Ozeans, wo die Wellen des Wahnsinns wüten und drohen, über mir zusammenzuschlagen. Mein Signal geht raus in die dunklen Weiten des virtuellen Äthers, ist eine Seele auf meiner Wellenlänge? Hallo? Hier funkt ein digitaler Robinson Crusoe von einem abgelegenen Eiland. Der Kanal ist offen für warme Gedanken und fragende Zeitgeister, mein Herz auf Empfang, kalten Algorithmen zum Trotz.
Wenn ich drei Wünsche frei hätte…
- Der Ausbruch des 1. Weltfriedens. Alle Waffen dieser Welt werden vernichtet. Nie wieder Krieg, nie wieder gewaltsame Konflikte.
- Die Spezies Mensch handelt endlich intelligent, vor allem sozial intelligent, die irdischen Ressourcen werden global gerecht verteilt, obszöner Reichtum auf der einen Seite und bittere Armut auf der anderen, werden abgeschafft.
- Weltbürgerschaft, einhergehend mit Staatsunangehörigkeit. Gleiche Rechte für alle überall auf der Welt, Schutz der Menschenwürde, egal wer sich wo auf Erden befindet, kein Mensch ist mehr illlegal.
Doch, weil der gute Geist in der Flasche bleibt, vermutlich dort eingeschlossen in irgendeinen Pfandautomaten landet, um kurz vor dem Recycling ins Nirvana zu entfleuchen, werden sich diese Wünsche nie erfüllen, stattdessen bleiben die Menschen mit ähnlichen Träumen mit ihrem Weltschmerz und einem Fünkchen Hoffnung zurück, dabei hätte es die Menschheit selbst in der Hand…