Wir sind Lichtwesen. Das ist nicht nur eine mystische Erfahrung, auf die das Wort Erleuchtung und die Bedeutung des Lichts in vielen Religionen hinweist, sondern auch eine naturwissenschaftliche Erkenntnis.
Albert Hofmann (1906 – 2008)
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Wer den religiösen Glauben
als Einbildung oder Illusion liquidiert,
sollte sich nicht
mit der geistigen Gesundheit befassen.
Karl Jaspers (1883 – 1969)
Das Herz ist der Schlüssel der Welt und des Lebens. Man lebt in diesem hülflosen Zustande, um zu lieben – und anderen verpflichtet zu sein. Durch Unvollkommenheit wird man der Einwirkung andrer fähig, und diese fremde Einwirkung ist der Zweck. In Krankheiten sollen und können uns nur andere helfen. So ist Christus, von diesem Gesichtspunkt aus, allerdings der Schlüssel der Welt.
Novalis / Friedrich von Hardenberg (1772 – 1801)
Die Sprache ist Delphi · Novalis träumt
Das Hörstück Die Sprache ist Delphi (47:30 Min.) verdichtet eine Auswahl der „Fragmente“ von Novalis zu einem Monolog. Die Textfassung ist von Ronald Steckel, der Sprecher ist Michael König und die Regie führte Ulrich Gerhardt, einer der renommiertesten Hörspielregisseure Deutschlands.
Das Hörstück Novalis träumt (32:30 Min.) ist ein von Ronald Steckel komponiertes Sprachspiel, das Fragmente dieses Monologes aufgreift.
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Die Menschheit hat außer dem künstlerischen Bild nichts uneigennützig erfunden, und vielleicht besteht tatsächlich der Sinn der menschlichen Existenz in der Erschaffung von Werken der Kunst, im künstlerischen Akt, der zweckfrei und uneigennützig ist. Vielleicht zeigt sich gerade darin, dass wir nach Gottes Ebenbild erschaffen wurden.
Andrej Tarkowskij (1932 – 1986) ~ (Filme u.a. Andrej Rubljow, Solaris, Nostalghia)
Auszug aus dem Schlusswort von „Die versiegelte Zeit“, das hier erschienen ist: TEXTE ZUM GEISTIGEN IM FILM. ORGANISATION ZUR UMWANDLUNG DES KINOS. SECTOR 16. Ausgewählt von Klaus Weingarten, Jan Korthäuer und Hauke Johanna Gerdes, 2017
https://www.verlagmagischeblaetter.eu/texte-zum-geistigen-im-film
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Seit sie damals, bettheiß, als die Hure
übern Jordan floh und, wie ein Grab
gebend, stark und unvermischt das pure
Herz der Ewigkeit zu trinken gab,
wuchs ihr frühes Hingegebensein
unaufhaltsam an zu solcher Größe,
dass sie endlich, wie die ewige Blöße
Aller, aus vergilbtem Elfenbein
dalag in der dürren Haare Schelfe.
Und ein Löwe kreiste; und ein Alter
rief ihn winkend an, dass er ihm helfe:
(und so gruben sie zu zwein.)
Und der Alte neigte sie hinein.
Und der Löwe, wie ein Wappenhalter,
saß dabei und hielt den Stein.
Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) ~ Frühsommer 1908, Paris
http://www.rainer-maria-rilke.de/090027dieaegyptischemaria.html