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Die Südliche Schwarze Witwe (Latrodectus mactans) ist eine Spinne aus der Familie der Kugelspinnen (Theridiidae). Die anpassungsfähige Spinne bewohnt eine Vielzahl an Habitaten (Lebensräumen) auf dem amerikanischen Doppelkontinent und ist aufgrund ihrer Synanthropie (Anpassung an menschliche Siedlungsbereiche) auch in und an Gebäuden sowie weiteren vom Menschen geschaffenen Nutzflächen häufig anzutreffen. Sie war ursprünglich im Südosten Nordamerikas sowie in Teilen Mittelamerikas heimisch, wurde jedoch in Asien und Südamerika eingeführt. Die Art ist ein mittelgroßer Vertreter der Echten Webspinnen (Araneomorphae) und wie alle Echte Witwen (Gattung Latrodectus) eine vergleichsweise große Kugelspinne, wobei das Weibchen wie auch bei anderen Arten der Gattung wesentlich größer als das Männchen wird. Das Weibchen der Südlichen Schwarzen Witwe teilt mit anderen Arten der Echten Witwen die schwarze Grundfarbe, was zur deutschsprachigen Bezeichnung „Schwarze Witwen“ geführt hat, während das kontrastreicher gefärbte Männchen mehrheitlich verschiedene Brauntöne aufweist. Die Spinne besitzt auf der ventralen (unteren) Fläche des Opisthosomas (Hinterleibs) die dort für Echte Witwen typische und im Falle dieser Art orange oder rötliche Sanduhrzeichnung. Wie alle Spinnen lebt die Südliche Schwarze Witwe räuberisch. Die Südliche Schwarze Witwe zählt zu den bekanntesten Giftspinnen überhaupt und zu den wenigen Spinnen weltweit, deren Biss auch für einen gesunden erwachsenen Menschen mit lebensbedrohlichen Komplikationen einhergehen kann. – Zum Artikel …
Was geschah am 17. Juni?
- 1501 – In Thorn stirbt Johann I. Albrecht aus der Dynastie der Jagiellonen, der seit 1492 das Königreich Polen führte.
- 1876 – Schlacht am Rosebud Creek: Etwa 1500 Lakota- und Cheyenne-Indianern unter Führung von Häuptling Crazy Horse gelingt ein Überraschungsangriff auf etwa 1000 Soldaten der US-Armee unter Befehl von General George Crook, wodurch deren Vormarsch nach Norden aufgehalten wird.
- 1901 – In Berlin beginnt die „II. Orthographische Konferenz“, auf der unter Beteiligung von Konrad Duden „Beratungen über die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung“ stattfinden und ein amtliches Regelwerk für den Behördengebrauch beschlossen wird.
- 1936 – Im britischen Nuneaton kommt der Filmregisseur und Drehbuchautor Ken Loach (Bild) zur Welt, mit den Spielfilmen The Wind That Shakes the Barley und Ich, Daniel Blake zweimaliger Gewinner der Goldenen Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes.
- 1976 – Eckhard Dagge wird als erster Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg Profiweltmeister im Boxen.
In den Nachrichten
- Marius Borg Høiby ist wegen zweifacher Vergewaltigung und Körperverletzung zu vier Jahren Haft verurteilt worden.
- Bei einem russischen Angriff wurde die Kathedrale (Bild) des zum UNESCO-Welterbe gehörenden Kiewer Höhlenklosters in Brand gesetzt.
- Das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) der EU ist am 12. Juni in Kraft getreten.
Kürzlich Verstorbene
- Daveigh Chase (35), US-amerikanische Schauspielerin († 16. Juni)
- Carlo Ginzburg (87), italienischer Historiker und Kulturwissenschaftler († 16. Juni)
- Camillo Ruini (95), italienischer Kardinal († 16. Juni)
- Rosamond McKitterick (77), britische Historikerin († 13. Juni)
- Udo Schagen (86), deutscher Medizinhistoriker († 4. Juni)
Schon gewusst?
- Hundert Jahre nach ihrer Entstehung bekam die Roll of Distinguished Philatelists zwei neue „Väter der Philatelie“.
- Der englische Rugbyspieler Gilbert Harrison sammelte nicht nur Briefmarken, sondern wurde einer der „Fathers of Philately“.
- Der Völkerschau-Darsteller Hersi Egeh Gorseh machte den Import von Singer-Nähmaschinen zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell in Somalia.
- Homophobie und Rassismus waren Julia Nicol gleichermaßen ein Dorn im Auge.