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Ferdinand von Arnim (Architekt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ferdinand von Arnim.

Ferdinand Heinrich Ludwig von Arnim (* 15. September 1815 in Treptow an der Rega; † 27. März 1866 in Berlin) war ein deutscher Architekt und preußischer Baubeamter, der sich daneben auch als Aquarellmaler betätigte. Er war ein Schüler von Karl Friedrich Schinkel und wirkte hauptsächlich in Berlin und in Potsdam.

Seine Eltern waren Ludwig I. (Friedrich Ludwig I.) von Arnim (1783–1827) und Henriette Wilhelmine Gadebusch (1778–1844) aus Treptow in Pommern. Der Vater war zunächst preußischer Hauptmann und später Hauptsteueramtsrendant in Prenzlau. Ferdinand hatte drei Schwestern. Die Mutter lebte als Witwe in Stralsund.

Von 1833 bis 1838 erhielt er in Berlin an der Königlichen Bauschule eine Ausbildung zum Architekten. 1839 wurde er Mitglied im Architektenverein zu Berlin. Ab 1840 arbeitete er als Bauführer unter Ludwig Persius, 1844 wurde er Bauinspektor, 1845 Baumeister in der Schlossbaukommission. Außerdem wirkte er als Architekt des Prinzen Carl von Preußen.

Grabstätte auf dem Bornstedter Friedhof.

Mit der 1844 geheirateten Marie (Marie Luise Wilhelmine) Luck (1822–1907) hatte Ferdinand von Arnim fünf Kinder, eine Tochter und vier Söhne. Die Tochter Marie (1845–1903) ehelichte in Potsdam den späteren Generalmajor Carl Freiherr von Diepenbroick-Grüter. Einer der Söhne war der General d. Inf. Hans von Arnim (1846–1922), der jüngste Sohn Ernst von Arnim (1852–1927) preußischer Generalmajor. Achim von Arnim ist ein Enkel.

Ab 1846 war er als Lehrer, ab 1857 als Professor an der Berliner Bauakademie tätig. 1848 wurde er Hofbaumeister. 1855–1863 war er unter anderem für Fürst Hermann von Pückler-Muskau in Branitz tätig. 1862 wurde er Hofbaurat im Potsdamer Ressort des Ludwig Ferdinand Hesse (1795–1876).

Am 27. März 1866 starb er und wurde auf dem Familienfriedhof der Familienstiftung Hofgärtner Hermann Sello, einem Teil des Bornstedter Friedhofs, beigesetzt.[1]

Eines der zehn Schweizerhäuser von Ferdinand von Arnim in Klein Glienicke, aus Architektonisches Skizzenbuch.
  • Vorstand von Arnim`schen Familienverband-Martin von Arnim-Kropstädt (Hrsg.): Das Geschlecht von Arnim. In: Deutsches Familienarchiv, Band 137 bis 140, Degener & Co., Neustadt/Aisch 2002, ISSN 0012-1266, ISBN 3-7686-5178-9.
    • Jochen von Arnim-Mürow-Neuensund, Gerd-H. Zuchold: IV. Teil: Chronik der Familie im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert. (Haus Kraatz), Neustadt/Aisch 2002, S. 124 ff.
    • Jasper von Arnim-Suckow-Klemzow, u. v. a.: V. Teil: Stammtafeln. Neustadt/Aisch 2002, Tafel 046.
  • Bernd Janowski: Ferdinand von Arnim als Hofbaumeister des Prizen Karl. In: Die Mark Brandenburg. Heft 76, Berlin 2010, ISBN 978-3-910134-07-2.
Commons: Ferdinand von Arnim – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Knerger.de: Das Grab von Ferdinand von Arnim.
  2. ↑ Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. 1874. Jahrgang 47, Justus Perthes, Gotha 1873, S. 327.
  3. ↑ Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. 1881. Jahrgang 54, Justus Perthes, Gotha 1880, S. 345.
  4. ↑ Hermann Josef Sieben, Heinrich Bacht (Vorwort): Joseph Hubert Reinkens. Briefe an seinen Bruder Wilhelm (1840-1873). Eine Quellenpublikation zum rhein. und schles. Katholizismus des 19. Jahrhunderts und zu den Anfängen d. d. altkath. Bewegung. Band 2, In: Bonner Beiträge zur Kirchengeschichte. Band 10; Böhlau, Köln/Wien 1979, S. 1282.
  5. ↑ Sabine Bohle-Heintzenberg, Manfred Hamm: Architektur & Schönheit. Die Schinkelschule in Berlin und Brandenburg. Transit Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-88747-121-0, S. 110.