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Gaetano Bisleti

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Gaetano Kardinal Bisleti (1922)
Kardinalswappen

Gaetano Kardinal Bisleti (* 20. März 1856 in Veroli, Provinz Frosinone, Italien; † 30. August 1937 in Grottaferrata, Provinz Rom) war ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Gaetano Bisleti erhielt seine theologische und philosophische Ausbildung in Tivoli und Rom. Er empfing am 20. September 1878 das Sakrament der Priesterweihe und war anschließend sechs Jahre lang Kanoniker in Veroli. 1889 erhielt er die Ernennung zum Kanoniker der patriarchalen vatikanischen Basilika in Rom. Papst Leo XIII. verlieh ihm 1901 den Titel eines Päpstlichen Hausprälaten und Päpstlichen Kämmerers. in diesen Ämtern bestätigte ihn Papst Pius X. nach seiner Wahl im Jahre 1903. 1905 wurde Gaetano Bisleti Präfekt des Päpstlichen Haushalts, damals Majordomus genannt. Einen Monat vor seiner Kardinalskreierung leitete er im Auftrag des Papstes am 21. Oktober 1911 in der Schlosskapelle von Schloss Schwarzau am Steinfeld in Niederösterreich die Trauungszeremonie für den österreichischen Erzherzog Karl, den späteren Kaiser Karl I., und seine Braut Zita von Bourbon-Parma, die letzte große Prinzenhochzeit in der Donaumonarchie.[1][2] Papst Pius X. nahm ihn am 27. November 1911 zusammen mit 17 weiteren neuen Purpurträgern als Kardinaldiakon mit der Titeldiakonie Sant’Agata dei Goti in das Kardinalskollegium auf. Es handelte sich um das Konsistorium mit den meisten Neukreierungen bis 1935.[2]

Gaetano Kardinal Bisleti war Ehren- und Devotions-Großkreuz-Bailli des Souveränen Malteserordens und von 1914 bis 1937 Großprior des Großpriorates von Rom des Malteserordens.[3] Er wurde 1915 Kardinalpräfekt der neu eingerichteten Kongregation für die Seminare und Universitäten. Als Kardinalprotodiakon krönte er am 12. Februar 1922 Papst Pius XI. Gaetano Kardinal Bisleti vertrat den Papst bei mehreren Feierlichkeiten als päpstlicher Legat. 1928 wurde er unter Beibehaltung seiner Titelkirche zum Kardinalpriester pro hac vice erhoben. 1932 wurde er Präsident der Päpstlichen Kommission für Biblische Studien, Großkanzler der Päpstlichen Universität Gregoriana und Präsident der Päpstlichen Kommission für Sakralmusik. Gaetano Kardinal Bisleti starb am 30. August 1937 in Grottaferrata und wurde im Marienheiligtum L’Olivella in Veroli bestattet. Er wurde nie zum Bischof geweiht.

Commons: Gaetano Bisleti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Eszter Gaálné Barcs, Beáta Vitos-Merza: Die letzte große Vermählung in dem Habsburger Reich. Otto von Habsburg Stiftung, abgerufen am 3. Juni 2026.
  2. 1 2 Kardinal Kajetan Bisleti gestorben. In: Salzburger Chronik, 3. September 1937, S. 6 (online bei ANNO).
  3. ↑ Cardinale Gaetano Bisleti. In: Ordine di Malta Italia. Abgerufen am 5. Juni 2026 (italienisch).
VorgängerAmtNachfolger
Francesco Salesio Kardinal della VolpeKardinalprotodiakon
1916–1928
Camillo Kardinal Laurenti