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Gertraud Wendlandt

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Gertraud Wendlandt (* 13. August 1951 in Altentreptow; † 27. April 2023) war eine deutsche Bildhauerin.

Gertraud Wendlandt zeigte schon als Kind eine Begabung zur figürliche Gestaltung. Sie absolvierte bis 1969 in Demmin eine Berufsausbildung zur Motorenbauerin mit Abitur. Danach arbeitete sie als Theaterplastikerin im Malsaal des Friedrich-Wolf-Theaters Neustrelitz. Von 1971 bis 1976 studierte sie Bildhauerei bei Karl-Heinz Schamal, Karl Lemke und Werner Stötzer an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Nach dem Studium lebte sie als freischaffende Bildhauerin in Klink, bis 1979 mit einem Fördervertrag. Sie betätigte sich ehrenamtlich aktiv im Verband Bildender Künstler der DDR, dem sie bis 1990 angehörte.

Ab 1995 lebte und arbeitete sie in Lansen-Schönau, das heute zu Peenehagen gehört. Dort hatte sie mit Freunden, die das Figurentheater Ernst Heiter betreiben,[1] ab 1992 aus einer alten Baracke ihr Heim erbaut.

1989 beteiligte sie sich anlässlich der Ausstellung „Werner Stötzer. Seine Lehrer. Seine Schüler“ in der Berliner Galerie im Körnerpark an einer Podiumsdiskussion mit „West- und Ostkünstlern“.[2]

Ab 1990 war Gertraud Wendlandt Mitglied des Künstlerbunds Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BKK.

Bildhauerische Arbeiten Gertraud Wendlandts befinden sich in u. a im Skulpturenpark Schwaan, auf der Museumsinsel von Schloss Gottorf, im Museum Flensburg und in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe. 2018 schuf sie das Bronzerelief des Grabdenkmals am Ehrengrab von Anagarika Govinda in Waldheim.[3]

Ihren Vorlass übereignete Gertraud Wendlandt dem vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte getragenen Archiv Bildende Kunst.

Gertraud Wendlandt war Mutter eines Sohnes.

„Grundlage ihres plastischen und zeichnerischen Schaffens war und ist stets die Figur, der nackte menschliche Körper, das dominierende Thema der abendländischen Plastik seit der Antike. Fast immer neigt die Künstlerin dazu, ihren figurativen männlichen und weiblichen Akten und Köpfen aus Ton, Beton und Bronze eine in sich ruhende, beinahe architektonisch wirkende Stabilität zu verleihen.“

François Maher Presley

  • Porträt meines Nachbarn (1982/1983; Beton)[4]
  • Porträt eines Bauern (1985; Beton; Höhe: 38 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR)

Ausstellungen (unvollständig)

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Einzelausstellungen

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  • 1980 und 1985: Klink
  • 1985: Berlin, Galerie im Turm ("Plastik und Zeichnungen. Sylvia Hagen, Manfred Hübner, Manfred Strehlau, Christiane Wartenberg, Gertraud Wendlandt")
  • 1987: Sassnitz
  • 1988: Waren
  • 1988/1989: Neubrandenburg, Galerie am Pferdemarkt („Vier Temperamente. Margot Sperling, Sylvia Hagen, Adelheid Sandhof, Gertraud Wendlandt. Landschaft, Figuration, Porträt“)
  • 2001: Neustrelitz, Schlosskirche (mit Sylvia Hagen)

Gruppenausstellungen

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  • 1979 und 1984: Neubrandenburg, Bezirkskunstausstellungen
  • 1979/1980: Dresden, Albertinum („Junge Bildhauerkunst der DDR“)
  • 1980: Frankfurt/Oder, Sport- und Ausstellungszentrum („Junge Künstler der DDR “)
  • 1984: Berlin, Altes Museum („Junge Künstler der DDR“)
  • 1987/1988: Berlin, X. Kunstausstellung der DDR
  • 1988: Berlin, Franziskaner Klosterkirche ("Plastik-Galerie. Plastik in der Franziskaner-Klosterkirchenruine ")
  • 1989: Berlin, Galerie im Körnerpark und Bildhauergalerie Messer-Ladwig („Werner Stötzer, seine Lehrer, seine Schüler“)
  • 1990: Demmin ("Plastik im Marienhain Demmin")
  • 1999: Schwerin ("Landesweite Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern")

Einzelnachweise

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  1. ↑ Figurentheater Ernst Heiter - mobile Bühne mit Puppen und Schauspiel auch open air. Abgerufen am 7. März 2024.
  2. ↑ Brigitte Hammer: Frauen in der Bildhauerei. In: Die Tageszeitung: taz. 30. August 1989, ISSN 0931-9085, S. 17 (taz.de [abgerufen am 7. März 2024]).
  3. ↑ Birgit Zotz u . a. (Hrsg.): Ein Weitergereister kehrt zurück. Wege der Asche Anagarika Govinda. 2021 (ohne Seitenangabe)
  4. ↑ Abbildung im Katalog der Ausstellung Junge Künstler der DDR 1984