Herßum
Herßum Gemeinde Lähden | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 45′ N, 7° 39′ O | |
| Fläche: | 12,84 km²[1] | |
| Einwohner: | 488[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 38 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. Februar 1971 | |
| Postleitzahl: | 49774 | |
| Vorwahl: | 05964 | |
Lage von Herßum in Niedersachsen | ||
Herßum ist ein Ortsteil und eine Gemarkung der Gemeinde Lähden im Landkreis Emsland in Niedersachsen. Bis 1971 bildete Herßum eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Meppen.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Dorf Herßum liegt etwa fünf Kilometer östlich von Lähden. Zu Herßum gehören außerdem die Wohnplätze Herßumermühle, Im Holz, Moorhäuser, Ostermoor und Paterhäuser. Die Südradde bildet die südliche Grenze der Gemarkung Herßum.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bauerschaft Herßum gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Kirchspiel Holte im Amt Meppen des Niederstifts Münster.[2] Von 1803 bis 1810 gehörte der Ort zum Herzogtum Arenberg-Meppen. Von 1811 bis 1813 gehörte Herßum zu Frankreich und dort zum Kanton Haselünne im Departement der Oberen Ems.[3] 1814 fiel der Ort an das Königreich Hannover und gehörte dort zum Amt Haselünne. 1867 fiel die Gemeinde Herßum mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Hümmling sowie seit 1932 zum Landkreis Meppen. Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Herßum am 1. Februar 1971 Teil der Gemeinde Lähden, die seit 1977 zum Landkreis Emsland gehört.[4]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1812 | 313 | [3] |
| 1845 | 406 | [5] |
| 1871 | 348 | [6] |
| 1885 | 316 | [7] |
| 1895 | 298 | [8] |
| 1910 | 374 | [9] |
| 1925 | 389 | [10] |
| 1939 | 425 | [10] |
| 1950 | 517 | [11] |
| 1961 | 376 | [11] |
| 1970 | 427 | [11] |
Bau- und Bodendenkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Bauernhaus Mittelort 15, der Glockenturm am Mittelort, das Backhaus Brauke 9 und die Wegekapelle an der Straße nach Holte-Lastrup stehen unter Denkmalschutz. Das Großsteingrab im großen Sande ist ein geschütztes Bodendenkmal.
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der SV Herßum 1982 ist ein ortsansässiger Fußballverein.[12] Der Schützenverein Herßum betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des lokalen Brauchtums.[13]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Herßum
- ↑ Anton Friedrich Büsching: Lagerbuch des Bistums Münster 1769. In: Magazin für die neue Historie und Geographie. Band 20. Johann Jacob Curts Witwe, Halle (Saale) 1786, S. 74 (google.de).
- 1 2 Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 198 (google.de).
- ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1971
- ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 126 (google.de).
- ↑ Volkszählung 1871
- ↑ Volkszählung 1885
- ↑ Volkszählung 1895
- ↑ Der Kreis Hümmling im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2023.
- 1 2 Michael Rademacher: Aschendorf. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
- ↑ Webseite zum SV Herßum 1982
- ↑ Webauftritt des Schützenvereins Herßum
