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Hydrocharis

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Hydrocharis

Europäischer Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae)
Unterfamilie: Hydrocharitoideae
Gattung: Hydrocharis
Wissenschaftlicher Name
Hydrocharis
L.

Hydrocharis ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae).

Schwimmblätter von Hydrocharis dubia
Hydrocharis spongia
Illustration aus Aquatic and wetland plants of southwestern United States, S. 158 von Hydrocharis spongia

Vegetative Merkmale

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Hydrocharis-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen.[1] Sie sind Schwimmpflanzen oder wurzeln im flachen Süßwasser.[2] Die Stängel sind kurz. Es werden Ausläufer gebilden.[1]

Die Laubblätter sind schwimmend oder untergetaucht, selten auch aus der Wasseroberfläche herausragend.[1] Die in einer grundständigen Rosette angeordneten[2] Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreite ist eiförmig, rundlich oder nierenförmig, ganzrandig,[2] mit stumpfem bis leicht spitzem Ende.[2][1] Die ein oder zwei Blattdornen sind transparent und trockenhäutig.[2] Es sind mehr als fünf der Blattadern gekrümmt.[1]

Generative Merkmale

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Hydrocharis-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch).[2] Die eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig.[1] Die Spathas sind ein- oder zweiklappig.[1]

Die männlichen Spathas stehen über einem Blütenstandsschaft und enthalten ein bis sechs Blüten.[1] Männliche Blüten sind kurz gestielt.[2] Ihre drei haltbaren, weißen oder grünlich-weißen Kelchblätter sind länglich-elliptisch mit stumpfem oberen Ende.[2] Ihre drei weißen oder gelblichen Kronblätter sind breit-eiförmig[1] mit gerundetem oberen Ende, häutig und viel länger sowie breiter als die Kelchblätter.[2] Die Anzahl der Staubblätter beträgt je nach Quelle 5 bis 12[1] oder 9 bis 12[2]. Die Staubbeutel sind dorsal fixiert und besitzen zwei Theken.[2]

Die weiblichen Spathas sind sitzend und enthalten nur eine Blüter.[1] Die weiblichen Blüten sind lang gestielt und ragen geringfügig aus der Spatha heraus.[2] Kelch- und Kronblätter entsprechen denen der männlichen Blüten.[2] Der Fruchtknoten ist elliptisch.[1] Die sechs Griffel sind frei, flach und kurz zweilappig oder zweispaltig.[1][2] Es sind zahlreiche Samenanlagen vorhanden.[1]

Die beerenartigen Früchte sind breiig, elliptisch bis kugelförmig, sechsrippig, unecht sechskammerig und enthalten viele Samen und die Spalten an der Spitze sind unregelmäßig.[2] Die Samen sind ellipsoid[1] und ihre Samenschale ist breiig.[2]

Hydrocharis kommt ursprünglich im tropischen[2] Afrika, in Asien, in der Neotropis und Europa[2] vor. Eine Art ist im gemäßigten Australien ein Neophyt.[1][3] Eine Art kommt in Europa in fast allen Ländern vor und fehlt nur in Albanien und in Island.[3]

Die Gattung Hydrocharis wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 1036 aufgestellt.[1][3] Typusart ist Hydrocharis morsus-ranae L. Synonyme für Hydrocharis L. sind: Hydrocharella Spruce ex Benth. & Hook. f., Hydromystria G.Mey., Jalambicea (Cerv.) Cerv., Limnobium Rich., Rhizakenia Raf., Trianea H.Karst.[3]

Sie enthält seit 2018 etwa fünf Arten:

  • Hydrocharis chevalieri (De Wild.) Dandy: Sie kommt von Benin bis ins tropische Zentralafrika vor.[3]
  • Hydrocharis dubia (Blume) Backer: Sie kommt von tropischen Asien bis Ostasien verbreitet. Sie ist im nördlichen Australien ein Neophyt.[3]
  • Südamerikanischer Froschbiss (Hydrocharis laevigata (Humb. & Bonpl. ex Willd.) Byng & Christenh., Syn.: Hydromystria laevigata (Humb. & Bonpl. ex Willd.) Hunz., Limnobium laevigatum (Humb. & Bonpl. ex Willd.) Heine, Limnobium spongia subsp. laevigatum (Humb. & Bonpl. ex Willd.) Lowden, Salvinia laevigata Humb. & Bonpl. ex Willd., Hydrocharella echinospora Spruce ex Benth. & Hook. f., Hydrocharis stolonifera (G.Mey.) Kuntze, Hydromystria sinclairii (Benth.) Hauman, Hydromystria stolonifera G.Mey., Jalambicea repens Cerv., Limnobium bogotense (H.Karst.) G.Nicholson, Limnobium sinclairii Benth., Limnobium stoloniferum (G.Mey.) Griseb., Trianea bogotensis H.Karst., Trianea neovisae Romero): Diese Neukombination erfolgte 2018. Er ist von Mexiko über Zentralamerika und karibischen Inseln und in Südamerika bis Chile verbreitet. Er ist in einigen Ländern ein Neophyt.[3]
  • Europäischer Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae L., Syn.: Hydrocharis asarifolia Gray nom. illeg. superfl., Sagittaria triflora Miq., Hydrocharis asarifolia var. odoratissima Gray, Hydrocharis batrachyodegma St.-Lag., Hydrocharis cordifolia St.-Lag. nom. illeg., Hydrocharis morsus-ranae var. vivipara Ces., Hydrocharis morsus-ranae subsp. vivipara (Ces.) Arcang., Hydrocharis rotundifolia Gilib.): Er kommt von Europa bis Westsibirien und zum Kaukasusraum und in Nordwestafrika vor.[3]
  • Nordamerikanischer Froschbiss (Hydrocharis spongia Bosc, Syn.: Limnobium spongia (Bosc) Steud., Hydrocharis cordifolia Nutt. nom. illeg. superfl., Limnobium boscii Rich. nom. illeg. superfl., Rhizakenia ovata Raf.): Er kommt in den USA von Texas bis New York vor.[3]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 Qingfeng Wang, Youhao Guo, Robert R. Haynes, C. Barre Hellquist: Hydrocharitaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 23: Acoraceae-Cyperaceae., Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2010, ISBN 978-1-930723-99-3. Hydrocharis Linnaeus. S. 97 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 Abdul Ghafoor: Hydrocharitaceae. Hydrocharis bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. Louis, S. 10.
  3. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Hydrocharis. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 2. Oktober 2026.
Commons: Hydrocharis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien