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Jutta Amsel

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Jutta Amsel (* 3. April 1937 in Scheidegg; † 2. Dezember 2020 in Lindau am Bodensee) war eine deutsche Malerin[1]. Ihr Werk wurde vor allem im süddeutschen Raum sowie im Bodenseeraum in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.

Jutta Amsel wuchs in unterschiedlichen Lebensumfeldern im städtischen und ländlichen Raum auf. Während ihrer Schulzeit in Stuttgart erhielt sie erste Eindrücke zeitgenössischer Malerei.

Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Heinrich Wildemann[2]. In dieser Zeit bestand eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit dem Maler Hans Fähnle, der der sogenannten „verschollenen Generation“[3] zugerechnet wird.

Im Anschluss setzte sie ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste München[2] fort. Seit 1964 war sie als freischaffende Künstlerin tätig.

Es folgten Arbeits- und Studienaufenthalte in verschiedenen europäischen Regionen, darunter am Bodensee, in Griechenland, Italien, Irland sowie in Nordfriesland. Von 1973 bis 1975 studierte sie zusätzlich druckgrafische Techniken an der Accademia Belle Arti in Urbino.

Zwischen Januar und Juli 1979 war sie Gast im Atelierhaus der Künstlerkolonie Worpswede. Seit 1982 lebte und arbeitete sie in Lindau am Bodensee.

1991 unternahm sie eine Arbeitsreise in die Vereinigten Staaten, deren Eindrücke in späteren Werken verarbeitet wurden.

Das Frühwerk der Künstlerin ist durch Ölmalerei geprägt. Später wandte sie sich verstärkt der[4] Acrylmalerei mit einem farbintensiven Spektrum zu. Parallel dazu entstanden Collagen und Arbeiten auf Papier[5].

Während ihrer Zeit in München arbeitete sie mit dem Bildhauer Josef Henselmann zusammen und schuf plastische Objekte. Zu ihrem plastischen Werk zählen insbesondere[6] Holzskulpturen aus Treibholz, das sie am Bodensee sammelte[7].

Im Rahmen von Künstlerbegegnungen und regionalen Kunstprojekten war sie an interdisziplinären Ausstellungsformaten beteiligt, darunter Veranstaltungen im Umfeld der Internationalen Bodensee-Konferenz in der Kunsthalle Wil (Schweiz).

Gemeinsam mit Felicitas Frischmuth veröffentlichte sie Abbildungen von Skulpturen[8] und Bücher, zu denen sie Grafiken, Abbildungen von Skulpturen und Illustrationen beisteuerte.[9]

Kunstausstellungen als Einzelausstellungen

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Amsel stellte seit den 1960er Jahren regelmäßig in Galerien und kulturellen Einrichtungen aus, unter anderem in Bregenz, Stuttgart (GEDOK-Galerie), Überlingen (Städtische Galerie), Worpswede (Philine-Vogeler-Haus), Berlin (Galerie in der Wendelinskapelle) sowie im süddeutschen Raum.

Eine Auswahl umfasst:

Beteiligungen bei Kunstausstellungen

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Im Rahmen ihrer Tätigkeit war Amsel in regionale Künstlernetzwerke eingebunden. Dazu zählen Kooperationen im Umfeld gemeinsamer Ausstellungs- und Projektformate am Bodensee.

  • 1988 Aktion auf dem Bodensee, »Kunst über Grenzen« (Amsel, Meug und Schleheck)
  • 1989 Aktion zum Bodensee-Festival, »Freiheit – Gleichheit – Schwesterlichkeit« (Amsel, Meug und Schleheck)
  • 2016 Artothek Friedrichshafen[11]

Rezeption und Dokumentationen

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Über das Werk von Jutta Amsel wurde in regionalen Medien berichtet, darunter im Südkurier[10] und in der Schwäbischen Zeitung[11]

Darüber hinaus sind Materialien und Dokumentationen zu ihrem Werk im Literatur- und Kunstarchiv der Universität des Saarlandes verzeichnet.[12]

In Publikationen arbeitete sie mit der Schriftstellerin Felicitas Frischmuth zusammen, wobei sowohl grafische Arbeiten als auch Abbildungen künstlerischer Objekte in Buchprojekten erschienen.

  • 1982 »Lockrufe« gemalte Collagen mit Texten[8] von Felicitas Frischmuth
  • 1992 »Vom Spiel der Formen zur Farbe der Gegenstände« – Begegnung mit einer Malerin Text Felicitas Frischmuth im Dussa-Verlag, Diessen

Einzelnachweise

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  1. ↑ Artnet: Künstler Porträt Artnet. Abgerufen am 29. April 2026.
  2. 1 2 AskArt: Künstlerverzeichnis - Jutta Amsel. AskArt, abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch).
  3. ↑ Florian Weiland: Die vergessene Generation. Südkurier, 14. April 2016, abgerufen am 30. April 2026.
  4. ↑ https://www.jutta-amsel.de/werke/
  5. ↑ Werke von Jutta Amsel. Abgerufen am 29. April 2026.
  6. ↑ https://www.jutta-amsel.de/arbeiten/rote-perlen/
  7. ↑ Karlheinz Fahlbusch: Natur auf besondere Art erleben: Ausstellung bei AllerArt mit Werken von Jutta und Jörg Amsel. Südkurier, 18. Dezember 2019, abgerufen am 29. April 2026.
  8. 1 2 Felicitas Frischmuth, Jutta Amsel: Lockrufe. Bilder von Jutta Amsel. In: Dussa Verlag. Dussa Verlag, 1. Januar 1982, abgerufen am 29. April 2026.
  9. ↑ Felicitas Frischmuth: Vom Spiel der Formen zur Farbe der Gegenstände. Mit farb. Taf. von Jutta Amsel. Hrsg.: Dussa Buch. Dussa, Ammersee 1992, S. 38.
  10. 1 2 Kunstverein Dillingen: Ausstellungs-Archiv des Kunstvereins Dillingen. Abgerufen am 2. Mai 2026.
  11. 1 2 Anja Zürn: Kunst zum Ausleihen. Schwäbische Zeitung, abgerufen am 30. April 2026.
  12. ↑ Universität des Saarlandes: Literatur- und Kunstarchiv - Universität des Saarlandes. Abgerufen am 2. Mai 2026.