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Land Budissin

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Land Budissin und Görlitz im 14. Jahrhundert

Land Budissin war vom 13. bis zum 15. Jahrhundert der Name der Oberlausitz. Er leitete sich von der Hauptstadt Bautzen ab, die offiziell noch bis 1868 Budissin hieß.

Im engeren Sinne bezeichnete „Land Budissin“ nur den westlichen Teil der Oberlausitz. Denn zwischen 1268 und 1329 war die Oberlausitz geteilt, der östliche Teil hatte einen eigenen Landvogt und nannte sich Land Görlitz.[1] Als Bezeichnung für die gesamte Oberlausitz war seit dieser Zeit „die Länder Budissin und Görlitz“ gebräuchlich.

1319, nach dem Tod des letzten askanischen Markgrafen Waldemar, sandten die Stadt Bautzen und die Ritterschaft des Landes eine gemeinsame Deputation nach Prag, um sich freiwillig der Krone Böhmen wieder anzuschließen. In einer Urkunde versicherte König Johann von Böhmen, Land und Städte auf immer bei der Böhmischen Krone zu halten. Das Land Görlitz hingegen wurde 1319 durch Heinrich I. von Jauer besetzt und kehrte erst 1329 zur Krone Böhmen zurück.[2.1]

Die östliche Landeshälfte wurde 1377 noch einmal abgespalten, als Kaiser Karl IV. für seinen jüngsten lebenden Sohn Johann das Herzogtum Görlitz errichtet, das bis 1396 bestand.

Nach Gründung des Oberlausitzer Sechsstädtebunds (1346) wurde die Oberlausitz auch als „Sechsstädteland“ oder „Sechslande“ bezeichnet.[3] Diese Bezeichnung umfasste auch das bis dahin böhmische Zittau, das erst infolge dieses Bundes in die Oberlausitz eingegliedert wurde.[4]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Martin Reuther: Die Oberlausitz als Geschichtsraum. Wesen und Eigenart. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte. Nr. 93, 1957, S. 102–128.
  2. Gertrud Eva Schrage: Die Oberlausitz bis zum Jahre 1346. In: Joachim Bahlcke (Hrsg.): Geschichte der Oberlausitz. Herrschaft, Gesellschaft und Kultur vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. 2. Auflage. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2004, ISBN 3-935693-46-X, S. 55–97 (Volltext in der Google-Buchsuche)
    1. ↑ S. 90–91
  3. ↑ Hermann Knothe: Die verschiedenen Benennungen des jetzigen Markgrafthums Oberlausitz. In: Archiv für die sächsische Geschichte. Neue Folge, Nr. 1, 1875, S. 69–74.
  4. ↑ Lenka Bobková: Zittau im Sechsstädtebund und die Politik Karls IV. In: Gunter Oettel, Volker Dudeck (Hrsg.): 650 Jahre Oberlausitzer Sechsstädtebund. 1346–1996. Bad Muskau 1997, S. 37–47 (Mitteilungen des Zittauer Geschichts- und Museumsvereins 25).