Nidingen fyr
| Nidingen fyr Leuchtturm Nidingen | ||
|---|---|---|
| Ort: | ||
| Lage: | Westlich der beiden Zwillingstürme auf der Insel | |
| Geographische Lage: | 57° 18′ 9,6″ N, 11° 54′ 2,2″ O Seekarte | |
| Fahrwasser: | Kattegat | |
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| Höhe Turmbasis: | 10 m ö.h. | |
| Turmhöhe: | 23,5 m (77,1 ft) | |
| Feuerhöhe: | 25,5 m (83,7 ft) | |
| Bauart: | Turm aus Beton | |
| Bauform: | Runder Turm mit zwei Galerien[1] | |
| Tageslicht- Markierung: |
weißer Turm, schwarzes Band im oberen Drittel | |
| Kennung: | Fl.(2+1)W.R.27s | |
| Sektorenfeuer: | R.018°-039°, W.-018° | |
| Nenntragweite weiß: | 22 sm (40,7 km) | |
| Nenntragweite rot: | 18 sm (33,3 km) | |
| Optik: | Fresnellinse 3. Ordnung | |
| Betriebsart: | elektrisch, 1979 automatisiert | |
| Funktion: | Orientierungsfeuer | |
| Bauzeit: | 1946 | |
| Betriebszeit: | seit 1834 | |
| Listeneinträge | ||
| UKHO: | C 0670[2] | |
| NGA: | 1228 | |
| ARLHS: | SWE-289 | |
| SV: | 7443 | |
| Denkmalliste: | Swedish National Heritage Board Fyr Nidingen B2025:25599 | |
| Betreiber: | Nationalpark (Schwedische Umweltbehörde), 2008 | |
Nidingen fyr ist ein Leuchtturm auf der kleinen, flachen gleichnamigen Insel zugehörig der Gemeinde Kungsbacka und der Provinz Hallands (län) in Schweden.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nidingen ist eine kleine, flache Insel im Kattegat, die für ihre tückischen Riffe und ihre historische Wippfeuer-Leuchtturmanlage bekannt ist; letztere wurde 1624 von Dänemark errichtet, um Schiffe vor den gefährlichen Untiefen rund um die Insel zu warnen. Aufgrund der Lage an einer stark befahrenen Schifffahrtsroute sind die Gewässer um Nidingen ein riesiger Schiffsfriedhof, auf dessen Grund schätzungsweise 700 Wracks liegen. Nachdem Halland 1645 schwedisch geworden war, entwickelte sich Nidingen zum ersten schwedischen Leuchtturmstandort.
In den Jahren von 1832 bis 1834 wurden die beiden Zwillingstürme, 13 m hoch und sechseckig, aus Stein für die kohlebefeuerte Beleuchtung innerhalb der Laterne errichtet. Nordwestlich der Türme befand sich ein freistehender Glockenturm mit einer Glocke, die bei Nebel und dichtem Wetter geläutet wurde, um herannahende Seeleute zu warnen. 1886 wurde die Glocke samt Turm zum Böttö fyr verlegt. Im Jahr 1946 wurde der Glockenturm mit der Nebelglocke auf das Außengelände des Schifffahrtsmuseums in Göteborg verlegt. In den Folgejahren bis 1847 wurden die Türme weiter erhöht und mit Öl-Feuerung (ab 1853 Umstellung auf Petroleum) wurden optischen Laternen mit Fresnel-Linsen 3. Ordnung ausgerüstet. Bis zum Erlöschen erlangten sie Bekanntheit als das weltweit letzte noch in Betrieb befindliche Doppelleuchtturmsystem.
Aktueller Leuchtturm
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1946 wurde ein neuer, 23,5 Meter hoher Betonturm gebaut, der die beiden alten Zwillings-Türme als Hauptnavigationsfeuer ablöste und die Insel per Kabel mit Strom versorgte. Zur akustischen Signalisierung bei Nebel, 2 Töne alle 30 Sekunden (3+1+1+25), wurde der Leuchtturm mit einem Nebelhorn ausgestattet. Die Leuchtturmanlage wurde 1979 automatisiert und ist seitdem unbemannt.
Heute stehen die historischen Gebäude und Türme als geschütztes Kulturerbe im Naturschutzgebiet Nidingen unter Schutz.[3] Die Insel wird vom schwedischen Denkmalschutzverband in Zusammenarbeit mit dem Verband „Freunde von Nidingen“ verwaltet.
- Zeichnung Carl Svante Hallbeck, 1874
- Luftbild von der Insel, 2013
- Beide Alte Türme, 2016
Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 2026 ist Nidingen als Mitglied in der Initiative Europäische Route der Leuchttürme aktiv.[4]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Nidingen. Svenska Fyrsällskapet (Wiki der Schwedischen Leuchtturmgesellschaft).
- Willkommen bei der Schwedischen Leuchtturmgesellschaft. Svenska Fyrsällskapet
- Klaus Hülse: Hist. Foto Nidingen fyr. In: leuchtturm-welt.net. 2001.
- Nidingen Verband „Freunde von Nidingen“ (auf Schwedisch)
- Eintrag im Denkmalregister des Riksantikvarieämbetet (schwedisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Russ Rowlett: Lighthouses of Sweden: Halland , copyright 2026. In: The Public's Library and Digital Archive. University of North Carolina at Chapel Hill. 27. Juni 2026, abgerufen am 20. September 2026. (englisch)
- ↑
Registrierungen:
- UKHO: United Kingdom Hydrographic Office Publikation Admiralty List of Lights and Fog Signals
- NGA:List of Lights 116. (PDF; Seiten 232 (261)) NGA, 2026, abgerufen am 8. September 2026 (englisch).
- ARLHS: ARLHS World List of Lights (WLOL) Sweden, Copyright 2003–2026 ARLHS, LLC. © 2006–2026 John Huggins. In: ARLHS. Abgerufen am 20. September 2026 (englisch).
- ↑ Fyr Nidingen B2025:25599
- ↑ European Route of Lighthouses. In: (ERoL). 2024, abgerufen am 20. September 2026.

