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Nidingen fyr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Nidingen fyr
Leuchtturm Nidingen
Ansicht Der Neue Leuchtturm, 2002
Ansicht Der Neue Leuchtturm, 2002
Ansicht Der Neue Leuchtturm, 2002
Ort: Kungsbacka
Schweden Schweden
Lage: Westlich der beiden Zwillingstürme auf der Insel
Geographische Lage: 57° 18′ 9,6″ N, 11° 54′ 2,2″ OKoordinaten: 57° 18′ 9,6″ N, 11° 54′ 2,2″ O
Seekarte
Fahrwasser: Kattegat
Nidingen fyr (Halland)
Nidingen fyr (Halland)
Höhe Turmbasis: 10 m ö.h.
Turmhöhe: 23,5 m (77,1 ft)
Feuerhöhe: 25,5 m (83,7 ft)
Bauart: Turm aus Beton
Bauform: Runder Turm mit zwei Galerien[1]
Tageslicht-
Markierung:
weißer Turm, schwarzes Band im oberen Drittel
Kennung: Fl.(2+1)W.R.27s
Sektorenfeuer: R.018°-039°, W.-018°
Nenntragweite weiß: 22 sm (40,7 km)
Nenntragweite rot: 18 sm (33,3 km)
Optik: Fresnellinse 3. Ordnung
Betriebsart: elektrisch,
1979 automatisiert
Funktion: Orientierungsfeuer
Bauzeit: 1946
Betriebszeit: seit 1834
Listeneinträge
UKHO: C 0670[2]
NGA: 1228
ARLHS: SWE-289
SV: 7443

Denkmalliste: Swedish National Heritage Board Fyr Nidingen B2025:25599
Betreiber: Nationalpark (Schwedische Umweltbehörde), 2008

Nidingen fyr ist ein Leuchtturm auf der kleinen, flachen gleichnamigen Insel zugehörig der Gemeinde Kungsbacka und der Provinz Hallands (län) in Schweden.

Nidingen ist eine kleine, flache Insel im Kattegat, die für ihre tückischen Riffe und ihre historische Wippfeuer-Leuchtturmanlage bekannt ist; letztere wurde 1624 von Dänemark errichtet, um Schiffe vor den gefährlichen Untiefen rund um die Insel zu warnen. Aufgrund der Lage an einer stark befahrenen Schifffahrtsroute sind die Gewässer um Nidingen ein riesiger Schiffsfriedhof, auf dessen Grund schätzungsweise 700 Wracks liegen. Nachdem Halland 1645 schwedisch geworden war, entwickelte sich Nidingen zum ersten schwedischen Leuchtturmstandort.

In den Jahren von 1832 bis 1834 wurden die beiden Zwillingstürme, 13 m hoch und sechseckig, aus Stein für die kohlebefeuerte Beleuchtung innerhalb der Laterne errichtet. Nordwestlich der Türme befand sich ein freistehender Glockenturm mit einer Glocke, die bei Nebel und dichtem Wetter geläutet wurde, um herannahende Seeleute zu warnen. 1886 wurde die Glocke samt Turm zum Böttö fyr verlegt. Im Jahr 1946 wurde der Glockenturm mit der Nebelglocke auf das Außengelände des Schifffahrtsmuseums in Göteborg verlegt. In den Folgejahren bis 1847 wurden die Türme weiter erhöht und mit Öl-Feuerung (ab 1853 Umstellung auf Petroleum) wurden optischen Laternen mit Fresnel-Linsen 3. Ordnung ausgerüstet. Bis zum Erlöschen erlangten sie Bekanntheit als das weltweit letzte noch in Betrieb befindliche Doppelleuchtturmsystem.

Aktueller Leuchtturm

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1946 wurde ein neuer, 23,5 Meter hoher Betonturm gebaut, der die beiden alten Zwillings-Türme als Hauptnavigationsfeuer ablöste und die Insel per Kabel mit Strom versorgte. Zur akustischen Signalisierung bei Nebel, 2 Töne alle 30 Sekunden (3+1+1+25), wurde der Leuchtturm mit einem Nebelhorn ausgestattet. Die Leuchtturmanlage wurde 1979 automatisiert und ist seitdem unbemannt.

Heute stehen die historischen Gebäude und Türme als geschütztes Kulturerbe im Naturschutzgebiet Nidingen unter Schutz.[3] Die Insel wird vom schwedischen Denkmalschutzverband in Zusammenarbeit mit dem Verband „Freunde von Nidingen“ verwaltet.

Seit 2026 ist Nidingen als Mitglied in der Initiative Europäische Route der Leuchttürme aktiv.[4]

Commons: Nidingen fyr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Russ Rowlett: Lighthouses of Sweden: Halland , copyright 2026. In: The Public's Library and Digital Archive. University of North Carolina at Chapel Hill. 27. Juni 2026, abgerufen am 20. September 2026. (englisch)
  2. ↑ Registrierungen:
  3. ↑ Fyr Nidingen B2025:25599
  4. ↑ European Route of Lighthouses. In: (ERoL). 2024, abgerufen am 20. September 2026.