Prenzlauer Tor

Das Prenzlauer Tor im nordöstlichen Berlin war ein Stadttor der Berliner Akzisemauer an der Straße nach Prenzlau. Es bestand von etwa 1705 bis 1868 und war Namensgeber für den Groß-Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Tor, den heutigen Prenzlauer Berg.
Am Standort der alten Torbauten befindet sich seit den 1870er Jahren eine Straßenkreuzung, die mehrfach ausgebaut wurde, zuletzt in der DDR mit der achtspurigen Mollstraße und Karl-Liebknecht-Straße. Als Name der Kreuzung blieb Prenzlauer Tor bis in die jüngste Zeit umgangssprachlich in Gebrauch.[1]
1928 errichtete das Kaufhaus Jonass & Co. am Prenzlauer Tor ein großes Geschäftsgebäude, darin befanden sich unter den Nationalsozialisten mehrere Dienststellen der Reichsjugendführung sowie in der DDR die Zentrale der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Knapp siebenhundert Meter nördlich des heutigen Alexanderplatzes lag das Prenzlauer Tor in der ältesten Berliner Vorstadt Königsstadt am nördlichen Ende der damaligen Prenzlauer Straße. Als Tor der Berliner Akzisemauer befand es sich zwischen dem westlich gelegenen Schönhauser Tor und dem östlichen Bernauer Tor (1810–1868: „Königstor“). Die Torbauten standen auf dem Straßenland der heutigen Mollstraße am Übergang zur Prenzlauer Allee. Noch 2026 waren die Flurgrenzen des alten Torgrundstücks erhalten, sie verliefen im Zickzack über die große Straßenkreuzung.[2] Östlich des Tores befindet sich seit 1802 der Friedhof der Gemeinden St. Marien und St. Nikolai, er ist heute als Gartendenkmal geschützt. Geologisch liegt der Ort im Talsand des Berliner Urstromtals am Fuße der Hangkante der eiszeitlichen Hochfläche des Barnim, dessen Geschiebemergel nordwärts zum Windmühlenberg um mehr als zwölf Höhenmeter ansteigt.
Ab 1809 hatte das damals neugegründete Berliner Stadtparlament einen Wahlbezirk namens Prenzlauer-Thor-Bezirk, er umfasste das später als „Scheunenviertel“ bekannte Gebiet nördlich des Alexanderplatzes zwischen Münzstraße, den Scheunengassen, der Linienstraße und der Prenzlauer Straße. 1865 verlegte die Stadtverwaltung den Prenzlauerthor-Bezirk stadtauswärts nach Norden auf das Gebiet des Windmühlenbergs.[3] Mit der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 und der damit verbundenen Eingemeindung der umliegenden Städte und Gemeinden wurde der Bezirk IV zunächst als Prenzlauer Tor bezeichnet, 1921 aber in Prenzlauer Berg umbenannt. Seit einer Umbezirkung durch die Nationalsozialisten 1938 liegt das Prenzlauer Tor in Berlin-Mitte.[4]
Geschichte: Das Tor
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ab 1705 ließ König Friedrich I. eine Circumvallation der Berliner Vorstädte anlegen, sie bestand aus einem Zaun aus Palisaden und verlief entlang der heutigen Torstraße / Mollstraße.[5] Zur Kontrolle des Grenzverkehrs entstand am Ende der damaligen Prenzlauer Straße ein Tor, damals auch Prenzlauer Landwehr genannt, es wurde Bestandteil der Berliner Akzisemauer.[6] 1711 war ein Accisehaus errichtet, der erste Thor-Schreiber am Prentzloischen Thor hieß August König.[7] Zur Mitte des 18. Jahrhunderts war das Prenzlauer Tor nicht nur Zolltor, sondern auch eines der Berliner Tore, durch das mittellose Juden die Stadt betreten mussten. König Friedrich II. schrieb 1756 in seinem Generalprivilegium:
„Es sollen auch alle fremde Juden, die nicht etwa mit denen Posten Extraposten, oder eigenem Fuhrwerke, sondern zu Fusse und zu reiten kommen, zu Berlin in keinen anderen Thoren als zum Prenzlauer- und Hallischen-Thore einpassiren […] es sollen auch dergleichen Bettel-Juden, […] sogleich in das am Prenzlauer Thore befindliche Armen-Juden-Haus gebracht, ihnen daselbst Almosen gereicht, und sie, ohne sie weiters in die Stadt zu lassen, Tages darauf wieder aus dem Thore verwiesen werden.“
Eine ähnliche Herberge betrieb die Berliner Jüdische Gemeinde um 1800 auch am nahgelegenen Rosenthaler Tor.
Bis ins späte 18. Jahrhundert waren die Tore der Akzisemauer „bloße Öffnungen der Mauer, […] schlichte, kaum verzierte Durchgänge oder Durchfahrten“[9]. Auf einer Anhöhe nördlich vor dem Prenzlauer Tor befanden sich seit 1748 mehrere Windmühlen, die Friedrich II. dorthin versetzen ließ. Die Mühlen hatten zuvor an Festung Berlin gestanden, auf der Bastion VII und auf dem Ravelin vor dem Spandauer Tor. Die Anhöhe vor dem Prenzlauer Tor wurde später bekannt als Windmühlenberg.[10]
Neue Torbauten, 1802
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1802 wurden die Palisaden ersetzt durch eine steinerne Mauer, die direkt vor dem Tor einen neuen Knick stadtauswärts bekam, um den neu angelegten Friedhof der Gemeinden St. Marien und St. Nikolai zu umschließen. Gleichzeitig mit dem Mauerbau erfolgte eine Erweiterung der Torbauten, die Pläne zeichnete Bau-Inspektor Carl Georg Meinecke.[11]
Das „Prenzlauer Thor, zu Ende der Prenzlauerstraße, ist 1802 gebaut und ganz einfach.“[12] Es glich in seiner schlichten Bauweise dem benachbarten Schönhauser Tor und Bernauer Tor. Sie bestanden jeweils:

„[…] nur aus zwei starken Pfeilern, am obern Theile durch eine eiserne Stange verbunden, an welche sich die Thorflügel anlehnen. Unten in der Mitte liegt ein Prellstein, an dem jene gleichfalls, wenn das Thor verschlossen wird, befestigt werden. Gewöhnlich befindet sich zur Seite noch eine kleine Pforte, um Fußgänger durchzulassen.“
Die gut sieben Meter hohen, gemauerten Torpfeiler hatten quadratische Grundrisse und Kapitelle mit auskragenden Ecksteinen, Kranzgesimsen sowie flachen Pyramidendächern, die Breite der Durchfahrt betrug gut zwölf Fuß (knapp vier Meter),[11] auf der Feldseite des Tores befand sich zuletzt eine Ueberfahrtsbrücke.[14] Zu beiden Seiten der Durchfahrt standen Gebäude für die Wache und die Steuerbeamten, 1854 erhielt das Steuergebäude einen Erweiterungsbau.[15]
Durch das Prenzlauer Tor gelangten große Mengen Getreide nach Berlin, es war neben dem Bernauer Tor dasjenige Tor, das „die stärkste Zufuhr aus der Uckermark einläßt“. Nach einer durchschnittlich guten Ernte 1805 fuhren durch das Prenzlauer Tor mehr als achttausend Fuhrwerke beladen mit fast sechstausend Wispel Getreide.[16] Zu Zeiten der Deutschen Revolution 1848/49 war es der Berliner Bevölkerung erlaubt, Lebensmittel für den Eigenverbrauch unverzollt einzuführen, größere Mengen landeten allerdings auf dem Schwarzmarkt. Stadtweit galt das Prenzlauer Tor damals als das „Hauptthor für die Einbringung von Mehl“, pro Tag wurden bis zu vier Tonnen steuerfrei von Privatpersonen eingeführt.[17] Im Vergleich zu den benachbarten Toren war der Verkehr zu Beginn des 19. Jahrhundert geringer, das Prenzlauer Tor war deshalb beliebt unter wachhabenden Soldaten:
„Hier […] habe ich auch manche Wache gethan, […] es ist das Prenzlauer Thor, und meine Leute waren immer ganz zufrieden, wenn wir hier her kamen, denn man hat hier ziemlich Ruhe.“
Rückbau 1865–1871
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1865 verloren das Prenzlauer Tor und Akzisemauer ihre fiskalische Funktion, als König Wilhelm I. die Zollgrenze etwa zweieinhalb Kilometer stadtauswärts an die Grenze des Berliner Weichbilds verlegte. Ein neues Steuergebäude wurde am Chausseehaus der Prenzlauer Chaussee errichtet, in Höhe der heutigen Erich-Weinert-Straße. Anfang 1868 waren die Tordurchfahrt und die Akzisemauer abgerissen,[19] das alte Steuergebäude in der Prenzlauerstraße 1 versteigerte die Stadt im April 1871 meistbietend an einen Abbruchunternehmer.[20] Das alte Wachtgebäude am Friedhof blieb zwanzig weitere Jahre erhalten, es gehörte ab 1866 zur Josty-Brauerei und war später ein Gasthaus bekannt unter dem Namen „Sargdeckel“.[21]
Geschichte: Straßen und Häuser am Tor
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Abriss des Tores bildeten die Prenzlauer Straße und ihre Verlängerung, die spätere Prenzlauer Allee, eine Kreuzung mit einem Verbindungsweg zum Schönhauser Tor, der heutigen Torstraße. 1890 folgte von Osten die Jostystraße und 1907 von Südwesten die Weydingerstraße, die beide zum Prenzlauer Tor durchgebrochen wurden. Ende der 1960er Jahre zerstörte ein Flächenabriss die historische Struktur: Die Jostystraße wurde überbaut durch die große Mollstraße, die Prenzlauer Straße durch die neue Karl-Liebknecht-Straße.
Prenzlauer Straße / Karl-Liebknecht-Straße
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die älteste Straße am Tor war die Prenzlauer Straße, dort befand sich ab 1661 eine Meierei der Familie von Goetzen. Ab 1692 wurde die Straße zunehmend bebaut und 1740 unter König Friedrich Wilhelm I. neu gepflastert,[22] um 1800 gab es bereits mehr als ein Dutzend Wirtshäuser, darunter auch eine größere Speiseanstalt von Gastwirt Kuntz in der Prenzlauer Straße 1–3 direkt am Prenzlauer Tor.[23] Dieses Gebäude wurde 1855 von der Berliner Cholera-Epidemie besonders stark ergriffen: Fünfzehn Menschen starben allein in diesem Eckhaus, in dem damals etwa dreihundertfünfzig Menschen in 64 Wohnungen lebten.[24]
Anfang der 1880er Jahre wurde das Haus abgerissen und ein Neubau errichtet, der zur Vergrößerung der Lothringerstraße um drei Meter zurückgesetzt wurde.[25] Das sechsgeschossige Wohn- und Geschäftshaus[26] war über mehr als fünfzig Jahre bis 1938 Sitz der Destillation und Obstweinkelterei von Paul Georg Andree. Während der Berliner Märzkämpfe wurde das Gebäude beschädigt:
„Am Prenzlauer Tor stehen abmontierte spanische Reiter, Stacheldraht liegt am, Boden. In der großen Weinkelterei von Georg Andree im Eckhause der Prenzlauer- und Lothringer Straße sind zwei große Schaufensterscheiben zertrümmert.“
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwerer beschädigt, der Dachstuhl war im Mai 1944 ausgebrannt,[28] nach dem Krieg waren im Haus ein Restaurant und bis 1959 eine Bekleidungsfirma ansässig.[29] das Gebäude stand fast mittig auf der heutigen Kreuzung, die Ecke befand sich nahe dem Schnittpunkt der Straßenbahngleise.[30]
Die Einmündung der alten Prenzlauer Straße zum Prenzlauer Tor war mit siebzehn Metern Breite relativ schmal, die Schäden im Zweiten Weltkrieg in der Straße relativ gering, noch 1966 waren sieben von zehn Altbauten erhalten. Von 1963 bis 1969 ließ die DDR die Bebauung vollständig niederlegen und westlich versetzt eine knapp siebzig Meter breite Straße durchbrechen.[31] Die kleinteilige Bebauung aus dem 18. und 19. Jahrhundert wurde ersetzt durch große Verwaltungsgebäude in Plattenbauweise, 1968 entstand südwestlich des Prenzlauer Tors die 174 Meter lange Zentrale des VEB BMK Ingenieurhochbau Berlin des Architekten Karl-Ernst Swora.[32] Der Bau hatte anfangs die Adresse Neue Prenzlauer Straße, ab Ende 1969: Karl-Liebknecht-Straße 31/33.
Vor dem Prenzlauerthor / Prenzlauer Allee
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Die heutige Straße der Prenzlauer Allee war von 1802 bis etwa 1870 zweigeteilt, die Akzisemauer verlief vom Prenzlauer Tor nordwärts auf einer Länge von gut einhundert Metern mitten auf dem Straßenland. Die westliche Straßenseite lag außerhalb der Stadt und führte stadtauswärts als Chaussee nach Prenzlau, bekam mit wachsender Besiedlung ab Mitte der 1850er Jahre die Adresse Vor dem Prenzlauerthor[33][34] und ihren heutigen Namen Prenzlauer Allee nach dem Abriss der Akzisemauer im Februar 1879.[35] Die östliche Straßenseite lag ab 1802 innerhalb der Stadtmauern und umschloss den Friedhof, der seine Adresse Prenzlauer Straße 62 bis 1969 behielt.
Während der Befreiungskriege 1813 war die Straße vor dem Prenzlauer Tor Schauplatz von Kämpfen zwischen den damals in Berlin liegenden Franzosen und den einrückenden Kosaken:
„Das Prenzlower Thor war fest verrammelt, Schießscharten waren in die unschuldige Stadtmauer […] über Nacht eingehauen, Kanonen und Bajonette davor und dahinter. Ein ansehnliches Commando stand als Außenposten. Da zeigten sich Kosacken auf der Straße. Wie ein Sturmwind wirbelten sie in Staubwolken heran. Feuer! […].“
1911 wurde das Straßenland etwas verbreitert, der Friedhof erhielt eine neue Einfriedung und ein neues Eingangstor, entworfen von Max Hasak,[37][38] ergänzt 1912 mit einem Giebelrelief von Bildhauer Ernst Wenck. Ein kleineres Gebäude an der Straßenecke mit Kiosk und Blumenladen wurde abgerissen und durch ein etwas zurückgesetztes neues Wohnhaus für die Friedhofsverwaltung ersetzt.
Exerzierhaus am Prenzlauer Tor, 1829–1902
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Direkt am Tor (heutige Torstraße 1–15) ließ das preußische Militär 1829 ein großes Exerzierhaus für das Kaiser-Alexander-Gardegrenadier-Regiment errichten,[39] die Pläne zeichneten Karl Friedrich Schinkel[40] und Johann Georg Carl Hampel.[41] Der langgezogene, 25-achsige Backsteinbau stand längs der Akzisemauer und maß 400 × 80 Fuß, das Innere bestand aus einer mehr als 120 Meter langen Halle mit hölzerner Kassettendecke.[42] Das Exerzierhaus gehörte zu den großen Gebäuden der Stadt, es war länger als die Westfassade des Berliner Schlosses.

1848 fanden im Exerzierhaus zahlreiche revolutionäre Versammlungen statt, dort trafen sich der gemäßigte Konstitutionelle Klub und Teile der Landwehr unter August Brass.[43] Im Deutsch-Französischen Krieg war das Gebäude ein Lazarett und zusammen mit der Ulanen-Kaserne mit zweihundert Betten der größte Lazarettstandort der Stadt.[44] Nach dem Krieg bekam das Haus 1873 die Adresse Lothringerstraße 1–7. Ende des 19. Jahrhunderts diente es als Lagerhaus,[45] bevor der Militärfiskus das Grundstück 1900 für knapp 1,8 Millionen Mark verkaufte.[46] Nach einer Zwischennutzung als Menagerie[47] ließ der neue Eigentümer, der Berliner Beamten-Wohnungs-Verein, das Exerzierhaus 1902 abbrechen und in vier Jahren Bauzeit bis 1906 eine große Wohnanlage errichten (Lothringerstraße 2–7).[48] Das Eckgrundstück Nr. 1 wurde zum Tor hin abgeschrägt und blieb über gut zwei Jahrzehnte unbebaut, bis 1927/28 die Baugesellschaft Zentrum ein Filialgebäude für das Kreditwarenhaus Jonass & Co. errichtete.[49] Während der Bauarbeiten stürzte bei einem schweren Unfall im November 1927 eine sechzig Meter lange Grenzmauer zwischen den Grundstücken in die Baugrube.[50]

Vier Jahre nach der Eröffnung des Kaufhauses[51] wurden die jüdischen Eigentümer von den Nationalsozialisten vertrieben, im Dezember 1933 eröffnete eine das ganze Haus umfassende Propaganda-Ausstellung des Bund Deutscher Osten,[52][53] ab 1938 folgten mehrere Dienststellen der Reichsjugendführung, der Dachorganisation der Hitlerjugend. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Gebäude die Zentrale der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und ab 1959 Sitz des Instituts für Marxismus-Leninismus. 1996 wurde das Haus an eine jüdische Erbengemeinschaft rückübertragen und 2010 zu einem Luxushotel umgebaut.
Nördlich des Grundstücks, am Ort der heutigen Backfabrik, Prenzlauer Allee 248, gehörte das Land bereits ab 1809 dem Großgrundbesitzer Christian Friedrich Bötzow, der dort 1835 ein Gutshaus errichten ließ, in dem sein Sohn Julius Albert Bötzow eine Brennerei einrichtete.[54] Dreißig Jahre darauf eröffnete nördlich davon Julius Bötzow, Enkel von Christian Friedrich, die berühmte Bötzow-Brauerei vor dem Prenzlauer Tor.
Lothringerstraße / Wilhelm-Pieck-Straße / Torstraße
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die heutige Torstraße, gelegen westlich des Prenzlauer Tores, bestand über mehr als einhundertfünfzig Jahre aus zwei Verbindungswegen beidseits der Akzisemauer, 1865 hießen sie äußere und innere Schönhauser Communication. Gut dreihundert Menschen hatten dort ihren Wohnsitz regisitriert,[55] als König Wilhelm I. 1865 den Abriss der Mauer anordnete und Fluchtlinien für eine Ringstraße festsetzte, sie bekam im November 1873 den Namen Lothringerstraße.[56] An ihrer Südseite ragten noch über vier Jahrzehnte „alte Baulichkeiten, Schuppen und Ställe über die Baufluchtlinie“, auf ihrer Nordseite lagen größere Vorgärten, die bis ans Tor reichten, bevor die Stadt Berlin 1913 zwei Fahrbahnen samt Mittelpromenade in der geplanten Breite von gut sechsunddreißig Metern anlegen ließ.[57] In der DDR hieß die Straße von 1951 bis 1994 Wilhelm-Pieck-Straße, im Zuge des Flächenabrisses 1966 wurde die südliche Bebauung abgerissen und die Einmündung zum Prenzlauer Tor auf gut sechzig Meter verbreitert.
Weydingerstraße 1907–1966
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1907 ließ die Stadt Berlin die Weydingerstraße von Südwesten auf die Kreuzung durchbrechen. Die Straße entstand mit dem Abriss des damaligen Scheunenviertels als diagonale Verbindung der Hauptverkehrsstraße Kaiser-Wilhelm-Straße mit dem Prenzlauer Tor. In nordöstlicher Verlängerung der Weydingerstraße erhielt auch das gegenüberliegende Grundstück des späteren Kaufhaus Jonass & Co. eine abgeschrägte Ecke.
Nach Plänen des Architekten Hans Poelzig errichtete die Baufirma Alfred Schrobsdorff 1928 das Haus Weydingerstraße 24 mit abgerundeter Ecke zur Lothringer Straße 4. Es gehörte zum Block 6 des heute unter Denkmalschutz stehenden Bauensembles um den Bülowplatz.[58] Bereits 1966 ließen die DDR-Stadtplaner das Eckhaus wieder abreißen, als sie die Wilhelm-Pieck-Straße auf sechzig Meter verbreiterten,[59] die Weydingerstraße wurde dabei zur Sackgasse. Das Haus Nummer 24 reichte bis an die heutige Mittelinsel der Torstraße, bis 1965 wohnte dort der Theologe Hanfried Müller,[60][61] im Erdgeschoss befand sich eine Kinderkrippe.[62] Seit dem Abriss vor mehr als einem halben Jahrhundert liegt die große Brandwand der Gebäuderückseite direkt am Prenzlauer Tor.
Jostystraße / Linienstraße / Mollstraße
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vorläuferinnen der heutigen Mollstraße waren die Jostystraße und die fünfzig Meter südlich parallel verlaufende Linienstraße. Die Jostystraße entstand knapp zweihundert Jahre nach dem Bau des Prenzlauer Tores bei einem Straßendurchbruch 1890, sie führte vom Tor ostwärts entlang der Friedhofsmauer und querte das ehemalige Grundstück des Wachtgebäudes, Prenzlauer Straße 61. Benannt war sie nach David Josty, der ab 1819 die Josty-Brauerei in der angrenzenden Prenzlauer Straße 59/60 betrieben hatte – der Standort der Brauerei befand sich am heutigen Ort der Mittelinsel der Mollstraße.
„Die berühmte Brauerei der Gebrüder Josty [feiert 1889] ihr 70 jähriges Bestehen […], das Grundstück in der Prenzlauerstraße [erinnert] in seiner Schlichtheit noch heut an jene Zeit, da der Verkehr von der See und der Uckermark hier nach Berlin hereinwogte, und Ausspannung an Ausspannung sich hier reihte.“
Nach dem Durchbruch der Jostystraße stand das Brauereigebäude längere Zeit leer und begann einzustürzen.[64] 1896 entstand an der Ecke zum Prenzlauer Tor ein fünfgeschossiges Mietshaus, mit der neuen Adresse Jostystraße 1–3,[65][66] es wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.[67]
Zwanzig Jahre nach Kriegsende ließ die DDR von 1963 bis 1966 bei ein Flächenabriss die gesamte erhaltene Blockbebauung vom Friedhof südlich über die Jostystraße hinaus bis zur damaligen Linienstraße abtragen:
„In den letzten Wochen glich die Gegend um das Prenzlauer Tor einer Kraterlandschaft. Zuerst kamen Abrißarbeiter und beseitigten einige Hauser in der Linienstraße, dann rückten die Tiefbauer an und gingen den Straßen rund ums Prenzlauer Tor mit Preßlufthämmern zu Leibe.“
Die neunzehn Meter breite Jostystraße, die elf Meter breite Linienstraße sowie der dazwischen liegende Häuserblock wurden Teil einer mehr als siebzig Meter breiten Schneise für die sogenannte Nordtangente, sie wurde Anfang 1967 vom Volkseigenen Kombinat Tiefbau fertiggestellt und später der Mollstraße angegliedert.[69] Ehemals einen Block von Prenzlauer Tor entfernt, hatte im alten Eckhaus Linienstraße / Prenzlauer Straße 57 der Bildhauer Karl-Heinz Schamal bis Ende der 1950er Jahre seine Werkstatt.[70] Nach dem Flächenabriss lag das Grundstück direkt an der neuen großen Kreuzung, dort errichtete das Bau- und Montagekombinat Ingenieurhochbau 1971 das ADN-Gebäude, bis 1992 Sitz des Allgemeinen Deutschen Nachrichtsndienstes der DDR, neue Adresse: Mollstraße 1.
Bildende Kunst
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- J. R. Martin: Prenzlauer Tor mit Blick in die Prenzlauer Straße (1848), Zeichnung, 39 × 64 cm (Stadtmuseum Berlin)
- Heinrich Olivier:
- Gegend des Prenzlauer Tores in Berlin (1847), Aquarell (Stadtmuseum Berlin, VII 84/230 w – Blick von der Prenzlauer Chaussee)
- Gegend des Prenzlauer Tores in Berlin (1847), Aquarell (Stadtmuseum Berlin, VII 84/231 w – Blick vom Windmühlenberg)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Prenzlauer Tor. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Prenzlauer Tor. (PDF; 600 kB) Bezirksamt Pankow von Berlin, Touristisches Wegeleitsystem Pankow, 2005; abgerufen am 6. Juli 2026.
- ↑ Liegenschaftskataster der bezirklichen Vermessungsstellen in Berlin, ALKIS: Flurstück 6044, Nordwestgrenze zur Torstraße / Prenzlauer Allee. Geoportal Berlin, Karte: Flurstücke.
- ↑ 168. Stadtbezirk: Prenzlauerthor-Bezirk. In: Communal-Blatt der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin, Sittenfeld, 1865, S. 242.
- ↑ Julius Lippert: Verlauf der neuen Verwaltungsbezirksgrenzen. In: Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin, 27. März 1938, 79. Jg., Nr. 13, S. 216.
- ↑ Das Grundbuch der Stadtgemeinde Berlin oder historische Darstellung des Grundvermögens der Stadtgemeinde. Sittenfeld, Berlin 1872, S. 22.
- ↑ Anton Friedrich Büsching: Neue Erdbeschreibung. Dritter Teil, Zweiter Band. Bohn, Hamburg 1771, S. 2315.
- ↑ Thor- und Baum-Schreiber, In: Adreß-Kalender der Königlich Preußischen Haupt- und Residenz-Städte, Zweyte Abtheilung: Collegia und Aemter, Berlin 1711, S. 40.
- ↑ Generalprivilegium und Reglement vor die Judenschaft. Berlin 1756, Abschnitte XXI und XXII. Zitiert nach: Johann Caspar Ulrich: Sammlung Jüdischer Geschichten. Hofmeister, Zürich 1770, S. 344f.
- ↑ Otto Pniower: Das ehemalige Rosenthaler Tor. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins. Nr. 44, 1927, S. 165 (zlb.de).
- ↑ Friedrich Holtze: Geschichte der Befestigung von Berlin. Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei, Berlin 1874, S. 90.
- 1 2 Carl Georg Meinecke: Prenzlower Thor. Planzeichnung mit Ansicht Stadtseite und Grundriss, Berlin 1801. In: Hermann Schmitz: Berliner Baumeister vom Ausgang des achtzehnten Jahrhunderts. Verlag für Kunstwissenschaften, Berlin 1914, S. 295 (siehe oben: Artikelbild).
- ↑ J. G. A. Ludwig Helling: Geschichtlich-statistisch-topographisches Taschenbuch von Berlin. Logier, Berlin 1830, S. 327.
- ↑ August Merget: Heimathskunde von Berlin und Umgegend. Plahn, Berlin 1858, S. 15.
- ↑ Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen, 16. Juni 1867, S. 5.
- ↑ Königliche Ministerial-Bau-Kommisssion: Bekanntmachung. In: Königlich Preußischer Staats-Anzeiger, Berlin, 10. August 1854, S. 1430.
- ↑ Sebald: Über die schlechten Fahrwege von Berlin nach Prenzlau. In: Berlin oder der preußische Hausfreund, 9. August 1806, 1. Jahrgang, Nr. 38. Dieterici, Berlin, S. 201 (Sechstausend Wispel entsprechen rund achttausend Kubikmeter).
- ↑ Stadtverordneten-Versammlung. In: Neue preußische Zeitung, 13. Juni 1849, S. 1 f.
- ↑ W. Walter: Das Preußische Heer in Bildern. Hasselberg, Berlin 1834, S. 55.
- ↑ Polizei-Präsidium: Betrifft die Regulierung des Platzes am Prenzlauer Thore. Berlin, 8. Juni 1868. In: Communal-Blatt der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin, Sittenfeld, Nr. 21, Ausgabe, Berlin 23. Mai 1869 S. 319.
- ↑ Hermann Blankenstein: Bekanntmachung. In: Bau-Anzeiger, 6. April 1871, S. 2.
- ↑ Ernst Friedel: Aufnahme alter Berliner Ansichten. In: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin, 1887/1888, No. VI.: Bericht über das Märkische Provinzial-Museum, S. 9.
- ↑ Friedrich Nicolai: Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam. Nicolai, Berlin 1779, S. 24, 26.
- ↑ Gastwirthe (Dritter Klasse). In: Salomo Sachs: Allgemeiner Straßen- und Wohnungsanzeiger für die Residenzstadt Berlin, 1812, S. 397, 400 (Polizei-Revier 19, Teil C).
- ↑ Annalen des Charité-Krankenhauses. Siebenter Jahrgang, 2. Heft. Enslin, Berlin 1856, S. 66f.
- ↑ Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin, Magistrat von Berlin, No. 80 (661–672), 24. November 1883, S. 613.
- ↑ Berlin, Prenzlauer Straße vom Tor gesehen. Ansichtskarte 1908, Lutz Mauersberger, Berlin-Mitte-Archiv; abgerufen am 26. Juli 2026. Prenzlauer Straße 1 im Bild rechts.
- ↑ Zur Lage in Berlin. In: Westfälischer Merkur, 12. März 1919, Abendausgabe, S. 1.
- ↑ Abraham Pisarek: Kaufhaus Jonas: Blick auf Berlin vom Dach des Gebäudes. Fotografie, undatiert (vermutlich 1945/1946). Deutsche Fotothek, Aufn.-Nr.: df_pk_0000222_015, Sächsische Landesbibliothek. (Blick vom Dach des ehemaligen Kaufhaus’ Jonass & Co. nach Südost in die Jostystraße, unten rechts das Eckhaus Prenzlauer Straße 1)
- ↑ Kadler Gertrud Herrenoberbekleidung. In: Fernsprechbuch für Gross-Berlin (DDR), 1959, Teil 3, S. 120. „C2, Prenzlauer Str 1.2“.
- ↑ Herbert Hensky: Sitz des Zentralkomitees (ZK) der SED. Fotografie, 28. Mai 1946, bpk-Fotoarchiv, Inventarnummer: Hy 0054b/0073-2.R (Blick von der Ecke Prenzlauerstraße 1 auf das ehemalige Kaufhaus Jonaß & Co.).
- ↑ Gisela Stappenbeck: Tiefbauarbeiten und erster Gleitkern für das „Haus der Elektroindustrie“. Fotografie, Berlin, 21. Februar 1968, Stiftung Preußischer Kulturbesitz Staatsbibliothek zu Berlin, bpk-Fotoarchiv, Bildnummer: 30035376 (Blick nach Nord von der Memhardstraße zum Prenzlauer Tor. Im Hintergrund halblinks das Friedhofsgelände, links der Neubau an der späteren Karl-Liebknecht-Straße)-
- ↑ Karl-Ernst Swora: Bürogebäude Neue Prenzlauer Straße. In: Deutsche Architektur, Juni 1968, 17. Jahrgang, Heft 6, S. 358–363.
- ↑ Vor dem Prenzlauer Thore. In: Berliner Adreßbuch, 1854, Teil 2, S. 135.
- ↑ Prenzlauerthor, Vor dem. In: Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Adreß- und Geschäftshandbuch für Berlin, 1872, Teil 2, S. 223.
- ↑ Bekanntmachung des königlichen Polizeipräsidiums. In: Norddeutsche allgemeine Zeitung, Morgen-Ausgabe, 28. Februar 1879, S. 2.
- ↑ Willibald Alexis: Die Kosacken (1813). In: Max Ewert (Hrsg.): Erinnerungen von Willibald Alexis. Concordia, Berlin 1900, S. 39.
- ↑ Monumentalschmuck. In: Norddeutsche allgemeine Zeitung, 14. April 1911, S. 2.
- ↑ Portal Alter Friedhof der St.-Nikolai- und St.-Marien-Gemeinde. bildhauerei-in-berlin.de; abgerufen 27. Juli 2026.
- ↑ Beschreibung des in den Jahren 1828 und 1829 erbauten Erercierhauses für das Grenadier-Regiment Kaiser Alexander vor dem Prenzlauer Thore zu Berlin. In: Bauausführungen des Preußischen Staats. Band 1. Hrsg.: Ministerium der Finanzen und des Handels. Petsch, Berlin 1842, S. 60–66.
- ↑ Karl Friedrich Schinkel: Entwurf zum Exerzierhaus für das Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment vor dem Prenzlauer Tor. Federzeichnung, Berlin 1828. smb.museum Staatlichen Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett.
- ↑ Georg Karl Hampel: Exerzierhaus des Kaiser-Alexander-Gardegrenadier-Regiment, Berlin. Stich auf Papier, Berlin 1828. Fünf Digitalisate. Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin.
- ↑ Johann Georg Carl Hampel: Beschreibung eines in den Jahren 1829 und 1830 zu Berlin für ein Grenadier-Regiment neu erbauten Exercier-Hauses. In: August Crelle (Hrsg.): Journal für die Baukunst. 7. Band. Reimer, Berlin 1834, S. 95–109.
- ↑ Louis Schneider: Aus meinem Leben. Zweiter Band, Mittler und Sohn, Berlin 1879, S. 46ff.
- ↑ A. Steinberg: Die Kriegslazarethe und Baracken von Berlin. Hirschwald, Berlin 1872, S. 26 f.
- ↑ Der Gesellige. In: Graudenzer Zeitung, Zweites Blatt, 11. Mai 1895, S. 2 (Lager für 13.500 Zentner Wolle).
- ↑ Politische Nachrichten. In: Berliner Börsen-Zeitung, 13. November 1900, Abend-Ausgabe, II. Beilage, S. 13.
- ↑ Großer indischer Menagerie-Zikus. In: Vorwärts, 15. Dezember 1901, S. 6.
- ↑ Das alte Exerzierhaus am Prenzlauer Thor. In: Vorwärts, 14. August 1902, 19. Jahrgang, Nr. 188, S. 6.
- ↑ Gustav Bauer, Siegfried Friedländer: Kredit-Warenhaus der Jonass & Co. A.-G. Berlin. In: Deutsche Bauzeitung, 15. Juni 1929, Nr. 48, S. 417 f. (mit 10 Abbildungen).
- ↑ Schweres Bauunglück in Berlin N. In: Berliner Tageblatt, 19. November 1927, S. 5.
- ↑ Neues Warenhaus Jonass & Co. am Prenzlauer Tor. In: Berliner Tageblatt, Morgen-Ausgabe, 5. Dezember 1928, S. 20 (Bericht zur Eröffnung Anfang Dezember 1928).
- ↑ Die Ausstellung „Der Osten, das deutsche Schicksalsland.“ In: Ostland, Wochenschrift für den gesamten Osten, 1. Dezember 1933, 14. Jahrgang, Nr. 49, S. 1.
- ↑ Der Deutsche Osten. In: Kölnische Zeitung, 4. Dezember 1933, Abendausgabe, S. 1.
- ↑ Otto Behrendt: Die Berliner Gutsbesitzer. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins. Nr. 38, 1921, S. 37–38 (zlb.de).
- ↑ Communal-Blatt der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin, Sittenfeld, 1865, S. 242.
- ↑ Communal-Blatt der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin, 1874, No. 1, 4. Januar 1874, S. 18. („Kabinettsordre vom 26. November 1873“)
- ↑ 81. Vorlage – zur Beschlussfassung betreffend Landerwerb zur Freilegung der Lothringer Strasse. In: Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin, 1913, Nr. 3. S. 93.
- ↑ Abraham Pisarek: Kaufhaus Jonas – Blick auf Berlin vom Dach des Gebäudes. Fotografie, undatiert (verm. Sommer 1945). Deutsche Fotothek, Aufn.-Nr.: df_pk_0000222_016 (Blick vom Dach des ehemaligen Kaufhaus’ Jonass & Co. nach Südwest in die Weydingerstraße, unten links die Hausnummer 24); deutschefotothek.de Sächsische Landesbibliothek.
- ↑ Amtliches Kartenwerk „Karte von Berlin“ K4 1:4000, Berlin 1966, Blatt 423 B (zeigt: freigeräumte südliche Straßenecken zur Torstraße und Jostystraße).
- ↑ Hanfried Müller: Brief an Bischof Dibelius. In: Berliner Zeitung, 21. Januar 1960, S. 1.
- ↑ Müller, Hanfried. In: Fernsprechbuch für die Hauptstadt der DDR, 1965, S. 273.
- ↑ C. Kindertageskrippen. In: Fernsprechbuch für die Hauptstadt der DDR, 1965, S. 196 (Weydingerstr. 22–24).
- ↑ Oskar Schwebel: Am 19. März dieses Jahres. In: Der Bär: Illustrirte Wochenschrift für die Geschichte Berlins und der Mark Berlin, 30. März 1889, S. 326 f.
- ↑ Die Josty-Brauerei-Ruine. In: Berliner Börsen-Courier, 22. Dezember 1893, Morgen-Ausgabe, 1. Beilage, S. 4.
- ↑ Gemeindeblatt der Stadt Berlin, 15. März 1896, No. 11, S. 144.
- ↑ Berlin, Prenzlauer Straße vom Tor gesehen. Ansichtskarte 1908, Lutz Mauersberger, Berlin-Mitte-Archiv; abgerufen am 26. Juli 2026. Jostystraße 1–3 im Bild links.
- ↑ Abraham Pisarek: Kaufhaus Jonas – Blick auf Berlin vom Dach des Gebäudes. Fotografie, undatiert (vermutlich 1945/46). Deutsche Fotothek, Aufn.-Nr.: df_pk_0000222_015 (Blick vom Dach des ehemaligen Kaufhaus’ Jonass & Co. nach Südost in die Jostystraße, unten mittig das zerstörte Eckgrundstück Jostystraße 1–3); deutschefotothek.de Sächsische Landesbibliothek.
- ↑ Teerwagen in der Jostystraße / Neue Kreuzung am Prenzlauer Tor. In: Neue Zeit, Zentralorgan der Christlich-Demokraischen Union Deutschlands, 24. August 1963, 19. Jahrgang, Nr. 196, S. 12.
- ↑ Tangenten werden termingemäß übergeben. In: Neues Deutschland, 1. April 1967, S. 8.
- ↑ Schamal, Karl-Heinz, Bildhauerwerktatt. In: Fernsprechbuch für Gross-Berlin (DDR), 1957, S. 212.
Koordinaten: 52° 31′ 37,5″ N, 13° 24′ 57″ O