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Randkluft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Viele Meter breite Randkluft zwischen der Watzmann-Ostwand und dem Schnee der Eiskapelle
Bergsteiger an der Randkluft des Höllentalferners

Als Randkluft wird bei einem Gletscher oder Schneefeld der am oberen und seitlichen Rand oft vorhandenen tiefe Spalt zwischen dem Eis und dem abschließenden Fels bezeichnet. Die Randkluft entsteht durch die Bewegung des Eises sowie durch Schmelz- und Regenwasser. Sie wird im Verlauf des Sommers immer breiter und für Bergsteiger dann in der Regel auch schwieriger zu überwinden. Ähnlich wie bei Gletscherspalten besteht bei schneebedeckten Randklüften die Gefahr des Einbrechens. Randklüfte finden sich oft an vergleichsweise niedrig gelegenen Gletschern, etwa dem Blaueis in den Berchtesgadener Alpen oder dem Höllentalferner im Wetterstein.

Von der Randkluft zu unterscheiden ist der Bergschrund, der sich bei hoch gelegenen Gletschern an der Stelle bildet, wo dieser durch die Fließbewegung vom am Fels festgefrorenen Eis abreißt.

  • Rudolf Mair, Michael Kuhn: Temperature and movement measurements at a bergschrund. In: Journal of Glaciology, Band 40, Nr. 136, 1994, S. 561–565, doi:10.3189/S0022143000012442.
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