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Richard Ladkani

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Richard Ladkani (geboren am 21. Juli 1973 in Beirut)[1] ist ein österreichischer Filmemacher im Dokumentarfilmbereich. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen The Devil’s Miner, The Ivory Game, Sea of Shadows und Yanuni, die weltweit gezeigt und mehrfach ausgezeichnet wurden.

Ladkani wurde als Sohn einer Österreicherin und eines Libanesen in Beirut geboren. Als er im Kleinkindalter war, floh die Familie nach Österreich, wo er in Baden bei Wien aufwuchs.[1][2] Als Jugendlicher reiste er nach Marokko und begann sich für Fotografie zu interessieren, eine weitere Reise führte nach Südamerika.[1] Im Alter von 18 Jahren ging er nach Paris und absolvierte dort eine Fotografenlehre. 1996 folgte eine Filmausbildung in den USA und die Gründung der Produktionsfirma „Image Productions“.[3]

Ladkani begann seine Laufbahn mit Reportagen für das Fernsehen. Mit der Dokumentation Flucht über den Himalaya für das ZDF reüssierte er als Co-Regisseur und Kameramann.[2] Mehrere Jahre arbeitete Ladkani als Kameramann mit der Verhaltensforscherin Jane Goodall für den Film Jane’s Journey zusammen.[4] Die Arbeit mit Goodall war prägend und sensibilisierte ihn für umweltpolitische Themen.[1][5]

Ladkanis Œuvre steht im Spannungsfeld von Sozialkritik, Naturschutz und Klimawandel. Schauplätze seiner Filme waren der Vatikan, Grönland, Tansania und zuletzt Amazonien. Leonardo DiCaprio unterstützt seine Arbeit als Co-Produzent.[2] Der Film The Devil’s Miner (2005) schildert die Kinderarbeit in den Silberminen Boliviens.[6] Die Dreharbeiten für The Ivory Game (2017, gemeinsam mit Kief Davidson) dauerten 16 Monate; der Film ist ein Appell gegen den illegalen wie legalen Elfenbeinhandel, der innerhalb von fünf Jahren 150.000 afrikanische Elefanten das Leben gekostet hatte.[7] Sea of Shadows (2019) befasst sich mit mexikanischen Drogenkartellen und der chinesische Mafia, die gemeinsam den seltenen Fisch Totoaba in der Sea of Cortez wildern.[8] Hauptdarsteller des Filmes Arctic Ascent (2022) war der Extremkletterer Alex Honnold. Angekündigt für 2027 ist Just me, Jane, ein Porträt der Arbeit von Jane Goodall.[9][10]

2015 gründete Ladkani gemeinsam mit seiner Frau Anita die Malaika Pictures mit Sitz in Baden. Das Paar hat zwei Töchter.[2]

Seit 2020 ist er Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles.[2]

Auszeichnungen (Auswahl)

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Filmografie (Auswahl)

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als Autor

  • 2005: The Devil's Miner (Der Berg des Teufels)
  • 2007: Killergrippe 2008
  • 2011: Le monde en face: Vatikan – die verborgene Welt
  • 2025: Yanuni

als Regisseur

  • 2001: Flucht über den Himalaya: Tibets Kinder auf dem Weg ins Exil (ZDF)
  • 2004: Mein Vietnam - Land und kein Krieg
  • 2005: The Devil's Miner (Der Berg des Teufels)
  • 2006: Kallawaya - Naturheiler in den Anden
  • 2007: Killergrippe 2008 (Regisseur und Autor)
  • 2011: Le monde en face: Vatikan – die verborgene Welt
  • 2011: Gas Monopoly
  • 2013: Pope Francis: Road to the Vatican
  • 2013: Bayern! (Folge Im Süden. Regie und Drehbuch, BR)
  • 2016: The Ivory Game: Das Elfenbein-Komplott
  • 2019: Sea of Shadows
  • 2024: Arctic Ascent (In arktische Höhen mit Alex Honnold, 3 Folgen)
  • 2025: Yanuni

als Kameramann

  • 2001: Flucht über den Himalaya: Tibets Kinder auf dem Weg ins Exil (ZDF)
  • 2002: Donauklöster (Fernsehserie, 1 Folge, ORF und BR)
  • 2004: Die heilige Lanze. Schicksalsspeer der Mächtigen (ZDF)
  • 2008: Wir Europäer (Fernsehserie, ARTE)
  • 2009: Im Bann der Pferde (Arte)
  • 2009: Amerikas geheimer Krieg in Laos - Die größte Militäroperation der CIA
  • 2009: Erlebnis Erde: Die Azoren - Paradies im ewigen Blau
  • 2010: Jane's Journey
  • 2011: Der Wettlauf zum Südpol - Amundsen gegen Scott
  • 2025: Yanuni

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Richard Ladkani, Dokumentarfilmer. In: ORF, OE1. 5. Mai 2026, abgerufen am 5. Mai 2026.
  2. 1 2 3 4 5 Valerie Dirk: "Die Welt ist das Ziel": Richard Ladkani und seine Aktivismus-Doku "Yanuni". In: Der Standard. 21. April 2026, abgerufen am 6. Mai 2026.
  3. 1 2 3 4 Mathieu Hauck: Richard Ladkani. In: Deutscher Kamerapreis. 28. März 2018, abgerufen am 6. Mai 2026.
  4. ↑ Filmdoku Sea of Shadows. In: Jane Goodhall. 17. September 2019, abgerufen am 5. Mai 2026.
  5. ↑ Andreas Fussi: Emotionaler Nachruf: Richard Ladkani über Jane Goodall. In: Niederösterreichische Nachrichten. 3. Oktober 2025, abgerufen am 5. Mai 2026.
  6. ↑ Deutscher Kamerapreis: Richard Ladkani - Kamera für "The Devil's Miner" (Lobende Erwähnung Dokumentarfilm), abgerufen am 26. April 2026
  7. ↑ Let’s Cee Film Festival: The Ivory Game - Trailer, abgerufen am 26. April 2026
  8. ↑ Österreichisches Filminstitut: Sea of Shadows, abgerufen am 26. April 2026
  9. ↑ ORF (Österreich 1): Intermezzo – Künstlerinnen und Künstler im Gespräch, mit Benno Feichter, 26. April 2026
  10. ↑ Just Me, Jane bei IMDb
  11. ↑ Sea of Shadows - 2019. In: Düsseldorfer Filmkunstkinos. Abgerufen am 6. Mai 2026.
  12. ↑ Cinema for Peace Gala 2020 – Awards verliehen bei der 19. Gala in Berlin - Le Matin. In: Le Matin. 23. Februar 2020, abgerufen am 6. Mai 2026.