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Salz-Alant

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Salz-Alant

Salz-Alant (Limbarda crithmoides)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Inuleae
Gattung: Limbarda
Art: Salz-Alant
Wissenschaftlicher Name
Limbarda crithmoides
(L.) Dumort.

Der Salz-Alant (Limbarda crithmoides (L.) Dumort., Syn.: Inula crithmoides L.)[1][2] ist eine Pflanzenart aus der Gattung Limbarda innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Dieser Halophyt gedeiht an den Küsten des gesamten Mittelmeerraums und Teilen Europas.

Limbarda crithmoides auf Favignana
Limbarda crithmoides subsp. longifolia von Malta

Vegetative Merkmale

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Der Salz-Alant ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 90 Zentimetern erreicht. Die am Grunde verholzten Sprossachsen sind aufrecht oder aufsteigend, wenig verzweigt und reich beblättert. Die fleischigen, kahlen Blätter sind bei einer Länge von 2 bis 4,5 Zentimetern sowie einer Breite von 2 bis 4 Millimetern linealisch. Sie sind ganzrandig und am oberen Ende dreizähnig. In den Blattachseln finden sich büschelartige Kurztriebe.

Generative Merkmale

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Die Blütenkörbchen enthalten 5 Millimeter lange, orange-gelbe Röhrenblüten und 14 bis 25 Millimeter lange, gelbe Zungenblüten, die den halbkugeligen Hüllkelch um das Doppelte überragen. Die äußeren Hüllblätter sind bei einer Länge von 3 bis 4 Millimetern linealisch und aufrecht. Die inneren Hüllblätter sind bei einer Länge von 5 bis 10 Millimetern linealisch-pfriemlich. Die Blütenkorbschäfte sind oben verdickt und besitzen kleine, linealische und spitze Hochblätter.

Die gerippten Früchte haben am Grunde bräunlichweiße, nicht verbundene Pappusborsten. Die Früchte werden 2 bis 3 mm lang und sind an der Spitze nicht verjüngt.

Die Blütezeit ist Juli bis Oktober.[3]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.[4]

Der Salz-Alant ist an den Küsten des gesamten Mittelmeerraums und Westeuropas verbreitet, nördlich bis England und Irland. In Ostspanien und Nordafrika ist er auch im Binnenland verbreitet. Als Standort werden Sandstrände, Küstenfelsen und auch Salzsümpfe bevorzugt. In Mitteleuropan kommt die Art sehr selten eingebürgert vor, so in den Niederlanden und in Deutschland auf Helgoland.[5]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Basionym Inula crithmoides durch Carl von Linné in Species Plantarum.[6] Im Jahre 1827 veröffentlichte Barthélemy Charles Joseph Dumortier Limbarda crithmoides.[7] Dieser Name wurde in einer von Arne Anderberg 1991 veröffentlichten kladistischen Studie, in der der Salz-Alant von der Gattung Inula getrennt wurde, wieder aufgenommen.[8][2] Der Gattungsname Limbarda stammt von Michel Adanson in Familles des Plantes Band 2 Seite 125, 1763.

Der Salz-Alant gliedert sich in zwei geographisch getrennte Unterarten:

  • Limbarda crithmoides (L.) Dumort. subsp. crithmoides: Sie vertritt diese Art an der Atlantikküste von Spanien, Frankreich, England und Irland.[9]
  • Limbarda crithmoides subsp. longifolia (Arcang.) Greuter[2]: Mit im Vergleich zu der nominotypischen Unterart verlängerten, spitzen Laubblättern.[10] Diese Unterart ist an den Mittelmeerküsten verbreitet und kommt auch in Portugal vor.[1]

Die Blätter entsprechen in ihrem salzigen Geschmack dem Queller/Salzkraut (Salicornia). Sie werden roh, z. B. im Salat, gekocht oder eingelegt gegessen. Im englischsprachigen Raum sind sie als „Golden samphire“ bekannt.

  • Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Was blüht am Mittelmeer? 750 Arten (= Kosmos-Naturführer). 4. Auflage. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2005, ISBN 3-440-10211-4.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Med-Checklist. A critical inventory of vascular plants of the circum-mediterranean countries. Vol. 2: Dicotyledones (Compositae). Organization for the Phyto-Taxonomic Investigation of the Mediterranean Area (OPTIMA), Genève 2008, ISBN 978-2-8279-0011-4, S. 540 (englisch).
  2. 1 2 3 Werner Greuter: The Euro+Med treatment of Gnaphalieae and Inuleae (Compositae) – generic concepts and required new names. In: Willdenowia. Band 33, Nr. 2, 2003, S. 239–244, DOI:10.3372/wi.33.33202.
  3. ↑ Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 116.
  4. ↑ Inula crithmoides bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  5. ↑ Gerald Parolly: Asteraceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 809.
  6. ↑ Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 883, Digitalisat.
  7. ↑ Barthélemy C. Dumortier: Florula Belgica, operis maioris prodromus. J. Castermann, Tournay 1827, S. 68 in der Google-Buchsuche.
  8. ↑ Arne A., Anderberg: Taxonomy and phylogeny of the tribe Inuleae (Asteraceae). In: Plant Systematics and Evolution. Band 176, Nr. 1–2, 1991, S. 75–123, DOI:10.1007/BF00937947.
  9. ↑ Werner Greuter: Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter & Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. 2006–2009, online.
  10. ↑ Giovanni Arcangeli: Compendio della flora italiana; ossia, Manuale per la determinazione delle piante che trovansi selvatiche od inselvatichite nell'Italia e nelle isole adiacenti. E. Loescher, Torino 1882, S. 371.
Commons: Limbarda crithmoides – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien