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Ursula Rautenberg

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Ursula Rautenberg (* 12. April 1953 in Oberhausen) ist eine deutsche Buchwissenschaftlerin.

Ursula Rautenberg studierte ab 1971 Germanistik, Philosophie, Pädagogik und Komparatistik an der Ruhr-Universität Bochum und schloss 1977 mit dem ersten Staatsexamen ab.[1] Sie arbeitete 1977 am Goethe-Museum Düsseldorf, von 1978 bis 1982 als wissenschaftliche Assistentin an der Ruhr-Universität Bochum und schloss 1982 die Promotion ab.[1]

Die Wissenschaftlerin lehrte weiter an der Ruhr-Universität Bochum,[1] war als Gastdozentin im Rahmen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Neuseeland tätig (1987)[1] und lehrte ein halbes Jahr an der Tongji-Universität in Shanghai (1988):[1] die China-Kontakte der Erlanger Buchwissenschaft haben hier ihre Wurzeln. Nach der Habilitation 1990[1] über Überlieferung und Druck. Heiligenlegenden in Kölner Offizinen arbeitete sie in verantwortlicher Position vier Jahre lang an der damals neu gegründeten Bibliothek Otto Schäfer in Schweinfurt, dann an den Universitäten Heidelberg und Essen bis 1997.[1]

Ursula Rautenberg war seit 1997 bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2019 außerplanmäßige Professorin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.[2]

Schriften (Auswahl)

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  • mit Ute Schneider (Hrsg.): Das Buch als Handlungsanleitung – Soziale, kulturelle und symbolische Praktiken jenseits des Lesens. (= Bibliothek des Buchwesens. Band 32). Anton Hiersemann Verlag, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-7772-2339-1.
  • mit Anja Voeste (Hrsg.): Typographie. Theoretische Konzeptionen, historische Perspektiven, künstlerische Applikationen. Stuttgart 2022.
  • mit Ute Schneider (Hrsg.): Lesen. Ein interdisziplinäres Handbuch. Berlin 2015.
  • mit Hans-Jörg Künast, Mechthild Habermann, Heidrun Stein-Kecks (Hrsg.): Zeichensprachen des literarischen Buchs in der frühen Neuzeit. Die „Melusine des Thüring von Ringoltingen“. Berlin/Boston 2012.
  • (Hrsg.): Buchwissenschaft in Deutschland. Ein Handbuch. 2 Bände Berlin 2010. 2. Auflage 2013.
  • (Hrsg.): Das Hörbuch – Stimme und Inszenierung (= Buchwissenschaftliche Forschungen. Band 7). Wiesbaden 2007.
  • mit André Schnyder (Hrsg.): Thüring von Ringoltingen. Melusine (1456). Nach dem Erstdruck Basel: Richel um 1473/74. Bd. 1: Edition, Übersetzung und Faksimile der Bildseiten. Bd. 2: Kommentar und Aufsätze. Wiesbaden 2006.
  • Das Buch in der Alltagskultur: Eine Annäherung an zeichenhaften Buchgebrauch und die Medialität des Buches. Text und Bildergalerie (= Alles Buch. Band 15). Erlangen 2005. [Veröffentlicht auch in: Monika Estermann u. a. (Hrsg.) Buchkulturen. Beiträge zur Geschichte der Literaturvermittlung. Festschrift für Reinhard Wittmann. Wiesbaden 2005, S. 487–516.]
  • (Hrsg.): Reclams Sachlexikon des Buches. Stuttgart 2003. 3. überarb. und aktualisierte Auflage 2015.
  • (Hrsg.): Alles Buch. Studien der Erlanger Buchwissenschaft. Erlangen 2003ff. (Online-Schriftenreihe)
  • mit Dirk Wetzel: Das Buch (= Grundlagen der Medienkommunikation. Band 11). Tübingen 2001.
  • mit Tilman Spreckelsen, Peter-Henning-Haischer u. a. (Hrsg.): Friedrich de la Motte-Fouqué: Der Parcival. Erstdruck. (= Friedrich de la Motte-Fouqué: Ausgewählte Dramen und Epen. 6). Hildesheim u. a. 1997.
  • Überlieferung und Druck. Heiligenlegenden aus frühen Kölner Offizinen (= Frühe Neuzeit. Band 30). Tübingen 1996.
  • mit Siegfried Grosse: Die Rezeption mittelalterlicher deutscher Dichtung. Eine Bibliographie ihrer Übersetzungen und Bearbeitungen seit der Mitte des 18. Jahrhunderts. Tübingen 1988.
  • Das „Volksbuch vom armen Heinrich.“ Studien zur Rezeption Hartmanns von Aue im 19. Jahrhundert und zur Wirkungsgeschichte der Übersetzung Wilhelm Grimms (= Philologische Quellen und Studien. Band 113). Berlin 1985.
  • (Hrsg.): Hartmann von Aue: Der arme Heinrich. Mit einer Nacherzählung Wilhelm Grimms (= Reclams Universal-Bibliothek. 456). Stuttgart 1985. 2., verb. Auflage mit einer Übersetzung von Siegfried Grosse. Stuttgart 1992. – Durchges. u. bibliogr. erg. Ausgabe Stuttgart 2005.

Festschrift

  • Sandra Rühr (Hrsg.): Sinn und Unsinn des Lesens. Gegenstände, Darstellungen und Argumente aus Geschichte und Gegenwart [für Ursula Rautenberg zum 60. Geburtstag]. Göttingen 2013.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 6 7 Prof. Dr. Ursula Rautenberg, Lebenslauf. FAU Erlangen-Nürnberg, Institut für Buchwissenschaft, abgerufen am 1. September 2026.
  2. ↑ Prof. Dr. Ursula Rautenberg im Ruhestand. In: Institut für Buchwissenschaft. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Buchwissenschaft, 1. April 2019, abgerufen am 1. September 2026.