Screenshot aus dem Spiel „Solarpunk“: eine Terrasse
Cyberwave
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Cozy Survival auf der Schwebeinsel

Das hübsche Game „Solarpunk“ verbindet Survival-Elemente mit entspanntem Einrichten und Crafting-Sandbox.


Survival-Spiele sind stressig: In Games wie „The Long Dark“, „Green Hell“, „The Forest“ oder sogar dem Cartoon-Ableger „Don’t Starve“ muss ich ständig ums Überleben kämpfen. Hunger, Krankheit, wilde Tiere oder die unbarmherzigen Elemente machen mir das Leben schwer.

In „Solarpunk“ ist das ein bisschen anders: Das Spiel deutscher Entwickler versetzt mich zwar ebenso in eine Art Wildnis, aber die ist schon auf den ersten Blick weniger bedrohlich als idyllisch. Auf meiner schwebenden Insel gibt es keine Monster oder gefährlichen Tiere, die Sonnenuntergänge sind wunderschön und die Energie gewinne ich aus Sonne und Wind.

Survival of the Cutest

Ganz ohne Essen und Wasser geht es natürlich trotzdem nicht, und auch eine hübsche Bleibe muss ich mir genregemäß selbst zusammenbasteln. Holz, Steine und Nahrung sammeln, Werkzeug und -bank bauen, Felder anlegen und bewässern: Wie in anderen Survival-Sandbox-Spielen kommt auch in „Solarpunk“ der simple Loop aus Sammeln, Craften und Optimieren urmenschlichem Instinktverhalten sehr nah.

Der Name des Spiels nimmt übrigens dezidiert auf eine Science-Fiction-Nische Bezug: In der Tradition von „Cyberpunk“ leiht sich die gleichnamige öko-inspirierte, utopische, literarische Subgattung das Suffix und erzählt zur Abwechslung mal von einer optimistischen Welt erneuerbarer Technologie. Eine hübsche Abwechslung zum postapokalyptischen Dystopie-Allerlei des Mainstreams. Und auch in „Solarpunk“ – dem Spiel – trifft Survival auf cozy Einrichtungs- und Farming-Sim.

Screenshot aus dem Spiel „Solarpunk“: Energie-Handwerkstisch
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Schwebeinsel mit kleinen Schwächen


Allein oder gemeinsam mit drei weiteren Mitspieler:innen schreiten Ausbau und Kultivierung der schwebenden Inseln voran, irgendwann darf man sich ein Luftschiff bauen und benachbarte Eilande besuchen. Beim Aufbau von Energie- und Wasserversorgung kommt etwas später im Spiel noch Automatisierungs-Gameplay dazu, dank detaillierter Optionen bei der Inneneinrichtung können sich Cozy-Fans auch beim Look ihrer virtuellen Heimstätte ausleben.

Mit besonderer Komplexität und Spieltiefe kann das Spiel dagegen nicht punkten: Der Upgrade-Pfad ist recht linear, außerdem vermisst man ein paar moderne Komfortfeatures fürs Inventory- und Craftingmanagement. „Solarpunk“ ist trotzdem ein sympathischer Genre-Vertreter, der vor allem durch seine positiven Vibes überzeugen kann.