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BürglenBE

Kirche und Pfarrhaus. Kolorierte Aquatinta von Samuel Weibel, 1823 (Schweizerische Nationalbibliothek, Bern, Sammlung Gugelmann).
Kirche und Pfarrhaus. Kolorierte Aquatinta von Samuel Weibel, 1823 (Schweizerische Nationalbibliothek, Bern, Sammlung Gugelmann).

Die Kirche B. (Marienpatrozinium) in der polit. Gem. Aegerten BE entstand über spätantiken Bodenresten auf einer Anhöhe oberhalb des spätröm. Zihlübergangs Aegerten-Brügg an der Route Aventicum-Basel. 817 Burgulione, 1216 Burgulon. Die Gf. von Neuenburg-Nidau hatten vom Bf. von Lausanne den Kirchensatz zu Lehen und schenkten diesen 1255 ihrer Klostergründung Gottstatt. Die Grosspfarrei umfasste ein weites Gebiet um den Jensberg und an der Zihl mit den Dörfern Aegerten, Brügg, Jens, Merzligen, Schwadernau, Studen und Worben, im 16. Jh. auch Port. B. war Mutterkirche der Stadtkirche Nidau (um 1338-1482). 1621 zerstörte ein Erdbeben den Turm. Kirche und Pfarrhaus wurden 1832 in die polit. Gem. Aegerten eingemeindet. Heute betreuen vier Pfarrämter die ausgedehnte Kirchgemeinde: B., Jens-Merzligen-Worben (seit 1947), Brügg (seit 1970) und Aegerten-Schwadernau-Studen (seit 1983).

Quellen und Literatur

  • P. Aeschbacher, Stadt und Landvogtei Nidau von den Anfängen bis ins 16. Jh., 1929
  • R. Bacher et al., Aegerten: die spätröm. Anlagen und der Friedhof der Kirche B., 1990

Zitiervorschlag

Anne-Marie Dubler: "Bürglen (BE)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version von 1998 (Artikel aus der HLS-Druckversion, bearbeitet am 09.07.2003). Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008315/2003-07-09/, konsultiert am 08.10.2026.