Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG)
WDG, 5. Band, 1976
Stock, der
WDG, 5. Band, 1976
1Stock, der; -(e)s, Stöcke
1. /Verkl.: Stöckchen, Stöcklein/ langgestreckter und gerader, nicht zu dünner und nicht zu langer, handlicher Stab aus dem Zweig eines Baumes oder Busches, der meist als Stütze (beim Gehen), zum Schlagen oder Zeichengeben dient: ein kurzer, langer, dicker, dünner, derber, knotiger, geglätteter, polierter S.; er hatte sich
/Dat./ einen S. zum Wandern geschnitten; einen S. drohend gegen jmdn. erheben, schwingen; er bekam den S. zu fühlen, spüren
(er wurde geprügelt) er saß auf einem Baumstumpf und schnitzte an einem Stocke; der Schüler mußte mit dem S.
(Zeigestock) die Hauptstädte Europas auf der Landkarte zeigen
umg. er war lang und dünn wie ein S.; er stand, saß (steif) wie ein S. da; scherzh. er läuft umher, als hätte er einen S. verschluckt
(er hat einen unnatürlich steifen Gang) er ließ den Hund über den S. springen, nach dem S. laufen; sich auf einen S. stützen; seit dem Unfall muß er an zwei Stöcken
(Krückstöcken) gehen
der alte Herr wollte beim Ausgehen nicht auf seinen S.
(Spazierstock) verzichten
/übertr./ umg. am S. gehen
(gesundheitlich oder finanziell am Ende seiner Kräfte sein) salopp da gehst du am S.
(da bist du sprachlos, verblüfft, erstaunt)
2. Baumstumpf samt Wurzelwerk: die Stöcke roden /in der Wendung/ über S. und Stein über alle Hindernisse hinweg: Dann ging’s durch hohe Wälder bergab. Über Stock und Stein Lottchen 96
3. stauden- oder bäumchenähnliche Pflanze: im Rosengarten, Weinberg sind bei dem starken Frost viele Stöcke erfroren;
4. landsch. bes. süddt. aus einem dicken Holzklotz hergestellte klobige Unterlage für verschiedene Verrichtungen, bes. zum Holzhacken: er hat sich aus dem Stamm einen S. zum Holzhacken, zum Dengeln für seine Sense hergestellt;
5. süddt. großes Massiv eines Berges, Gebirges: jenseits des Sees erhob sich der mächtige S. des Gebirges; der erfahrene Bergführer kannte alle Stöcke des Gebirges; der gewaltige S. des Kaukasus;
6. Imkerei Bienenstock
7. hist. aus dicken Holzblöcken oder Metall gefertigtes Gestell, in das man im Mittelalter Verurteilte mit Händen und Füßen, oft auch dem Hals einschloß, Block: im S. sitzen; jmdn. in den S. spannen, legen, schließen; Da starrte Meister Dill hin auf seine Hände. Die saßen gefangen in einem eisernen Stock Riemenschneider 271
8. süddt. österr. Rel. kath. Opferstock: etw. in den S. werfen; die Stöcke leeren;
WDG, 5. Band, 1976
Stock, der
WDG, 5. Band, 1976
2Stock, der; -(e)s, -/ Stockwerke /nach Zahlenangabe Pl. auch
Stock /
⟨Kurzw. für Stockwerk⟩ im oberen S. wohnt Familie B; wir wohnen im ersten S.
(im Stockwerk über dem Erdgeschoß) das Haus ist drei S. hoch, hat vier S., Stockwerke; als ihm das Haus zu klein wurde, ließ er noch einen S. aufsetzen WDG, 5. Band, 1976
Stock, der
WDG, 5. Band, 1976
3Stock, der; -s, -s
Grundstock, Stamm: wir wollen den S. unseres Vermögens nicht angreifen; er gehört zum alten S. der Belegschaft; Warenbestand: wenn … die Fabrikanten auf ihren Stocks sitzen bleiben Weltbühne 1957; der Kleinhändler hat einen bestimmten S. von Waren Im WDG stöbern
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- Stinkwut
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- stippen, Vb.
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- stirnrunzelnd, Adj.
- stirnrunzelnd
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- Stirnwunde
- stöbern
- stochern, Vb.
- 1Stock
- 2Stock
- 3Stock
- Stockausschlag
- Stockausschlag
- Stockbeschlag
- stockbetrunken, Adj.
- Stockbiene
- Stockbiene
- stockblind
- stockblind, Adj.
- Stockblindheit
- stockdämlich
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- stockdumm, Adj.
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- stockdunkel, Adj.
- stockdürr
- stockdürr, Adj.
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- stockfinster, Adj.
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- stockfremd, Adj.
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- stockheiser
- stockheiser, Adj.
- Stockhieb
- Stockholz
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- stockig, Adj.
- Stockknauf
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Weitere Wörterbücher
Zitationshilfe
„Stock“, in: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wdg/Stock>.