
Nicht alles, was unmöglich ist, gehört ins Reich der Fantasie. Manches gehört zuerst in die Kunst – damit wir lernen, es überhaupt denken zu können – Zeichnung und Foto © Roswitha Geisler
Ende des letzten Jahres las ich von einem Kunstprojekt, welches „Handschlag“ betitelt war.
Schon der Titel gefiel mir. Ein schönes, fast altmodisch wirkendes Wort – und gleichzeitig erstaunlich aktuell. Denn ein gelungener Handschlag steht für Vertrauen, Verbindlichkeit, Respekt und Fairness – für jene Werte also, die Gemeinschaft tragen und Verständigung überhaupt erst möglich machen.
Schnell war mir klar, dass dies ein Thema war, das ich gerne künstlerisch umsetzen wollte. Mich interessierte dabei weniger die Geste selbst als die Frage, wie Zusammenarbeit aussehen könnte in einer Zeit, in der vieles eher auseinanderdriftet als zusammenfindet.
In meiner Zeichnung sind Mensch und Eisbär gleichermaßen von der Erderwärmung betroffen. Der Handschlag wird deshalb zur symbolischen Geste eines gemeinsamen Willens: etwas tun zu wollen, auch wenn die Größe des Problems fast überfordernd wirkt.
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