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Altikon

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Altikon
Wappen von Altikon
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Winterthurw
BFS-Nr.: 0211i1f3f4
Postleitzahl: 8479
Koordinaten: 701009 / 270045Koordinaten: 47° 34′ 24″ N, 8° 46′ 52″ O; CH1903: 701009 / 270045
Höhe: 393 m ü. M.
Höhenbereich: 370–466 m ü. M.[1]
Fläche: 7,70 km²[2]
Einwohner: 760 (31. Dezember 2025)[3]
Einwohnerdichte: 99 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
9,3 %
(31. Dezember 2025)[4]
Gemeindepräsidentin: Sandra Reinli (parteilos)
Website: www.altikon.ch
Lage der Gemeinde
Karte von AltikonSchützenweiherBichelseeGuemüliweierZiegelweierDeutschlandKanton SchaffhausenKanton St. GallenKanton ThurgauBezirk AndelfingenBezirk BülachBezirk PfäffikonBezirk UsterBezirk ZürichAltikonBrüttenDägerlenDättlikonDinhardElggEllikon an der ThurElsauHagenbuch ZHHettlingen ZHNeftenbachPfungenRickenbach ZHSchlatt ZHSeuzachTurbenthalWiesendangenWinterthurZell ZH
Karte von Altikon
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Kirche von Altikon
Dorfzentrum von Altikon

Altikon (in einheimischer Mundart Altike [ˈɑltikχə])[5][6] ist ein Dorf und eine politische Gemeinde im Bezirk Winterthur des Schweizer Kantons Zürich. Zu Altikon gehören die Weiler Schneit, Feldi und Herten.

Wappen und Fahne

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Blasonierung:

In Silber ein schwarzer Flug

Wappen und Fahne gehen auf das Familienwappen der kyburgischen Ministerialen von Altikon um 1243 zurück, weisse abwärtsgerichtete Flügel im schwarzen Feld. Bei der Übernahme für die zürcherische Obervogtei wurden 1696 Farben und Richtung vertauscht. Der Gemeinderat bestimmte am 18. April 1928 dies als das amtliche Wappen und Fahne.

Die Weinländer Gemeinde Altikon liegt nordnordöstlich von Winterthur im Thurtal. 20 % der Gemeindefläche sind von Wald bedeckt, und rund 70 % sind Landwirtschaftsfläche.

Altikon: Einwohnerzahlen von 1467 bis 2024
Jahr  Einwohner
1467
  
62
1634
  
373
1671
  
434
1710
  
430
1771
  
409
1799
  
402
1812
  
450
1836
  
400
1850
  
452
1860
  
441
1870
  
421
1880
  
378
1888
  
421
1900
  
415
1910
  
434
1920
  
446
1930
  
447
1941
  
457
1950
  
471
1960
  
488
1970
  
470
1980
  
437
1990
  
554
1991
  
557
1992
  
587
1993
  
588
1994
  
599
1995
  
574
1996
  
602
1997
  
601
1998
  
604
1999
  
591
2000
  
626
2001
  
631
2002
  
624
2003
  
623
2004
  
634
2005
  
623
2006
  
623
2007
  
622
2008
  
615
2009
  
622
2010
  
601
2011
  
621
2012
  
619
2013
  
638
2014
  
667
2015
  
655
2016
  
658
2017
  
676
2018
  
706
2019
  
698
2020
  
701
2021
  
711
2022
  
729
2023
  
756
2024
  
774
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[7][8] ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[9]

Als Herkunftsangabe erscheint der Ortsname in Abschriften von Urkunden aus den Jahren 1122 Werner von Altinchoven und 1243 E. de Alticon, in Original-Dokumenten ab 1244 (Cůnrado de Altrinchoven)/1246 Berchtoldus miles de Altlinkon.[6] Es handelt sich um eine Zusammensetzung eines um das Zugehörigkeitssuffix -ing- erweiterten althochdeutschen Personennamens mit dem Grundwort hof und bedeutet etwa ‹bei den Höfen der Sippe des Altilo›.[5]

Die Stadt Zürich erwarb 1452 zunächst das österreichische Lehen über die Burg, später von den Grafen von Lupfen auch die Gerichtsherrschaft über Altikon und übertrug 1696 die Verwaltung einem Obervogt.

Zeitweise (ab 1604) war Altikon unter Gerichtsherrschaft der Im Thurn. Benedikt Im Thurn erwarb 1615 Altikon von seinem Bruder, dem Gerichtsherrn Joachim Im Thurn. Zuvor kaufte er den Anteil des Seidenindustriellen David Werdmüller (1548–1612) zurück. 1618 verkaufte er Schloss und Gericht Altikon an Graf Maximilian von Pappenheim und Stühlingen für 17'000 Gulden. Nach 1641 betrieben der Gerichtsherr, der Zürcher Bürgermeister Salomon Hirzel, und seine Söhne – darunter insbesondere Hans Caspar Hirzel –, in Altikon eine Baumwollmanufaktur.

Am 7. August 1978 trat die begradigte Thur aus ihrer Verbauung und überschwemmte den zu Altikon gehörenden Weiler Feldi[10] und mehrere Einzelhöfe vollständig. 40[10] Menschen waren in ihren Häusern vom Wasser umschlossen. Es bildete sich vorübergehend ein 15 km² grosser See.[10] Die Seepolizei und Pontoniere evakuierten Menschen und Vieh.

Altikon, historisches Luftbild von 1923, aufgenommen aus 400 Metern Höhe von Walter Mittelholzer

Sehenswürdigkeiten

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Gemeindepräsidentin ist Sandra Reinli (parteilos, Stand 2023).[11]

Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Altikon (in Klammern Veränderung gegenüber 2019): SVP 55,87 % (−3,36), SP 11,19 % (+1,81), FDP 8,00 % (+1,59), Mitte 7,20 % (+3,01), glp 4,63 % (−1,61), Grüne 3,65 % (−1,99), EVP 3,30 % (+0,66), EDU 0,97 % (−1,97).[12]

Commons: Altikon – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. 1 2 Gabrielle Schmid, Andres Kristol: Altikon ZH (Winterthur). In: Dictionnaire toponymique des communes suisses / Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen / Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5, und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, S. 86.
  6. 1 2 Unter ortsnamen.ch angegebene Lautschrift: altikχə. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. Oktober 2014; abgerufen am 24. Juli 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. ↑ Martin Schuler: Kanton Zürich – Die Bevölkerungszahlen auf lokaler Ebene vor 1850. (CSV; 34 kB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 29. Juni 2026.
  8. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 29. Juni 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  9. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 29. Juni 2026.
  10. 1 2 3 Alfred Spaltenstein: Zwischen Freiheit und Zwang. Jahrhundert-Bauwerke an der zürcherischen Thur. Baudirektion des Kantons Zürich, Zürich 2004, ISBN 3-033-00174-2, S. 13 ff.
  11. ↑ Reinli Sandra. Gemeindepräsidentin. Website der Gemeinde Altikon.
  12. ↑ Eidgenössische Wahlen 2023, NR – Ergebnisse Parteien (csv). In: opendata.swiss. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 17. Februar 2024.