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Annona

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Annona

Stachelannone (Annona muricata)

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Magnoliids
Ordnung: Magnolienartige (Magnoliales)
Familie: Annonengewächse (Annonaceae)
Gattung: Annona
Wissenschaftlicher Name
Annona
L.

Annona (wohl von Taíno Anón für die Cherimoya oder von Latein Annus = Jahr, jährlich)[1][2] ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Annonengewächse (Annonaceae). Zu ihr gehören etwa 175 Arten in den Tropen und Subtropen. Einige dieser Arten sind als obstliefernde Bäume kommerziell bedeutsam, wie etwa die Cherimoya, die Stachelannone oder der Zimtapfel.

Illustration der Netzannone (Annona reticulata)

Erscheinungsbild und Laubblätter

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Annona-Arten wachsen als immergrüne bis laubabwerfende Bäume oder Sträucher. Oft werden Pfahlwurzeln gebildet und manche Arten bilden als ausgewachsene Bäume Brettwurzeln. Die steifen Zweige sind schlank und stielrund. Die Lentizellen sind erhaben. Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die ledrige oder häutige, einfache Blattspreite ist kahl oder flaumig behaart. Nebenblätter fehlen.

Die meisten Arten sind vorweiblich protogyn.[3] Die Blüten stehen einzeln oder in Bündeln an Blütenstandsschäften, die Hochblätter besitzen.

Die zwittrigen, meist drei-, selten vierzähligen Blüten besitzen einen intensiven, fruchtreichen Geruch. Der emporgehobene Blütenboden (Rezeptakulum) ist konvex bis mehr oder weniger kugelig oder länglich. Die meist drei, selten vier Kelchblätter fallen früh ab und sind kleiner als die Kronblätter. Es sind zwei Kreise mit je meist drei, selten vier meist fleischigen Kronblättern vorhanden. Die inneren Kronblätter sind meist reduziert. Es sind viele Staubblätter und viele oberständige Stempel vorhanden.

Früchte und Samen

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Die eiförmigen bis fast kugeligen, fleischigen Sammelfrüchte (Synkarp) bestehen aus Beeren und haben eine sehr variable Oberfläche mit einer festen Fruchtschale, die bei einigen Arten mit weichen Stacheln, die aus den Griffeln entstehen, versehen ist. Die Samen sind eiförmig bis ellipsoid, bohnenförmig mit harter Samenschale. Die Samen besitzen manchmal einen Arillus.

Chromosomensatz

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Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 7.[4]

Cherimoya (Annona cherimola)
Annona crassiflora
Wasserapfel (Annona glabra)
Ilama (Annona macroprophyllata)
Annona monticola
Schleimapfel (Annona mucosa)
Stachel-Annone (Annona muricata)
Annona purpurea
Annona salzmannii
Annona senegalensis
Zimtapfel (Annona squamosa)
Annona sylvatica

Die Gattung Annona wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 536–537 aufgestellt.[4] Als Lectotypus wurde 1911 Annona muricata L. von William Edwin Safford in Journal of the Washington Academy of Sciences, Band 1, Seite 119 festgelegt.[5] Eine wichtige Bearbeitung der Gattung erfolgte 1914 durch William Edwin Safford in Classification of the genus Annona, with descriptions of new and imperfectly known species in Contributions from the United States National Herbarium, Band 18, I-IX, Seite 1–68. Synonyme für Annona L. sind: Guanabanus Mill., Raimondia Saff., Rollinia A. St.-Hil., Rolliniopsis Saff.[6]

Es gibt etwa 175 Annona-Arten:

Hybriden:

Atemoya, eine Kreuzung von Cherimoya und Zimtapfel

Die Früchte werden roh gegessen oder zu Getränken und Speiseeis verarbeitet. Die Kerne der Annonafrucht werden in Sri Lanka von Kindern zu einem Spiel in der Art des Englisch Fußball verwendet.

Aus allen Pflanzenteilen können Acetogenine isoliert werden. Diese Stoffklasse zeichnet sich durch ihre insektizide und anti-tumorale Wirkung aus.

Die Laubblätter von Annona senegalensis werden in Westafrika zur Linderung von Insektenstichen verwendet.

Das in Guanábana (Stachelannone) enthaltene Nervengift Annonacin scheint die Ursache für eine neurodegenerative Krankheit zu sein, die nur auf der karibischen Inselgruppe Guadeloupe vorkommt und vermutlich mit dem Verzehr von annonacinhaltigen Pflanzen zusammenhängt. Es handelt sich dabei um eine so genannte Tauopathie, die mit einer pathologischen Anreicherung des Tau-Proteins im Gehirn verbunden ist. Experimentelle Ergebnisse belegen erstmals, dass für diese Akkumulation tatsächlich das pflanzliche Nervengift Annonacin verantwortlich ist.[8][9]

Der Asteroid (8835) Annona wurde nach der botanischen Bezeichnung Annona für die Pflanzengattung der Annonengewächse (Annonaceae) benannt.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Daniel F. Austin: Florida Ethnobotany. CRC Press, 2004, ISBN 0-8493-2332-0, S. 95.
  2. ↑ Edward A. Roberts: A Comprehensive Etymological Dictionary. Volume I (A–G), Xlibris, 2014, ISBN 978-1-4931-9109-3, S. 128.
  3. ↑ Jens G. Rohwer, Klaus Kubitzki, Volker Bittrich: The Families and Genera of Vascular Plants. Volume II: Flowering Plants Dicotyledons, Springer, 1993, ISBN 978-3-642-08141-5, (Reprint), S. 99.
  4. 1 2 Robert Kral: Annonaceae. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae, Oxford University Press, New York, 1997, ISBN 0-19-511246-6. Annona Linnaeus. - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  5. ↑ Annona bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  6. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 Annona im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 10. September 2026.
  7. 1 2 3 4 5 6 Walter Erhardt et al.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  8. ↑ Pierre Champy, Günter U. Höglinger, Jean Féger, Christophe Gleye, Reynald Hocquemiller, Alain Laurens, Vincent Guérineau, Olivier Laprévote, Fadia Medja, Anne Lombès, Patrick P. Michel, Annie Lannuzel, Etienne C. Hirsch, Merle Ruberg: Annonacin, a lipophilic inhibitor of mitochondrial complex I, induces nigral and striatal neurodegeneration in rats: possible relevance for atypical parkinsonism in Guadeloupe. In: Journal of Neurochemistry. Band 88, Nr. 1, 2004, ISSN 0022-3042, S. 63–69, PMID 14675150.
  9. ↑ Myriam Escobar Khondiker (2007): Annonacin, a Natural Complex I Inhibitor of the Mitochondrial Respiratory Chain, causes Tau Pathology in Cultured Neurons
Commons: Annona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien