Ilama
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Ilama (Annona macroprophyllata) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Annona macroprophyllata | ||||||||||||
| Donn.Sm. |
Ilama (Annona macroprophyllata Donn.Sm., Syn.: Annona diversifolia Saff.[1]) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Annona innerhalb der Familie der Annonengewächse (Annonaceae). Die Früchte dieses Baumes zeichnen sich durch ein rosafarbenes Fruchtfleisch mit cremiger Konsistenz aus.
Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vegetative Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ilama wächst als laubabwerfender Baum, der Wuchshöhen von bis zu 8 Meter erreicht.[2] Er verzweigt sich oft schon am Grund. Die Borke ist aromatisch und braun-grau. Die Rinde der Zweige ist anfangs wollig behaart und verkahlt später.[2] Die braun wollig behaarten Blattknospen sind eiförmig mit stumpfem oberen Ende.[2]
Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist nur etwa 1 Zentimeter lang.[2] Die glänzende, ganzrandige und dünne, pergamentartige Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 20 Zentimetern sowie einer Breite von 3 bis 10 Zentimetern elliptisch, eiförmig-lanzettlich bis breit-verkehrt-eiförmig mit gerundeter bis stumpfer Spreitenbasis und gerundetem oberen Ende.[2] An jeder Seite des Mittelnerv gibt es 11 bis 14 Seitennerven, die auf der Blattoberseite flach sind.[2] Das junge Laub ist rötlich bis kupferfarben.
Generative Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt ein bis zwei Brakteen, die 2,5 bis 3,5 Zentimeter lang sind. Die duftenden, zwittrigen Blüten stehen einzeln an langen Stielen und sind kastanienbraun. Die Kelchblätter sind klein und behaart. Die äußeren Kronblätter sind fein behaart und stumpf, die inneren sind staubblattähnlich und tragen Pollen.
Die Sammelfrucht ist konisch, herzförmig oder eiförmig und rund 15 Zentimeter lang; sie wird bis 0,9 Kilogramm schwer. Sie ist mit dreieckigen Vorsprüngen übersät. Die grüne bis pinke oder purpurne Fruchtschale ist mit einem samtigen, grauweißen „Reif“ überzogen. Die „Fruchtschale“ ist 6 Millimeter dick. Grüne Früchte haben ein weißes und süßes Fruchtfleisch, pinke Früchte haben ein mehr oder weniger rosafarbenes sowie saures „Fruchtfleisch“. Im Fruchtfleisch befinden sich 25 bis 80 harte, braune Samen von rund 1 mal 2 Zentimeter Größe.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 7 und Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.[3][2]
Ökologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Annona-Arten sind protogyn, also vorweiblich.[4] Das bedeutet auch, dass es meist nicht zu einer Selbstbefruchtung kommt.[4]
Vorkommen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ilama ist in den Hügeln an der Südwestküste Mexikos bis nach Guatemala, El Salvador und Honduras heimisch.[1] Ilama ist auf die Tropen beschränkt. In seinem Ursprungsgebiet wird der Baum auch angepflanzt. Natürlich kommt er nur bis in Höhenlagen von 610 Metern vor, wird in Guatemala aber noch in 1800 Metern angepflanzt. Er wächst am besten an Standorten mit ausgeprägten Regen- und Trockenzeiten.
Taxonomie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Erstbeschreibung von Annona macroprophyllata erfolgte 1910 durch John Donnell Smith in Botanical Gazette; Paper of Botanical Notes, Band 49, Seite 453 als („Anona“). Für Annona macroprophyllata Donn.Sm. wird oft des Synonym: Annona diversifolia Saff.[1] verwendet.[2]
Nutzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Früchte von Ilama werden als Obst genutzt. Das Fruchtfleisch wird roh gegessen. Meist werden die Fruchthälften ausgelöffelt, da das Fruchtfleisch am äußeren Rand unangenehm schmeckt.
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- J. Morton: Ilama. In: Julia F. Morton: Fruits of warm climates. J. F. Morton, Miami FL u. a. 1987, ISBN 0-9610184-1-0, S. 83–85, online bei Newcrop.
- T. K. Lim: Edible Medicinal and Non-Medicinal Plants. Volume 1: Fruits, Springer, 2012, ISBN 978-90-481-8660-0, S. 176–179.
- Robert Kral: Annonaceae. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae, Oxford University Press, New York, 1997, ISBN 0-19-511246-6. Annona diversifolia Safford. S. 712 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Annona macroprophyllata im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 10. September 2026.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 Robert Kral: Annonaceae. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae, Oxford University Press, New York, 1997, ISBN 0-19-511246-6. Annona diversifolia Safford. S. 712 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
- ↑ Annona diversifolia bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
- 1 2 A. C. de Q. Pinto, Maria C. R. Cordeiro, S. R. M. de Andrade, F. R. Ferreira, H. A. C. Filgueiras, R. E. Alves, D. I. Kinpara: Annona species. International Centre for Underutilised Crops, University of Southampton, UK, 2005, ISBN 0-85432-785-1. PDF.