Börfink
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 41′ N, 7° 5′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Birkenfeld | |
| Verbandsgemeinde: | Birkenfeld | |
| Höhe: | 515 m ü. NHN | |
| Fläche: | 8,21 km² | |
| Einwohner: | 162 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 20 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54422 | |
| Vorwahl: | 06782 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BIR | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 34 011 | |
| LOCODE: | DE 68B | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Schneewiesenstraße 21 55765 Birkenfeld | |
| Website: | www.börfink.de | |
| Ortsbürgermeister: | Marco Best | |
| Lage der Ortsgemeinde Börfink im Landkreis Birkenfeld | ||
Börfink ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört zur Verbandsgemeinde Birkenfeld.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort liegt am Traunbach beim 816 Meter hohen Erbeskopf im Schwarzwälder Hochwald im Hunsrück. 78,8 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Im Südosten befindet sich Abentheuer und südwestlich liegt das zu Neuhütten gehörende Muhl.
Zu Börfink gehören auch die Wohnplätze Einschiederhof, Forellenhof Trauntal und Bunker Erwin, sowie der Weiler Thranenweier.[2]
Börfink ist eine Nationalparkgemeinde im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Jahresniederschlag beträgt 1133 mm.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Börfink soll aus einer Köhlersiedlung entstanden sein, gegründet von Balduin Hartmann, dessen Hütte Balduinshäuschen genannt wurde.[4] Es gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Hinteren Grafschaft Sponheim und in preußischer Zeit zum Landkreis Trier.
„Wasser und Wald haben die Entstehung und die Geschichte von Börfink maßgeblich geprägt. Die Traun entspringt im Tranenbruch zwischen Hüttgeswasen und der kleinen Siedlung Tranenweier. Im 18. und 19. Jahrhundert lieferten der klare Mittelgebirgsbach und seine Nebenbäche die Wasserkraft für den Betrieb eines Sägewerks bei Tranenweier und mehrerer Mühle auf dem Einschieder Hof und in Börfink. Der Bestand des 1710 erbauten Sägewerks war nur von kurzer Dauer, weil ‚missgünstige gottlohse Leuthe‘ die Anlage Pfingsten 1716 in Brand setzen. Sie wurde wieder aufgebaut und bis 1742 weiter betrieben. Der Staudamm ist heute noch deutlich im Wiesengelände unterhalb der Ortslage erkennbar. Das Ochsenfloß speiste ab 1833 über ein Mühlgrabensystem die Ölmühle auf dem Einschiederhof. Bis heute erhalten sind Teile einer Vollkornmühle, im Anwesen der Familie Collet. Die Mahleinrichtung ist noch weitgehend intakt, das Mühlrad fehlt allerdings. Das 1865 erbaute Quereinhaus dient heute als Gasthaus mit Gästezimmern. Der Wald war über Jahrhunderte Arbeitsplatz der Menschen und Rohstofflieferant für die Hüttenindustrie, die im 17. Und 18. Jahrhundert in der Region eine vorübergehende Bedeutung erlangte. Zum Schmelzen der Erze wurden große Mengen Holzkohle benötigt. Zahlreiche Kohle-Meilerplätze zeugen von dieser intensiven Form der Waldnutzung.“
Der Kommandobunker Börfink, genannt Bunker Erwin, wurde 1964 im Erbeskopf in Betrieb genommen. Er diente unter anderem als geheimer NATO-Bunker zur Luftüberwachung Mitteleuropas in der Zeit des Kalten Kriegs. Im Jahr 2020 hieß es: „Heute ist die Anlage zivil genutzt. Es entsteht dort ein Rechenzentrum. Außerdem sind in einem überirdischen Verwaltungsgebäude die Ranger des Nationalparks mit ihren Büros und Werkstätten untergebracht“.[5]
Nach der Abtretung des Ortsteils Muhl mit 150 Einwohnern an die Gemeinde Neuhütten, die am 7. November 1970 wirksam wurde, wurde die Gemeinde, die Börfink-Muhl hieß, am 1. Januar 1971 in Börfink umbenannt.[6]
Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Börfink bezogen auf das heutige Gemeindegebiet, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[7]
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Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat in Börfink besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[8]
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Marco Best (Einzelbewerber) wurde am 4. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Börfink.[9][10] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 67,6 % gewählt worden.[11]
Seine Vorgänger waren Martin Döscher, der das Amt seit 2009 ausübte und bei der Wahl 2024 nicht erneut kandidierte, sowie zuvor Monika Schabert (Amtszeit 2004–2009) und Alfred von Sydow (1969–2004).[10]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In schräglinksgeteiltem Schild vorne rot-silber geschacht, hinten in Schwarz ein goldenes Köhlerfeuer.“ | |
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Es wurde 1972 von der Bezirksregierung Koblenz genehmigt. |
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Osten verläuft die Bundesstraße 41 und im Süden die Bundesautobahn 62. In Neubrücke ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken. Die Buslinie 323 im Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund verbindet Börfink mit Birkenfeld.
Der Forellenhof Trauntal ist der größte Fischzuchtbetrieb von Rheinland-Pfalz.[5]
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine Etappe des Fernwanderwegs Saar-Hunsrück-Steig endet in Börfink.[12] Um Börfink verläuft eine der „Traumschleifen“ genannten Premium-Wanderwege der Region Saar-Hunsrück. Es ist die ungefähr 9 Kilometer lange „Börfinker Ochsentour“, die unter anderem durch das besonders geschützte Moorgebiet Ochsenbruch führt.[13][14] Im Gemeindeteil Thranenweier verläuft die neu geschaffene barrierefreie „Nationalpark-Inseltour“ von 1,6 Kilometern Länge, die „Wissenswertes über die Entstehung, den Erhalt und die Vielfalt der dort vorkommenden Arten“ vermitteln will.[15]
Fotogalerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Börfink liegt am Traunbach. Hinten die denkmalgeschützte Alte Mühle
- Die Alte Mühle von Börfink, erbaut 1865, ist heute ein Landgasthof
- Der Glockenturm mit der Johann Peter Pilger – Glocke, dahinter das Gemeindehaus
- Gemeindehaus mit Freiwilliger Feuerwehr, erbaut 1842. Das Gebäude diente bis 1969 als Schule
- Zentral in Börfink, die Dorfstraße, die durch den kleinen Ort führt
- Das Nationalpark-Denkmal Zeitpunkt am Traunbach, im Jahr 2015 am Ortsrand von Börfink neben dem früheren Löschwasserteich errichtet
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Internetauftritt der Ortsgemeinde Börfink
- Ortsgemeinde Börfink auf den Seiten der Verbandsgemeinde Birkenfeld
- Literatur über Börfink in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
- Hierzulande (SWR): Dorfstraße in Börfink vom 30. Oktober 2014 abgerufen am 27. August 2020
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 28 (PDF; 1,9 MB).
- ↑ Niederschlagsmittelwerte von Deutschland für den Zeitraum von 1961 bis 1990, Quelle: DWD
- ↑ Hunsrück-Nahereise: Börfink abgerufen am 27. August 2020
- 1 2 3 Börfink.de/Martin Döscher: Kleine Geschichte zu Börfink abgerufen am 28. August 2020
- ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 190 (PDF; 2,8 MB).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Gemeinderatswahl Börfink, 9. Juni 2024. Verbandsgemeinde Birkenfeld, abgerufen am 6. September 2026.
- ↑ Ortsgemeinderat Börfink – 04.07.2024. In: Bürgerinformationssystem. Verbandsgemeinde Birkenfeld, abgerufen am 6. September 2026.
- 1 2 Johannes Geiß: Der Abschied eines echten Machers: Martin Döscher war 15 Jahre für die Geschicke von Börfink zuständig. In: Nahe-Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 21. Juli 2024, abgerufen am 6. September 2026 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
- ↑ Börfink, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. Landeswahlleiter RheinlandPfalz, abgerufen am 16. Juli 2024.
- ↑ Webpräsenz des Saar-Hunsrück-Steigs, abgerufen am 1. Februar 2014
- ↑ Deutsches Wanderinstitut: Börfinker Ochsentour abgerufen am 27. August 2020
- ↑ Alexander M. Gross: Die Börfinker Ochsentour, sr.de, SR 3 Saarlandwelle, Region am Nachmittag, 14. November 2020
- ↑ Birkenfelder Land: Nationalpark-Inseltour Thranenweier abgerufen am 27. August 2020

