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Dällikon

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Dällikon
Wappen von Dällikon
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Dielsdorfw
BFS-Nr.: 0084i1f3f4
Postleitzahl: 8108
UN/LOCODE: CH DON
Koordinaten: 675450 / 254929Koordinaten: 47° 26′ 27″ N, 8° 26′ 20″ O; CH1903: 675450 / 254929
Höhe: 440 m ü. M.
Höhenbereich: 419–632 m ü. M.[1]
Fläche: 4,51 km²[2]
Einwohner: 4469 (31. Dezember 2025)[3]
Einwohnerdichte: 780 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
32,5 %
(31. Dezember 2025)[4]
Gemeindepräsident: Stefan Schibli (SVP)
Website: www.daellikon.ch
Ansicht von der Lägern auf Regensdorf und Dällikon
Ansicht von der Lägern auf Regensdorf und Dällikon
Lage der Gemeinde
Karte von DällikonKatzenseeDeutschlandKanton AargauBezirk AndelfingenBezirk BülachBezirk DietikonBezirk PfäffikonBezirk UsterBezirk ZürichBachsBoppelsenBuchs ZHDällikonDänikonDielsdorf ZHHüttikonNeerachNiederglatt ZHNiederhasliNiederweningenOberglatt ZHOberweningenOtelfingenRegensbergRegensdorfRümlangSchleinikonSchöfflisdorfStadel bei NiederglattSteinmaurWeiach
Karte von Dällikon
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Dällikon ist eine politische Gemeinde im Furttal des Bezirks Dielsdorf im Unterland des Kantons Zürich in der Schweiz. Ihr Mundartname ist Tälike.[5]

Blasonierung:

In Rot ein pfahlweise gestelltes silbernes Winkelmass, den kürzeren Schenkel nach links gerichtet

Dällikon liegt im Furttal, nordwestlich der Stadt Zürich, südlich der Lägern, östlich von Baden und westlich des Flughafens Zürich-Kloten. Die Fläche von 449 ha besteht zu 41,2 % aus Landwirtschaftszone und zu 32,7 % aus Wald. 20,3 % sind Siedlungs- und 4,9 % Verkehrsfläche. 0,2 % sind Gewässer und 0,7 % unproduktive Fläche (Stand 2018).[6]


 Bevölkerungsentwicklung Dällikon 
EinwohnerJahr0100020003000400050001750180018501900195020002050Dällikon
Bundesamt für Statistik[7][8]

Seit Juli 2026 ist Stefan Schibli (SVP) Gemeindepräsident.[9]

Bei der Nationalratswahl 2019 erreichten die Parteien folgende Wähleranteile: SVP 46,94 %, glp 12,36 %, SP 10,68 %, FDP 9,86 %, Grüne 8,39 %, CVP 5,32 %, EVP 2,40 %, EDU 1,60 %, BDP 0,93 % und andere (8) 1,51 %.[10]

Die Wähleranteile bei der Nationalratswahl 2023: SVP 49,08 % (+2,15 %), FDP 11,29 % (+1,43 %), SP 10,53 % (−0,15 %), Die Mitte 8,59 % (+2,33 %), Grüne 6,25 % (−2,14 %), glp 6,24 % (−6,12 %), EVP 2,08 % (−0,32 %), EDU 1,42 % (−0,18 %), Mass-Voll! 1,32 %, Aufrecht Zürich 0,95 %, andere (10) 2,25 %.[11]

Bahnhof Buchs-Dällikon

Arbeit und Unternehmen

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Etwa 130 Dienstleistungsunternehmen und 66 Industriebetriebe beschäftigen 2000 Personen.

Dällikon ist über der S-Bahn-Linie S6 nach Baden und Zürich gut erschlossen. Die Feinverteilung erfolgt durch Buslinien der Verkehrsbetriebe Glattal. Der nächste Autobahnanschluss an die A1/A4 (Nordumfahrung Zürich) befindet sich in Zürich-Affoltern.

Dällikon, historisches Luftbild von 1923, aufgenommen aus 300 Metern Höhe von Walter Mittelholzer

Der römische Gutshof von Dällikon-Mülirain/Chneblezen dürfte grösser als die römische Villa im benachbarten Buchs gewesen sein. Archäologische Erkenntnisse von 2002 lassen die Dälliker Anlage in ihrem ganzen Umfang skizzieren, einschliesslich eines bemerkenswerten kultischen Fundensembles.[12]

Der Ortsname wird auf einen Sippenführer namens Tello zurückgeführt, woraus Tellinghovon wurde. Diese älteste erhaltene Nennung des Ortsnamens datiert auf den 8. Februar 870, als ein alemannischer Latifundienbesitzer dem Kloster St. Gallen Ländereien rechts der Limmat sowie im Furttal schenkte.

Reformierte Kirche von Dällikon

Grundbesitzer in Dällikon waren mit Ausnahme der Freiherren von Regensberg vor allem geistliche Stiftungen: die Klöster Muri und Fahr, die Abtei Einsiedeln, das Fraumünsterkloster in Zürich, die Propstei zum Grossmünster und das Nonnenkloster zum Oetenbach, ebenfalls in Zürich.

Im Jahr 1468 kaufte die Stadt Zürich die Herrschaft Landenberg-Greifensee, wozu Dällikon mit den Hohen Gerichten damals gehörte. Zürich teilte die Ortschaft der Obervogtei Regensberg zu. Nach dem Einmarsch der Franzosen kam Dällikon 1798 zum Distrikt Regensberg, später wurde es Teil des Bezirks Dielsdorf.

Bis 1843 bildete Dällikon mit dem Nachbardorf Dänikon eine politische Gemeinde. Die gemeinsame Schule wurde 1876 aufgeteilt. Die reformierte Kirchgemeinde Dällikon-Dänikon hat sich hingegen bis in die Gegenwart erhalten.

Persönlichkeiten

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  • Theodor Keidel (1902–1988), deutscher Jurist und Fachautor, lebte während des Krieges im Pfarrhaus Dällikon
  • Walter Nigg (1903–1988), reformierter Theologe, Pfarrer in Dällikon-Dänikon und Autor
  • Max Leemann (1932–2002), Komponist, Dirigent, Trompeter und Musikverleger, Dirigent des Musikvereins Dällikon
  • Werner Leimgruber (1934–2025), Schweizer Fussballer, Nationalspieler, Meister und Cupsieger mit dem FC Zürich, wohnte und verstarb in Dällikon
  • Wolfram Lorenzen (1952–2020), deutscher Pianist, verstarb in Dällikon
  • Roland Meier (* 1967), Profi-Radrennfahrer, wurde in Dällikon geboren
  • René Oetterli (* 1977), Chemiker, Dozent, Autor, wohnt in Dällikon

Sehenswürdigkeiten

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Commons: Dällikon – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ Heinz Gallmann: Zürichdeutsches Wörterbuch (= Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen in allg. verständl. Darstellung, begleitet vom Verein Schweizerdeutsch. Band III). 1. Auflage. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2009, ISBN 978-3-03823-555-2, S. 668.
  6. ↑ Gemeindeporträts. Dällikon. Flächen. Statistisches Amt des Kantons Zürich, 2018.
  7. ↑ Martin Schuler: Kanton Zürich – Die Bevölkerungszahlen auf lokaler Ebene vor 1850. (CSV; 25 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 1. August 2026.
  8. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 1. August 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  9. ↑ Protokoll der Wahl vom 08.03.2026. Gemeinde Dällikon, 8. März 2026, abgerufen am 1. August 2026.
  10. ↑ Nationalratswahl 2019. Kanton Zürich, abgerufen am 1. Oktober 2023.
  11. ↑ Nationalratswahl 2023. Kanton Zürich. 25. Oktober 2023.
  12. ↑ Beat Horisberger, Rolf Gamper: Dällikon: Römischer Gutshof, Tempel? In: Baudirektion des Kantons Zürich, Kantonsarchäologie (Hrsg.): Berichte der Kantonsarchäologie Zürich. Nr. 16. Fotorotar, Zürich/Egg ZH 2002, ISBN 3-905681-00-5, S. 14–15.
  13. ↑ Der Bezirk Dielsdorf (= Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Neue Ausgabe. Bd. VII). Bern 2023.