VRM (Medienunternehmen)
| VRM GmbH & Co. KG | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1850 |
| Sitz | Mainz |
| Leitung | Joachim Liebler (CEO), weitere (siehe Chefredaktion und Geschäftsleitung) |
| Mitarbeiterzahl | 1.300 |
| Branche | Medien |
| Website | vrm.de |

Die VRM GmbH & Co. KG (bis 2017 Verlagsgruppe Rhein Main, zuvor bis 1992 Mainzer Verlagsanstalt und Druckerei) ist ein regionales Medienunternehmen mit Schwerpunkt auf Print- und Online-Journalismus für Mittel-, West-, Süd- und Rheinhessen mit Sitz in Mainz. Die VRM erreicht mit ihren regionalen Tageszeitungen nach eigenen Angaben rund 638.000 Leser und beschäftigt insgesamt etwa 1.200 Mitarbeiter an 19 Standorten.[1] Die verkaufte Auflage beträgt 177.508 Exemplare, ein Minus von 19,3 Prozent seit 2014.[2]
Die VRM geht zurück auf den Verlag des Mainzer „Straßen-Anzeigers“ von 1850 und wuchs nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere in den 2010er-Jahren, durch Übernahmen zu einem regionalen Medienkonzern mit etlichen Zeitungstiteln heran.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anfänge als Mainzer Verlagsanstalt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die heutige VRM geht zurück bis zum Mainzer Straßen-Anzeiger, der erstmals am 29. Juni 1850 erschien.[3] Aus dieser Tageszeitung (später umbenannt in Mainzer Anzeiger) erwuchs die Mainzer Verlagsanstalt und Druckerei AG (MVA). Diese verlegte nach dem Zweiten Weltkrieg auch die bis heute bestehende Nachfolgezeitung Allgemeine Zeitung Mainz.
Übernahme regionaler Zeitungen in der Nachkriegszeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den folgenden Jahrzehnten übernahm der Verlag einige Zeitungen aus der Region. Die erste war das Wiesbadener Tagblatt, das sich nach seiner Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg in einer schwierigen Lage wiederfand. Bereits zuvor hatte die Verlagsanstalt eine Wiesbadener Ausgabe der AZ veröffentlicht, diese wurde dann mit dem Tagblatt zusammengeschlossen. Zum Jahresbeginn 1952 schloss sich der Aar-Bote der Mainzer Verlagsanstalt an, im März des Jahres die Idsteiner Zeitung. Am 1. Juli 1965 erwarb die Verlagsanstalt auch die Anteile am zuvor mit dem Tagblatt konkurrierenden Wiesbadener Kurier. 1972 folgte der Erwerb der Main-Spitze. Die Zeitungstitel führte die Mainzer Verlagsanstalt im Markenverbund Rhein Main Presse zusammen.
Auch an den neuen privaten Rundfunkunternehmen RPR (1986) und FFH (1989) beteiligte sich die Verlagsanstalt.[4]
Im Jahr 1992 firmierte das Unternehmen von Mainzer Verlagsanstalt und Druckerei Will & Rothe GmbH & Co. KG in Verlagsgruppe Rhein Main um. Vier Jahre später folgte der Umzug in den neu errichteten heutigen Hauptsitz bei Mainz-Marienborn.[4] 2003 kaufte die Verlagsgruppe die Mehrheit an der Zeitungsgruppe Zentralhessen um den Gießener Anzeiger in Form der Gießener Anzeiger Verlags GmbH & Co. KG.[5]
Expansion nach Süd- und Mittelhessen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2010 folgte die Errichtung eines neuen Druckzentrums in Rüsselsheim (siehe unten), ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Medienhaus Südhessen (Echo Medien GmbH, u. a. Darmstädter Echo).[6][7] Am selben übernahm die Verlagsgruppe Rhein Main im Sommer 2015 schließlich sämtliche Anteile von der Verlegerfamilie Bach, nachdem das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen war. Damit zählte die Verlagsgruppe nun zu den reichweitenstärksten regionalen Medienunternehmen.[8][9] Von den sechs Lokalausgaben der Echo Medien musste aufgrund der kartellrechtlichen Genehmigung das Rüsselsheimer Echo an die Frankfurter Neue Presse des Frankfurter Societätsverlag-Konzerns abgegeben werden.[10] Der ehemalige Verlag blieb als Tochterunternehmen bestehen.
Dem vorausgegangen war 2014 die vollständige Übernahme der Zeitungsgruppe Zentralhessen in Form der Gießener Anzeiger Verlags GmbH & Co. KG.[11] Diese nun Unternehmenstochter erwarb 2018 die Wetzlardruck GmbH (Zeitungsgruppe Lahn-Dill, u. a. Wetzlarer Neue Zeitung, Hinterländer Anzeiger, Dill-Post) und wurde so zum umsatz- und auflagenstärksten Tageszeitungsverlag in Mittelhessen und wurde fortan als Mediengruppe Mittelhessen geführt,[12] Anfang 2020 auch offiziell in VRM Mittelhessen GmbH & Co. KG umbenannt. Das Bundeskartellamt stimmte der Transaktion am 8. Mai 2018 zu.[13][14]
Geschäft mit Ippen und Neuausrichtung als VRM
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zum 1. Oktober 2021 veräußerte die VRM wiederum die Zeitungen der früheren Zeitungsgruppe Zentralhessen an die zur Ippen-Gruppe gehörende Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft mbH. Außerdem gingen der Kreis-Anzeiger und der Usinger Anzeiger an die ebenfalls Ippen-eigene Zeitungsholding Hessen.[15] Aus der bisherigen VRM Mittelhessen blieb also die ehemalige Wetzlardruck GmbH, die in VRM Wetzlar umfirmiert wurde und bis heute als Tochterunternehmen erhalten geblieben ist. Im Gegenzug zu den Verkäufen erwarb die VRM von der Ippen-Gruppe die Nassauische Neue Presse und das Rüsselsheimer Echo.[16] Damit wurde der hessische Zeitungsmarkt großflächig bereinigt und weitgehend zwischen der VRM und Ippen aufgeteilt.[17] Letzte Wettbewerbssituationen wie in Gießen wurden aufgelöst.[18][17]
Bei einem Markenrelaunch im Mai 2017 wurde aus der Verlagsgruppe Rhein Main die VRM GmbH & Co. KG, die gleichzeitig mit einem neuen Logo und Corporate Design versehen wurde.[19][20] Kurz danach wurde auch der Markenverbund Rhein Main Presse aufgelöst und direkt unter das Dach der VRM gestellt.
Zeitungstitel und Nachrichtenportale im Überblick
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch die gewachsene Struktur der VRM (siehe Geschichte) sind die einzelnen Zeitungstitel und Nachrichtenportale unterschiedlich eingeordnet, etwa je nachdem ob sie Hauptausgaben oder Kopfblätter sind oder welchem Teil der Chefredaktion sie unterstehen (siehe Chefredaktion und Geschäftsleitung). Soweit nicht anders mit etwaigen Tochterunternehmen aufgeführt gehörten die Titel und Online-Portale direkt der VRM GmbH & Co. KG.
Rheinland-Pfalz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Regionalbereich Rheinhessen-Nahe
- Allgemeine Zeitung (Mainz) (Online-Nachrichtenportal allgemeine-zeitung.de)
- Allgemeine Zeitung Mainz (Stadtausgabe / Hauptausgabe)
- Allgemeine Zeitung Alzey
- Allgemeine Zeitung Rheinhessen-Nahe (seit 1. Juli 2024 Nachfolger der bis dahin getrennten Ausgaben AZ Bad Kreuznach und AZ Bingen/Ingelheim)
- Wormser Zeitung (Online-Nachrichtenportal wormser-zeitung.de)
- Allgemeine Zeitung (Mainz) (Online-Nachrichtenportal allgemeine-zeitung.de)
Hessen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Regionalbereich Südhessen / Tochterunternehmen Echo Zeitungen GmbH (Online-Nachrichtenportal echo-online.de)
- Darmstädter Echo (Stadtausgabe / Hauptausgabe)
- Groß-Gerauer Echo
- Main-Spitze
- Odenwälder Echo
- Rüsselsheimer Echo
- Starkenburger Echo (seit 1. Januar 2025 Nachfolger des Bergsträßer Echo, wiederum seit 1. Juli 2019 selbst Nachfolger der bis dahin getrennten Ausgaben Bürstädter Zeitung, Lampertheimer Zeitung und Starkenburger Echo[21])
- Dieburger Anzeiger (seit 2023, vorher eigenständig als Dieburger Anzeiger GmbH & Co. KG)
- Regionalbereich Westhessen
- Wiesbadener Kurier (Online-Nachrichtenportal wiesbadener-kurier.de)
- Wiesbadener Kurier (Stadtausgabe / Hauptausgabe) (seit 1. April 2019 Nachfolger der bis dahin getrennten Ausgaben Wiesbadener Kurier Stadtausgabe und Main-Taunus-Kurier)
- Wiesbadener Kurier (Rheingau)
- Wiesbadener Kurier (Untertaunus – Idstein Land) (seit 1. Januar 2023 Nachfolger der bis dahin getrennten Ausgaben Idsteiner Zeitung und Wiesbadener Kurier Untertaunus)
- Hochheimer Zeitung (Online-Nachrichtenportal hochheimer-zeitung.de)
- Wiesbadener Kurier (Online-Nachrichtenportal wiesbadener-kurier.de)
- Regionalbereich Mittelhessen / Tochterunternehmen VRM Wetzlar (Online-Nachrichtenportal mittelhessen.de)
- Weilburger Tageblatt und Nassauische Neue Presse (Die VRM ist Dienstleister der NNP GmbH & Co. KG und erbringt für das WT und die NNP alle verlegerischen Leistungen.)
- Gelnhäuser Neue Zeitung (Die VRM ist Dienstleister der EGRO Mediengruppe und erbringt für das WT und die NNP zentrale verlegerische Leistungen.)
Ehemals
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Regionalbereich Zentralhessen / Tochterunternehmen Zeitungsgruppe Zentralhessen (Online-Nachrichtenportal gießener-anzeiger.de) (2014–2021, verkauft an die Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft)[22]
- Gießener Anzeiger (Hauptausgabe)
- Kreis-Anzeiger (Wetterau und Vogelsberg)
- Usinger Anzeiger
- Gelnhäuser Tageblatt (bereits 2017 eingestellt)
- Lauterbacher Anzeiger und Oberhessische Zeitung (erst 2024 verkauft, von 2021 bis 2024 Mittelhessen zugeordnet)
Beilagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bis Ende 2023 lag den Tageszeitungen jeden Dienstag (oder falls wegen eines Feiertages keine Ausgabe erfolgte, in der darauffolgenden Ausgabe) die Fernsehzeitschrift rtv bei. Ab 2024 wurde rtv durch das TV-Magazin Prisma ersetzt.
- In den 2010er Jahren gab es freitags das Veranstaltungsmagazin Pepper.
Kinderzeitung Kruschel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kruschel richtet sich an Kinder zwischen 7 und 11 Jahren und erscheint wöchentlich mit aktuellen Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft sowie spannenden Wissensthemen – so erklärt, dass Kinder sie verstehen und mitreden können.[23] Seit Dezember 2015 übernimmt die Rheinische Post die Inhalte der Kinderzeitung für seine Kruschel Post und liefert dafür Informationen ihrer Berliner Parlamentsredaktion.[24]
Anzeigenblätter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der VRM erscheinen auch Anzeigenblätter, die kostenlos allen Haushalten zugestellt werden:
- Alzeyer Wochenblatt
- Binger Wochenblatt
- Camberger Anzeiger
- Dieburger Wochenblatt
- Gersprenztaler Wochenblatt
- Groß-Gerau Wochenblatt
- Hinterland Wochenblatt
- Ingelheimer Wochenblatt
- Mainspitze Wochenblatt
- Mainzer Wochenblatt
- Lahn-Dill Wochenblatt
- Rheingau-Taunus-Kreis Wochenblatt
- Rheinhessisches Wochenblatt
- Südhessen Wochenblatt Darmstadt
- Wetzlarer Wochenblatt
- Wiesbadener Wochenblatt
Chefredaktion und Geschäftsleitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Während die Geschäftsleitung das Medienunternehmen VRM wirtschaftlich, finanziell, operativ und strategisch steuert, zeichnet die Chefredaktion für die inhaltliche und journalistische Ausrichtung der Medienprodukte, also hier insbesondere Zeitungen und Nachrichtenportale verantwortlich.
Die Verantwortung für das inhaltliche Angebot der Tageszeitungen und Online-Nachrichtenportale für die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz der VRM übernimmt jeweils ein Chefredakteur. Für Hessen derzeit Frank Kaminski. Für Rheinland-Pfalz Dennis Rink, der auch die länderübergreifende Zentralredaktion inhaltlich steuert und sich für den Sport und die Kinderzeitung Kruschel verantwortlich zeichnet. Jule Lumma verantwortet als Chefredakteurin den gesamten Bereich Content und gehört dazu der Geschäftsleitung an.
Den Regionalbereichen stehen Titelverantwortliche vor, die zugleich in der Position von stellvertretenden Chefredakteuren stehen. Sie sind für die inhaltliche Ausrichtung der Lokalredaktionen verantwortlich. Für Rheinhessen-Nahe (Allgemeine Zeitung mit Nebenausgaben und Wormser Zeitung) Katharina Petermeier, für Westhessen (Wiesbadener Kurier mit Nebenausgaben und Hochheimer Zeitung) Christian Matz, für Südhessen (Darmstädter Echo mit Nebenausgaben) Tim Maurer und für Mittelhessen (Wetzlarer Neue Zeitung mit Nebenausgaben) Christian Keller. Außerdem dient Mario Geisenhanslüke als stellvertretender Chefredakteur im Bereich Content Development und Inhaltedistribution.[25][26][27]
Die Geschäftsleitung wiederum wird angeführt von Joachim Liebler als Chief Executive Officer, Geschäftsführer und Herausgeber. Jule Lumma bildet das Bindeglied in die Chefredaktion und ist Mitglied der Geschäftsleitung für den Bereich Content. Carl C. Englisch ist Chief Financial Officer und verantwortet zudem die Bereiche Recht, Informationstechnik, Beteiligungsmanagement und die Infrastruktur. Oliver-Alexander Wolters ist Mitglied der Geschäftsleitung für den Bereich Herstellung, Logistik und Druck. Mareike Woll kümmert sich als Chief Transformation Officer um Strategie, Innovation, Künstliche Intelligenz und Produktmanagement.[4][28][29]
Standorte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Unternehmens- und Redaktionssitze
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Haupt- und Firmensitz der VRM ist das 1996 eingeweihte Gebäude bei Mainz-Marienborn. Darüber hinaus gehören zu den Standorten der VRM die Redaktionssitze der einzelnen Tageszeitungen und über die Jahre übernommenen Verlagshäuser. Besonders zu nennen sind hierbei die Hauptsitze der jeweiligen Regionalbereiche: das historische Pressehaus im Wiesbadener Zentrum, Sitz des Wiesbadener Kuriers (Westhessen), das angemietete Alleehaus im Darmstädter Verlegerviertel,[30] Sitz des Darmstädter Echos (Südhessen) bzw. der Echo Zeitungen GmbH, und das Medienhaus im Wetzlarer Stadtteil Sturzkopf, Sitz der Wetzlarer Neuen Zeitung (Mittelhessen) bzw. der VRM Wetzlar GmbH. Hinzu kommen Gebäude und Büroräumlichkeiten vor Ort für die einzelnen Lokalredaktionen und Kopfblätter.
Druckzentren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis 2010: Druckzentrum Mombach
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Druckzentrum der damalige Verlagsgruppe Rhein Main befand sich von 1975 bis 2010 in Mainz-Mombach. Der direkte Anschluss Mombachs an den Mainzer Ring bot logistische Vorteile. Ein zweiter Bauabschnitt wurde 1985 fertiggestellt. Im Druckzentrum wurden drei 48-seitige Hochleistungs-Zeitungsdruckmaschinen (WIFAG OF-7) eingesetzt. Die in der Druckvorstufe erstellten Zeitungsseiten wurden digital direkt auf die Druckplatte belichtet. Drei Belichter boten eine Kapazität von 510 Platten pro Stunde und die drei Rollenoffset-Rotationsdruckmaschinen konnten bei maximaler Geschwindigkeit 105.000 Zeitungen je Stunde ausstoßen. Pro Jahr wurden ca. 15.000 t Papier bedruckt, wofür etwa 450.000 Druckplatten jährlich eingesetzt wurden. Der Farbverbrauch lag bei etwa 215 Tonnen pro Jahr.[31]
Das Druckzentrum schloss 2010. Eine direkte Übernahme der 200 Mitarbeiter in das neue Druckzentrum erfolgte (aufgrund geänderter Qualifikationen) nicht.[32] Ein im September 2009 veröffentlichter Sozialplan sah jedoch Transfermaßnahmen sowie den Wechsel in eine Transfergesellschaft vor.[33]
Ab 2010: Neue Druckerei in Rüsselsheim
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ende 2010 wurde die Produktion im neu errichteten Druckzentrum Rhein Main (DRM) in Rüsselsheim am Main aufgenommen. Das Druckzentrum war ein Gemeinschaftsprojekt der Verlagsgruppe Rhein Main mit dem Medienhaus Südhessen. Seit dessen Übernhmae durch die VRM 2015 ist das Druckzentrum eine vollständige Tochter der VRM, seit dem Markenrelaunch des Konzerns 2017 als VRM Druck GmbH & Co. KG.
Auf vier Produktionslinien können bis zu 180.000 Zeitungsexemplare mit 48 vierfarbigen Seiten pro Stunde produziert werden.[34] Ende 2019 investierte die VRM Druck in drei Versandanlagen des in der Schweiz ansässigen Maschinenlieferanten Ferag AG. Zum Investitionsumfang zählten Transport- und Zwischenlagersysteme für die Zeitungsproduktion, EasySert-Einsteckanlagen für Beilagen sowie Palettierer des Herstellers Segbert.
Beteiligungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die VRM hat Beteiligungen an den privaten Hörfunksendern Hit Radio FFH und RPR1. Zudem hält die VRM Anteile an Radio Regenbogen und seit 2008 an Rockland Radio.[35]
Die VRM ist gemeinsam mit den baden-württembergischen Regionalzeitungsverlagen Badisches Pressehaus GmbH & Co. KG (unter anderem Badische Zeitung) und Druck & Medien Heilbronn GmbH (unter anderem Heilbronner Stimme) beteiligt an der Risikokapitalgesellschaft media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG mit Sitz in Heilbronn; das Konsortium hat in den High-Tech Gründerfonds II investiert.
Online-Angebot
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nachrichtenportale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alle Artikel der Tageszeitungen sind online auf dem entsprechenden regionalen Nachrichtenportal (siehe oben) aufrufbar. Außerdem gibt es großes multimediales Angebot mit Videos, Bildergalerien, interaktiven Umfragen oder Podcasts. Alle Nachrichtenportale sind über den Browser auf allen Endgeräten oder für mobile Nutzer als News-App verfügbar. Außerdem gibt es die Option, diverse Newsletter und Push-Nachrichten zu erhalten.
Mit einer kostenlosen Registrierung kann eine unbegrenzte Anzahl freier Artikel gelesen werden. Zusätzlich haben angemeldete Leser Zugriff auf einen personalisierbaren Nachrichtenbereich und erhalten individuelle Artikelempfehlungen. Um die sogenannten „plus“-Artikel zu lesen, wird ein kostenpflichtiges Abonnement benötigt. Der unbegrenzte Zugang zu Nachrichten im Web und in der App ist in allen Abo-Paketen der VRM enthalten.
Die Onlinedienste der Tageszeitungen erreichen im Monatsdurchschnitt rund 11 Mio. Kontakte.
„E-Paper“
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das sogenannte E-Paper bietet die Möglichkeit, die Tageszeitung in der vom Print gewohnten Zeitungsoptik als digitales 1:1-Abbild der gedruckten Version zu nutzen. Funktionen wie das Speichern einzelner Seiten oder ganzer Ausgaben, die Stichwortsuche sowie das Zoomen in Artikel oder Bilder sind verfügbar. Der Artikellesemodus erleichtert das Lesen, insbesondere auf kleinen Bildschirmen, und ermöglicht eine individuelle Anpassung der Schriftgröße.
Bereits am Vorabend ab 19:30 Uhr steht im VRM-, Echo-E-Paper und Mittelhessen-E-Paper eine erste Ausgabe zur Verfügung. Die aktualisierte und vollständige Morgen-Ausgabe kann ab 2:00 Uhr abgerufen werden.
VRM Digital Communications
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die VRM Digital Communications GmbH (ehemals VRM Digital GmbH) ist eine Tochtergesellschaft der VRM mit Sitz in Mainz. VRM Digital Communications vermarktet Agenturleistungen; dazu zählen insbesondere die Konzeption, Gestaltung und Umsetzung digitaler Marketingkampagnen sowie von Websites und Shop-Lösungen.
Historie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1997 wurde die Rhein Main Multimedia GmbH als Tochtergesellschaft der Verlagsgruppe Rhein Main (heute VRM) gegründet. Sie war eine Reaktion auf die Veränderung des Zeitungsmarkts in Zeiten einer zunehmend multimedialer werdenden Welt. Hauptaufgabe war und ist es, Leser tagesaktuell auch online zu informieren und reichweitenstarke Werbeplätze anzubieten. Dabei wurden die Inhalte zunehmend durch Video-News, Gewinnspiele oder Ratgeber- und Servicethemen etc. ergänzt.
Seit 2009 baut die Tochtergesellschaft ihr Angebot kontinuierlich aus. Sie ist nicht mehr nur für Konzeption und Umsetzung von digitalen Produkten im Auftrag der VRM zuständig, sondern berät auch eigene Kunden. Unternehmensziel war und ist, auf eine zeitgemäße digitale Vermarktung zu setzen. Dabei steht eine marktorientierte Produktentwicklung im Fokus. Die Umbenennung in Rhein Main Digital GmbH im Februar 2013 sowie die Umfirmierung in VRM Digital GmbH im Mai 2017 trugen der permanenten digitalen Weiterentwicklung Rechnung.
Mit den Beteiligungen an der Electronic Minds GmbH in 2018 sowie an der MPM Media Process Management GmbH im Jahr 2019 wurde das Ziel, umfassende Kommunikationslösungen – Corporate Solutions – anzubieten, weiter ausgebaut.
Mit der Eintragung in das Handelsregister am 12. Mai 2023 wurde die Verschmelzung offiziell: Die VRM Digital Communications GmbH, eine Tochtergesellschaft der VRM Corporate Solutions GmbH, ist rechtlich auf die Schwestergesellschaft RYZE Digital GmbH (ehemals Media Process Management GmbH) übergegangen. Dasselbe gilt für die Electronic Minds GmbH. Beide Agenturen existieren seitdem nicht mehr als rechtlich eigenständige Einheiten.
Durch die Verschmelzung kann RYZE Digital ihre Schwerpunkte in den Bereichen Content, Technologie und Reichweite weiter ausbauen und stärkt damit zugleich das Portfolio der VRM als digitales Kommunikations- und Dienstleistungsunternehmen.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Unternehmen. In: vrm.de. Abgerufen am 9. Oktober 2025.
- ↑ laut IVW (Details auf ivw.de)
- ↑ 175 Jahre VRM – ein Jubiläum, das verbindet. In: VRM. 29. Juni 2025, abgerufen am 12. September 2026.
- 1 2 3 Unternehmensinformation. In: VRM. Abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Aus der GAV wird die VRM Mittelhessen. In: VRM. 14. Februar 2020, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Umfirmierung: Das Druckzentrum Rhein Main wird zu VRM Druck. In: vrm.de. 15. September 2017, abgerufen am 9. Oktober 2025.
- ↑ VRM und Medienhaus Südhessen eröffnen Druckzentrum Rhein Main: Die Zeitungen. In: die-zeitungen.de. 17. Juni 2011, archiviert vom am 1. Dezember 2022; abgerufen am 1. Dezember 2022.
- ↑ Bundeskartellamt genehmigt Erwerb von Echo Medien durch die Verlagsgruppe Rhein Main. In: VRM. 2015, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Echo Medien steht vor Übernahme durch Verlagsgruppe Rhein Main. In: echo-online.de. 3. Februar 2015, archiviert vom am 10. Mai 2015; abgerufen am 10. Mai 2015.
- ↑ Wir sind VRM. In: www.vrm.de. Mai 2017, abgerufen am 12. Mai 2017.
- ↑ Verleger Maaß verkauft »Anzeiger«-Anteile. In: giessener-allgemeine.de. 2. April 2019, abgerufen am 9. Oktober 2025.
- ↑ Beteiligung der VRM-Gruppe: Zusammenschluss von Wetzlardruck und Gießener Anzeiger. In: VRM. 2018, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Einführung der Dachmarke VRM in Mittelhessen. In: VRM. 2018, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Bundeskartellamt genehmigt Zusammenschluss von Gießener Anzeiger Verlag und Wetzlardruck. In: VRM. 2018, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ VRM richtet ihr Mittelhessen-Portfolio neu aus. In: VRM. 2021, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Henning Kornfeld: Flurbereinigung in Mittelhessen: VRM verkauft Gießener Anzeiger und weitere Titel. In: kress.de, 17. August 2021, abgerufen am 21. September 2021.
- 1 2 Hartwig Bambey: Ippen und VRM wollen hessischen Zeitungsmarkt neu aufteilen: ver.di fordert Arbeitsplatzsicherheit für die betroffenen Beschäftigten. In: das Marburger. 17. August 2021, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Henning Kornfeld: Flurbereinigung in Mittelhessen: VRM verkauft Gießener Anzeiger und weitere Titel. In: kress.de. 17. August 2021, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ VRM: Eine neue starke Marke für ein starkes Unternehmen. In: vrm.de. 12. Mai 2017, archiviert vom am 15. Juli 2017; abgerufen am 15. Juli 2017.
- ↑ VRM: Eine neue starke Marke für ein starkes Unternehmen. In: VRM. 2017, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Bergsträßer Echo: Zusammenlegung der Bürstädter Zeitung, Lampertheimer Zeitung und des Starkenburger Echos. In: VRM. 2019, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ VRM verkauft mittelhessische Zeitungen: OZ und LA nicht betroffen - Oberhessen-Live. In: oberhessen-live.de. 18. August 2021, abgerufen am 9. Oktober 2025.
- ↑ Kruschel – Deine Zeitung. In: kruschel.de. Abgerufen am 9. Oktober 2025.
- ↑ Rheinische Post und Verlagsgruppe Rhein Main kooperieren: Die Zeitungen. In: die-zeitungen.de. 12. November 2015, archiviert vom am 7. Dezember 2023; abgerufen am 7. Dezember 2023.
- ↑ VRM mit neuer Chefredaktion und neuem Mitglied der Geschäftsleitung. In: VRM. 1. Juli 2023, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Wechsel in der Chefredaktion der VRM. In: VRM. 3. Februar 2026, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Katharina Petermeier: Katharina Petermeier wird stellvertretende Chefredakteurin. In: allgemeine-zeitung.de. Allgemeine Zeitung (Mainz), 1. Juni 2026, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Mareike Woll wird neues Mitglied der VRM-Geschäftsleitung. In: wiesbadener-kurier.de. VRM, 1. Oktober 2025, abgerufen am 15. September 2026.
- ↑ Wechsel im Management der VRM. In: VRM. Abgerufen am 15. September 2026.
- ↑ Neuer Verlagsstandort auf 2.200 m² für Echo Medien in Darmstadt. In: deal-magazin.com. 19. August 2015, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Wolfgang Bürkle: Main Rheiner · Von Belichtung bis Versandhalle - Leser besichtigen bei "WZ macht Ferien" Druckzentrum der Rhein-Main-Presse in Mainz. In: main-rheiner.de. 1. August 2008, archiviert vom am 23. Oktober 2008; abgerufen am 23. Oktober 2008.
- ↑ SWR Nachrichten, SWR-Text, Seite 119 vom 31. Mai 2009 01:25 Uhr
- ↑ Allgemeine Zeitung - Verlagsgruppe Rhein Main vereinbart Sozialplan. In: allgemeine-zeitung.de. Archiviert vom am 10. April 2013; abgerufen am 9. Oktober 2025.
- ↑ Verlagsgruppe Rhein Main - Beteiligungen: Druckzentrum Rhein Main. In: www.vrm.de. Archiviert vom am 17. Januar 2011; abgerufen am 17. Januar 2011.
- ↑ Verlagsgruppe Rhein Main - Beteiligungen: Hörfunk. In: www.vrm.de. Archiviert vom am 23. September 2010; abgerufen am 23. September 2010.
Koordinaten: 49° 57′ 36,6″ N, 8° 12′ 40,2″ O
