Mihai Beniuc

Mihai Beniuc (* 20. November 1907 in Sebiș (ungarisch Borossebes, deutsch Sebesch)/Komitat Arad, Königreich Ungarn, heute Kreis Arad; † 24. Juni 1988 in Bukarest) war ein rumänischer Schriftsteller und Psychologe.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Beniuc besuchte von 1921 bis 1927 das Gymnasium Moise Nicoară in Arad, wo Alexandru T. Stamatiad sein Literaturlehrer war. Er veröffentlichte Beiträge in der Schülerzeitschrift Laboremus und gehörte zum Literaturkreis um Victor Papilian. Bis 1931 studierte er Psychologie, Philosophie und Soziologie an der Universitatea „Regele Ferdinand I“ in Cluj-Napoca. Danach spezialisierte er sich an der Universität Hamburg bei Jakob Johann von Uexküll auf Tierpsychologie.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Dozent an der psychologischen Fakultät der Universität in Cluj. 1946 veröffentlichte er seinen ersten beachteten Gedichtband, und im selben Jahr ging er als Kulturattaché nach Moskau. Als geehrter und privilegierter Autor kehrte er 1948 nach Rumänien zurück. Er wurde Mitglied der Rumänischen Akademie und Präsident des rumänischen Schriftstellerverbandes und veröffentlichte fast jährlich neue Werke, ließ die meisten Werke neu auflegen und sorgte für Übersetzungen im Ausland und Aufnahme seiner Texte in Schulbücher. Dabei war er bereit, auch bedeutende Dichter wie Lucian Blaga, die politisch in Ungnade gefallen waren, herabzuwürdigen.
1965 enthob ihn Gheorghe Gheorghiu-Dej seines Amtes als Präsident des rumänischen Schriftstellerverbandes, und Benuic kehrte auf seinen Lehrstuhl für Zoopsychologie an der Universität Bukarest zurück. Nach der Übernahme der Macht durch Nicolae Ceaușescu schrieb Beniuc fortlaufend Gedichte zur Verherrlichung des „großen Führers“ der Rumänischen Kommunistischen Partei und des sozialistischen Rumäniens. Seine mehr als 100 Gedichtbände fanden – mit Ausnahme der frühen aus der Zeit vor 1950 – nach dem Sturz des Ceaușescu-Regimes keine Beachtung mehr.
Werke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Lyrik
- Cântece de pierzanie, 1938
- Cântece noi, 1943
- Orașul pierdut, 1943
- Un om așteaptă răsăritul, 1946
- Mărul de lângă drum, 1954
- Steaguri, 1951
- Cântec pentru tovarășul Gheorghiu Dej, 1951
- Partidul m-a învățat, 1954
- Trăinicie, 1956
- Azimă, 1956
- Inima bătrînului Vezuv, 1957
- Cu un ceas mai devreme, 1959
- Prosa
- Pe muche de cuțit, 1959
- Dispariția unui om de rând, 1963
- Explozie înăbușită, 1971
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Beniuc, Mihai |
| KURZBESCHREIBUNG | rumänischer Schriftsteller und Psychologe |
| GEBURTSDATUM | 20. November 1907 |
| GEBURTSORT | Sebiș |
| STERBEDATUM | 24. Juni 1988 |
| STERBEORT | Bukarest |