Oberloiben
| Oberloiben (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Oberloiben | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Krems (KR), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Krems an der Donau | |
| Pol. Gemeinde | Dürnstein | |
| Koordinaten | 48° 23′ 11″ N, 15° 31′ 59″ O | |
| Höhe | 200 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 153 (1. Jän. 2026) | |
| Fläche d. KG | 1,1 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 04161 | |
| Katastralgemeindenummer | 12116 | |
Der Ort von der Ruine Dürnstein aus betrachtet | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Oberloiben ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der Stadtgemeinde Dürnstein im Bezirk Krems in Niederösterreich mit 153 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026)[1]. Bis Ende 1967 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Dorf unterhalb von Dürnstein ist über die Donau Straße erreichbar. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 79 Adressen.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 860 beschenkte König Ludwig der Deutsche das Erzstift Salzburg mit einigen Orten im Donautal, darunter auch mit Loiben.
In der Schlacht bei Loiben im Jahr 1805 errangen die mit den Russen verbündeten Österreicher ein Sieg gegen Napoleons Grande Armée, was aber das Vordringen der Franzosen nur wenig verzögerte. Das 1905 errichtete Franzosendenkmal erinnert an diesen Sieg.[4]
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 30 Häusern genannt, das nach Unterloiben eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Oberloiben besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Dürnstein ausgeübt.[5]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Oberloiben zwei Gemischtwarenhändler ansässig.[6] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1968 die damaligen Ortsgemeinden Oberloiben und Unterloiben zur Gemeinde Loiben in der Wachau.[2] Diese vereinte sich per 1. Jänner 1971 mit Dürnstein.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 368 (Ausgabe 1769; Loiben in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 2. Band: Krems bis Stift Zwettl. Wallishausser, Wien 1839, S. 111 (Loiben (Ober-) – Internet Archive).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 164.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Oberloiben in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
- 1 2 Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 22. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 30. Januar 2025.
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Eintrag zu Oberloiben im Austria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 424f (Loiben (Ober-) in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 380
