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Sende (Verl)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sende (Verl)
Stadt Verl
Koordinaten: 51° 54′ N,  33′ O
Höhe: 110 m ü. NN
Fläche: 15,48 km²
Einwohner: 1279 (2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner/km²
Karte
Lage von Sende (Verl) in Verl
Blick entlang der Sender Straße auf die Ortseinfahrt (2026)
Blick entlang der Sender Straße auf die Ortseinfahrt (2026)

Sende ['zɛndə]  ist ein Ortsteil der ostwestfälischen Stadt Verl im Kreis Gütersloh im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Der Ort liegt im Nordwesten von Verl und zählt bei einer steigenden Einwohnerzahl 1279 Einwohner.[1]

Sende bezeichnet auch den angrenzenden Ortsteil der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock.

Sende liegt nordwestlich vom Verler Ortskern und grenzt im Norden direkt an Bielefeld und im Osten an Schloß Holte-Stukenbrock. Der Ortsteil liegt auf einer Höhe von 110 m ü. NN am Westrand der Senne südwestlich des Teutoburger Waldes und grenzt innerhalb der Stadt an alle anderen Verler Ortsteile.

Der Ortsteil besitzt einen weitgehend ländlichen Charakter. Außerhalb der beiden Siedlungsschwerpunkten (Sender Straße und Grünstraße) zeigt sich die für die Emssandebene typische Parklandschaft mit Hecken, Weiden und Grünstrukturen. Außerdem finden sich in der Umgebung des Ortes zahlreiche baumumstandene Einzelhöfe.

Durch Sandabbau entstand der nordwestlich in Sende gelegene A2-See. Der Ortsteil wird (von nord nach süd) von den Bächen Dalke, Landerbach und Menkebach durchzogen. Im Grenzgebiet zu Bornholt-Bahnhof und Kaunitz fließt zudem der Ölbach.

Die Bauerschaft Sende gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zur Grafschaft Rietberg. Anschließend bildete Sende von 1807 bis 1813 eine Gemeinde im Kanton Neuenkirchen des Departements der Fulda im Königreich Westphalen. Die Gemeinde kam 1816 zum neuen Kreis Wiedenbrück in der preußischen Provinz Westfalen. Dort gehörte die Gemeinde Sende bis 1969 zum Amt Verl. 1961 hatte Sende 4.484 Einwohner bei einer Fläche von damals 23,94 km².

Von 1938 bis zur Auflösung im Jahr 1945 befanden sich in "Sende 28" (heute Am Ölbach 283, Bethel.regional Mühlgrund) und "Sende 246" (heute Im Bruch 31, verfallene "Gefängnisvilla") zwei Außenstellen des bisher unzureichend erforschten Strafgefangenenlager Oberems.[2]

Durch das Gesetz zur Neugliederung des Kreises Wiedenbrück und von Teilen des Kreises Bielefeld wurde die damalige Gemeinde Sende am 1. Januar 1970 aufgeteilt und der westliche Teil wurde neben anderen Gemeinden zur Bildung der neuen Gemeinde Verl herangezogen.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Innerhalb der Stadt wurde bereits in den 1970er Jahren damit begenonnen, in jedem Ortsteil Straßennamen nach einer bestimmten Ordnung zu vergeben.[4] Im Zentrum von Sende sind einige Straßen nach Gesteinen benannt.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 LP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung GmbH: Wohnraumbedarfsanalyse und -konzept für die Stadt Verl. (PDF) Stadt Verl, 2022, abgerufen am 22. April 2026.
  2. Karina Isernhinke: Das Strafgefangenenlager Oberems. In: Veröffentlichungen aus dem Kreisarchiv Gütersloh. Band, Nr. 13. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-89534-893-8, S. 6667.
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 111.
  4. Annette Huss: Verl in den 1970er Jahren. In: verl.de. Stadtarchiv, Verl, abgerufen am 10. August 2026.