Uvira (Kongo)
| Uvira | ||
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| Koordinaten | 3° 26′ S, 29° 8′ O | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Demokratische Republik Kongo | |
| Provinz | Sud-Kivu | |
| ISO 3166-2 | CD-SK | |
| Einwohner | 170.422 (1. Januar 2005) | |
Uvira am Ufer des Tanganjikasees | ||
Uvira ist eine Stadt am Nordufer des Tanganjikasees im gleichnamigen Bezirk der Provinz Sud-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo.
Bezirk Uvira
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Uvira ist einer der acht Bezirke in der Provinz Sud-Kivu. Er grenzt im Norden an den Sud-Kivu Bezirk Walungu, im Osten an Burundi und den Tanganjikasee, im Süden an den Sud-Kivu Bezirk Fizi und im Westen an den Sud-Kivu Bezirk Mwenga.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2005 hatte Uvira 170.422 Einwohner (Stand 1. Januar 2005), während es 1984 laut Zensus 74.432 waren.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei Überschwemmungen nach Regen im April 2020 sind in der Stadt Uvira 3.500 Häuser zerstört und in der Provinz Sud-Kivu 24 Menschen, überwiegend Kinder, getötet worden.[1]
Nachdem Bukavu im Februar 2025 an die von Ruanda unterstützte paramilitärische Gruppe Alliance fleuve Congo (AFC) / Bewegung 23. März (M23) fiel, wurde Uvira der neue Sitz der Provinzregierung von Sud-Kivu. Im Dezember 2025 nahmen die AFC/M23 Uvira ein.[2]
Kultur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Uvira ist Sitz einer Diözese der römisch-katholischen Kirche (Bistum Uvira) und liegt in der Erzdiözese Bukavu.
Wirtschaft und Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Uvira liegt an der Straße nach Bukavu und Bujumbura in Burundi. Die Stadt ist ein wichtiger Handelszugang zu Burundi und von dort zu Tansania und dem Indischen Ozean.[2]
Der nahe der Stadt liegende Hafen Kalundu (französisch Port de Kalundu) wird von der Société Nationale des Chemins de fer du Congo betrieben und verfügt über 2 Kais. Jede Kaianlage ist mit einem Derrickkran ausgestattet. Es bestehen im Hafen freie und überdachte Lagerkapazitäten. Die Versandung der Hafeneinfahrt bildet ein permanentes Problem. Das Hafengelände (3° 26′ 3,6″ S, 29° 7′ 52,4″ O) ist zugleich ein Grenzübergang und eine Zollabfertigungsstelle.[3]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Assani Lukimya (* 1986), Fußballspieler
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stichwort: Uwira. Deutsches Kolonial-Lexikon. Berlin. 1920. Band 3. Seite 599.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karte von Sud-Kivu
- Karte von Sud-Kivu des UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Überschwemmungen in Demokratischer Republik Kongo orf.at, 18. April 2020, abgerufen am 18. April 2020.
- 1 2 Simone Schlindwein: Kongos Rebellen erobern weitere Stadt: Der Krieg wird zum Flächenbrand. In: taz.de. 10. Dezember 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025.
- ↑ Jessica Cochran, Lucy Styles: Logistics Capacity Assessment: 2.1.5 Democratic Republic of Congo Port of Kalundu. auf www.dlca.logcluster.org (englisch)

