Hinter Matáj , hebräisch י י ת י מ , dessen Name in etwa Gabe G´TTES bedeutet verbirgt sich eine in vieler Hinsicht interessante Persönlichkeit , über die uns wenig bis gar nichts außer dem bekannt ist , was er selbst über sich...
moreHinter Matáj , hebräisch י י ת י מ , dessen Name in etwa Gabe G´TTES bedeutet verbirgt sich eine in vieler Hinsicht interessante Persönlichkeit , über die uns wenig bis gar nichts außer dem bekannt ist , was er selbst über sich schreibt (siehe Mat. 9 , Vers 9 , Kap. 10 , Vers 3) und was andere über ihn schrieben (Markus 3 , Vers 18 , Lukas 6 , Vers 15 , Apg. 1 , Vers 13), denn die Tatsache , dass er den Namen Lej´wwí trug und als einziger der Tal´midím Jeschú´as dessen Abstammungslinie ermitteln und zu Papier bringen konnte gibt ihm ganz eindeutig einen levitischen , wenn nicht gar kohanitischen Hintergrund und auch der Beruf des Zollpächters ist dabei nicht ohne Belang , denn wie ich an den entsprechenden Stellen im Markus-und Lukasevangelium ausführte sahen sich viele der L´wwi´jím und Kohaním die nicht im Bereich des Heiligtums in Jeruscha´l´ájim Dienst taten durch die folgenreichen Umstände ihrer Zeit genötigt , jenes verhasste Gewerbe zu ergreifen , denn sie entweihten dadurch ihren heiligen Dienst und zogen sich damit zu Recht die Ächtung seitens ihrer gläubigen Zeitgenossen zu … doch bevor ich zu dem herausragenden Beitrag seines Berichtes über Leben und Lehre seines Meisters komme sehe ich mich genötigt , zuvor etwas klarzustellen , denn es ist mir im Laufe der textlichen Recherchen in den Evangelienberichten sowie auch in der Apostelgeschichte gelungen festzustellen , dass das Alter der Tal´midím Jeschú´as wie auch einiger anderer Personen seines Umkreises wie auch des Umkreises der Apostel deutlich jünger ist als dies in der amtlichen Lesart und Rezeption des Christentums zu finden ist und Matáj ist hierfür ein wegweisendes Beispiel , denn wer sich etwas in der Welt des orientalischen Judentums auskennt müsste an dieser Stelle sofort stutzig werden wenn er liest dass ein levitischer Zollpächter , der sich dafür gewinnen ließ , seinen ihm und anderen Schande bereitenden Beruf aufzugeben dafür eigens ein Fest organisiert wo er seinesgleichen und dazu noch Den Messias und dessen Schüler einlädt , denn was will er damit denn feiern -etwa seinen Entschluss sein unehrenhaftes Gewerbe aufzugeben und bei seinen einstigen Geschäftskollegen noch einen verklärten Eindruck zu hinterlassen ? Nun , für Christen West-und Osteuropas mag dies vielleicht nicht anders zu erklären sein , während jemand der sich ausreichend in der Kultur des Orients auskennt mir darin zustimmen wird dass der Einladende eindeutig der Vater des Jungen war , für den es in diesem Fall weit einleuchtendere Gründe gab die Entscheidung seines Sohnes festlich zu begehen und dazu ist es nicht nur im Orient üblich dass der Sohn den Vater in seinen Geschäftsräumen oder wie hier in seinem Zollhäuschen vertritt (Mat. 9 , Vers 9) und es ist aufgrund des zuvor Ausgeführten dazu noch einsichtiger dass der Sohn alles tat , um in seinem Bericht seinen Vater und dessen Tätigkeit nicht zu erwähnen , doch ist es für mich ausreichend erwiesen dass das Alter von Matáj , als er diesen Bericht verfasste demnach nicht mehr als 19 , 20 Jahre betrug nachdem er sich mit schätzungsweise 16 , 17 Jahren seinem Ráv anschloss , so wie es bis heute in unserer Lehrkultur geübt wird , dort wo in der Regel der Vater bzw. die Eltern dafür sorgen dass ihr Sohn möglichst früh den Lebensweg der Halacháh bei einem fähigen und geachteten Rabbiner erlernt , doch nun zu seinem Bericht , zu dessen Umfeld sowie den Umständen seiner Entstehung in den vielen christlichen Kommentarwerken zumeist nur wenig außer dem üblichen Hinweis auf Eusebius´ Kirchengeschichte zu finden ist (siehe Eusebius , Ekklej´ss´iáss´tikéj Hiss´torí´a , Band 3 , Kap. 39 letzter Absatz), doch hilft das allein nicht zu verstehen , warum allein Matáj und keiner der anderen Zwölf die bemerkenswerte Lehre ihres Meisters niederschrieben und selbst wenn man das obligatorische Thomasevangelium und eventuell noch das Judasevangelium hinzu zählt fehlen immerhin noch neun andere Evangelienberichte da man im Fall des Johannesevangeliums davon ausgeht dass er es erst gegen Ende seines Lebens schrieb , ja , Fragen über Fragen , die ein messianischer Kommentator an dieser Stelle aufwirft und damit zu verstehen geben möchte , dass es Mat j Kapitel 1 á 1.