Montcaret
| Montcaret Mont Caret | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Bergerac | |
| Kanton | Pays de Montaigne et Gurson | |
| Gemeindeverband | Montaigne Montravel et Gurson | |
| Koordinaten | 44° 52′ N, 0° 4′ O | |
| Höhe | 8–108 m | |
| Fläche | 17,07 km² | |
| Einwohner | 1.390 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 81 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24230 | |
| INSEE-Code | 24289 | |
| Website | www.montcaret.fr | |
Kirche Saint-Pierre-ès-Liens | ||
Montcaret (Aussprache [mɔ̃kaˈʁɛ], okzitanisch Mont Caret) ist eine französische Gemeinde mit 1390 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Bergerac und zum Gemeindeverband Communauté de communes de Montaigne Montravel et Gurson. Die Einwohner werden Montcaretois und Montcaretoises genannt.
Geografie
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Montcaret liegt etwa 63 Kilometer südwestlich von Périgueux, etwa 33 Kilometer westlich von Bergerac und etwa 25 Kilometer ostsüdöstlich von Libourne am südwestlichen Rand des Départements in der Landschaft des Bergeracois und im Landesteil des touristisch benannten Périgord pourpre. Ihr Gebiet befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert von der Lidoire, die es im Norden begrenzt, vom Estrop, der es im Südosten begrenzt, vom Ruisseau du Grand Rieu und von verschiedenen kleineren Fließgewässern.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Montcaret liegt auf der vierten Stufe von Nordosten, einem Plateau aus Kieselsandsteinablagerungen und lakustrischen Kalksteinen aus dem Tertiär.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär und Sedimentgesteinen aus dem Känozoikum.
Das Relief des Gemeindegebiets weist eine spärlich bewaldete, aber mit zahlreichen Weinbergen bedeckte, gewellte Landschaft auf, die sich markant als Plateau von der Schwemmebene der nahen Dordogne abhebt. Der topografisch höchste Punkt mit 108 m Höhe befindet sich nördlich des Zentrums mit der Ortskirche. Der tiefste Punkt befindet sich im äußersten Süden mit 8 m Höhe beim Austritt des Ruisseau du Grand Rieu aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum mit der Ortskirche liegt auf etwa 35 m Höhe. Das Bürgermeisteramt befindet sich etwa 350 Meter südöstlich.
Rund 74 % der Fläche der Gemeinde werden landwirtschaftlich, vorwiegend heterogen, genutzt, rund 18 % sind bewaldet, rund 8 % entfallen auf bebaute Flächen (Stand: 2018).[2]
Montcaret ist von folgenden sechs Gemeinden umgeben:
| Saint-Michel-de-Montaigne | Montpeyroux | Bonneville-et-Saint-Avit-de-Fumadières |
| Vélines | ||
| Lamothe-Montravel | Saint-Seurin-de-Prats |
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die vorherrschenden klimatischen Bedingungen in Montcaret sind durch warme und gemäßigte Temperaturen gekennzeichnet. Es ist bemerkenswert, dass die Gemeinde das ganze Jahr über eine beträchtliche Niederschlagsmenge aufweist, einschließlich des Monats Juli mit der geringsten Luftfeuchtigkeit. Nach der Köppen-Geiger-Klassifikation werden die vorherrschenden Wetterbedingungen in diesem Gebiet als Cfb (Gemäßigtes Ozeanklima) eingeordnet. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Montcaret beträgt 13,8 °C, die niedrigste Durchschnittstemperatur im Januar mit 6,1 °C, die höchste im Juli und im August mit 21,8 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt gemäß den meteorologischen Aufzeichnungen etwa 768 mm.[3]
Natürliche und technologische Risiken
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Naturrisiken manifestieren sich in Montcaret als
- Überschwemmungen und den mit ihnen assoziierten Schlammströmen und Hangrutschungen, besonders entlang der Schwemmebene der Dordogne
- Waldbrände
- Bodensetzungen
- Bodenbewegungen
- Radonemanationen.
Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen, Schlammlawinen und Erdrutschungen in den Jahren 1982, 1986, 1993, 1996, 1999, 2001 und 2005 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehören u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.[4]
Obwohl das Gemeindegebiet nur in geringen Maße mit Wald bedeckt ist, besteht in einem größten Teil des Gemeindegebiets zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Département erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[4] Die Wälder der Départements der ehemaligen Regionen Aquitanien und Poitou-Charentes gelten als besonders brandgefährdet. Für diese Gebiete wurde ein Département- oder départementsübergreifender Plan zum Schutz der Wälder vor Bränden entwickelt.[5][6]
Wie die Risikokarte zeigt, ist nahezu das gesamte Gemeindegebiet von einer mittleren bis starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Das Gebiet mit einer mittleren Gefahr erstreckt sich über die Schwemmebene der Dordogne im Süden, das Gebiet mit einer starken Gefahr über den nördlich davon befindlichen Teil. Seit dem 1. Oktober 2020 werden in Anwendung des Gesetzes über die Entwicklung von Wohnraum, Entwicklung und digitaler Technologie verschiedene Beschränkungen für Verkäufer, Projektleiter oder Bauherren von Immobilien in einem als mittel- oder hochgefährdet eingestuften Gebiet auferlegt.[7] Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 1999, 2008 und 2012 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.
Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt.
In einigen Teilen des Landes kann Radon, das sich in manchen Häusern und anderen Gebäuden ansammelt, eine erhebliche Belastung für die Bevölkerung durch ionisierende Strahlung darstellen. Laut der Klassifizierung von 2018 ist die Gemeinde der Zone 2 von 3 zugeordnet, was bedeutet, dass dort ein mittleres Radonpotenzial besteht. Technische Lösungen zur Reduktion der Radonexposition sollten individuell für jedes Gebäude ausgewählt und angepasst werden. Nach der Umsetzung dieser Maßnahmen wird empfohlen, deren Wirksamkeit durch erneute Radonmessungen zu überprüfen.
Bodenbewegungen umfassen eine Reihe von Verschiebungen des Bodens oder Untergrunds, manche abrupter als andere. Die dabei auftretenden Volumina können von wenigen Kubikmetern bis zu mehreren Millionen Kubikmetern reichen. Diese Verschiebungen können langsam (einige Millimeter pro Jahr) bis sehr schnell (einige hundert Meter pro Tag) erfolgen. Im Allgemeinen verlaufen Bodenbewegungen mit einem signifikanten Volumen relativ langsam. Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. In Montcaret besteht die Gefahr von Bodenbewegungen als Senkungen und Einstürzen anthropogenen Ursprungs, natürlich entstandene unterirdische Hohlräume, deren Decken einsturzgefährdet sind.
Ein technologisches Risiko besteht durch den Verlauf einer Erdgasleitung, die das Gemeindegebiet unterquert. Obwohl diese Anlagen sicher sind, kann es in sehr seltenen Fällen zu einem Bruch oder einem Leck kommen. Dies könnte dann eine Umweltverschmutzung oder ein Unfallereignis (Explosion, Brand, giftige Wolke usw.) zur Folge haben.
Ein weiteres technologisches Risiko bilden verschmutzte oder potenziell verschmutzte Standorte, die weniger als 500 Meter vom Zentrum entfernt sind. Es handelt sich im Falle von Montcaret um ein früheres Lager für brennbare Flüssigkeiten.
Die Gemeinde liegt flussabwärts des Staudamms Bort-les-Orgues im Département Corrèze, einem Bauwerk der Klasse A (Höhe des Stauwehrs ≥ 20 Meter), das seit 2009 einem sog. Spezifischen Interventionsplan (PPI) unterliegt. Dieser findet Anwendung bei diesem Staudamm der Klasse A mit einem Stauseevolumen von über 15 Millionen m3. Er ist ein Notfallplan, der die Maßnahmen zur Alarmierung der Behörden und der Bevölkerung, die Organisation der Hilfsmaßnahmen und die Umsetzung von Evakuierungsplänen detailliert beschreibt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Gemeinde von der Hochwasserwelle betroffen sein wird, die durch den Bruch dieses Bauwerks entstünde.[8]
Etymologie und Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name des Dorfes erschien am Ende des 11. Jahrhunderts in der latinisierten Form Mons Caretus (1081), im 16. Jahrhundert in der Schreibweise Montkaret und im 19. Jahrhundert zuweilen als Mont-Caret. Das okzitanische mont stammt vom lateinischen mons, montis ab, das einen erhöht gelegenen Ort bezeichnet. Der Ursprung des Namensteils Caret ist hingegen unklar. Für den Sprachwissenschaftler Albert Dauzat könnte es eine Weiterführung der präkeltischen Wurzel °kar (deutsch Stein) sein. Montcaret wäre demnach eine steinige Erhebung.[9]
Die seit prähistorischer Zeit bewohnte Stätte von Montcaret verfügt über ein sehr vielfältiges Erbe, dessen bemerkenswerte gallorömische Überreste das Herzstück und eine der Haupttouristenattraktionen des Dorfes bilden.[10]

Diese wichtige gallorömische Stätte wurde im 19. Jahrhundert rund um die Kirche auf den Höhen von Montcaret entdeckt. Nach Ausgrabungen, die zwischen 1921 und 1939 von Pierre Martiel Tauzuac unter der Leitung von Jules Formigé durchgeführt wurden, wurde eine gallorömische Villa rustica aus dem 1. bis 5. Jahrhundert n. Chr. ans Licht gebracht. Die meisten der damals entdeckten Mosaike sind heute vor Ort erhalten. Das an das Gelände angrenzende Museum zeigt auch Objekte aus verschiedenen Ausgrabungen, die in der Nähe des Hauptgeländes durchgeführt wurden.[10]
Montcaret und seine gallorömische Villa lagen am Schnittpunkt der Römerstraßen von Divona (Cahors), Diolinum (Lalinde), Burdiglia (Bordeaux) und Lugdunum (Lyon). Die Villa überragte das rechte Ufer der Dordogne und erreichte im 4. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Sie war eine ländliche Adelsresidenz, die einen Wohnsektor (pars urbana) und ein landwirtschaftliches Zentrum (pars rustica) umfasste, das lokalen Wein produzierte.[11] Der luxuriöse Wohnbereich, die pars urbana*, gruppierte sich um einen von Galerien (überdachten Gängen) umschlossenen Hof, mit weitläufigen Empfangsräumen im Westen und einer Thermenanlage im Osten. Die privaten Thermen (ebenso wie übrigens die öffentlichen) umfassten ein Caldarium (Warmbad), ein Tepidarium (Lauwarmbad) und ein Frigidarium (Kaltbad).[12]
In den tiefen Schichten der damals durchgeführten Untersuchungen kam Keramikmaterial aus der jüngeren Eisenzeit (Latènezeit) zutage. Es wurden sogar einige Keramikscherben aus der älteren Eisenzeit (Hallstattzeit) gefunden, was belegt, dass bereits in der Vorgeschichte eine menschliche Besiedlung genau an jener Stelle bestand, an der später die römische Anlage errichtet wurde.[13]
Was das Gebiet von Montcaret betrifft, so ist die menschliche Anwesenheit durch Steinartefakte belegt, die auf dem Gemeindegebiet oder in dessen unmittelbarer Nähe gefunden wurden. Dabei handelt es sich insbesondere um einen herzförmigen Faustkeil aus dem Moustérien. Auch das Neolithikum ist durch eine Reihe von Steinbeilen vertreten. Leider ist deren Herkunft unbekannt. Es ist möglich, dass der Hang von Montcaret in dieser Epoche nicht besiedelt war und man die Spuren menschlicher Besiedlung eher weiter nördlich auf dem Plateau der Gemeinde Montpeyroux suchen muss. Die beiden noch erhaltenen Bronzebeile stammen zum einen aus dem Ortskern und zum anderen vom Lieu-dit Moulin de Nogaret. Letzterer liegt auf dem Kamm, der im Norden der Gemeinde die beiden Hänge des Plateaus voneinander trennt. Sie zeugen von einer erneuten, gesicherten Besiedlung des Gebiets. Ebenso wurde am Lieu-dit Chalustre im Osten der Gemeinde eine Schwertspitze gefunden. Der Standort der pars urbana selbst lieferte Keramik aus der älteren und jüngeren Eisenzeit, die unterhalb der gallorömischen Schichten zutage kam. Im Bereich der späteren pars rustica förderten die Untersuchungen von 2002 zudem eine Schicht sowie eine Grube zutage, die eine umfangreiche Menge an Keramik aus der älteren Eisenzeit enthielten. Diese Funde lassen sich chronologisch in das 6. Jahrhundert v. Chr. einordnen.[14]
Die ersten festen Bauten der pars urbana dürften gegen die Mitte des ersten Jahrhunderts n. Chr. entstanden sein. Im 4. Jahrhundert und noch stärker im Verlauf des 5. Jahrhunderts nahm der Wohnbereich eine besondere Dimension an. Die rund 4000 m² große Villa wurde von den Alamannen 275 n. Chr. zerstört, dann wieder aufgebaut.[15]
Die Wisigoten, die mit dem weströmischen Kaiser Flavius Honorius die Räumung des von ihnen besetzten Italiens im Austausch für eine dauerhafte Ansiedlung in Gallien ausgehandelt hatten, schlossen 418 ein Abkommen mit dem Kaiser, demzufolge sie den Südwesten Galliens als Foederaten besetzten. Der vom Kaiser gewährte Foedus ermöglichte es insbesondere den Neuankömmlingen, sich die Hälfte der Landgüter in der Region anzueignen. Es sind zumindest keine Anzeichen von Verwüstungen der Villa von Montcaret in dieser Zeit zu erkennen. Damit stellt sich für die Villa die unbeantwortete Frage, ob sie ab dem fünften Jahrhundert von einem wisigotischen Eigentümer genutzt wurde und ob dieser der wohlhabende Auftraggeber für die letzte Ausbauphase der Villa war. Inwieweit verfügten die ursprünglichen römischen Eigentümer, wenn sie ihren Besitz behalten hatten, über die Mittel für derartige Umbauten? Oder sind diese umfassenden Veränderungen als Zeichen besonders mächtiger neuer Eigentümer zu deuten. von „Neureichen“, die ihre römischen Vorgänger übertreffen wollten? Festzuhalten bleibt auch, dass kein Artefakt gefunden wurde, das eindeutig der wisigotischen Kultur zuzuordnen wäre.[16]
Es lässt sich nicht mehr feststellen, wer das Landgut im sechsten Jahrhundert bewohnte, ein Großgrundbesitzer oder aber ein Verwalter, der dem Eigentümer lediglich regelmäßig über die Bewirtschaftung des Gutes Rechenschaft ablegte. Die Westgoten, die mit Kaiser Honorius ausgehandelt hatten, das von ihnen besetzte Italien zu räumen und sich dafür dauerhaft in Gallien niederzulassen, schlossen 418 ein Abkommen mit dem Kaiser, demzufolge sie als Föderaten den Südwesten des Gebiets besiedelten.
Der vom Kaiser gewährte *Foedus* (Vertrag) gestattete es insbesondere den Neuankömmlingen, sich die Hälfte der Landgüter der Region anzueignen. Für die Villa von Montcaret stellt sich somit die Frage, ob sie ab dem 5. Jahrhundert von einem westgotischen Eigentümer bewohnt wurde. Hinter der Frage nach der Identität des Eigentümers verbirgt sich eigentlich die spezifischere Frage nach der Identität des Auftraggebers für die letzte Ausbauphase der Villa: War dieser Auftraggeber noch Römer, oder gehörte er der westgotischen Kriegeraristokratie an? Es sei lediglich angemerkt, dass kein Artefakt gefunden wurde, das eindeutig der westgotischen Kultur zuzuordnen wäre. Inwieweit verfügten die ursprünglichen römischen Eigentümer, die ihren Besitz behalten hatten, über die Mittel für derartige Umbauten? Oder sind diese umfassenden Veränderungen als Zeichen besonders mächtiger neuer Eigentümer zu deuten – „Neureicher“, die ihre römischen Vorgänger übertreffen wollten?[17]
Die Art der Nutzung der Villa nach dem fünften Jahrhundert lässt sich nur schwer bestimmen. Während die monumentale Architektur und die reiche Ausstattung der letzten Bauphasen zweifelsfrei auf die Anwesenheit einer wohlhabenden Persönlichkeit, die ungeachtet ihrer Herkunft der Aristokratie angehörte, in jenem Jahrhundert hinweisen, lässt sich nicht mehr feststellen, wer den Ort im 6. Jahrhundert bewohnte. Dass das Anwesen zu jener Zeit im Besitz eines Großgrundbesitzers war, steht außer Zweifel. Doch ist es möglich, dass dieser dort nicht mehr wohnte, sondern dass es sich bei dem Bewohner lediglich um einen Verwalter handelte, der dem Eigentümer lediglich regelmäßig über die Bewirtschaftung des Guts Rechenschaft ablegte. Es ist bekannt, dass sich die aristokratischen Lebensgewohnheiten ab dem sechsten Jahrhundert wandelten, auch wenn der Reichtum des Adels fortbestand. Galerien, Säulenhallen und Badeanlagen hatten, bedingt durch sozioökonomische Veränderungen, wie sie etwa im Zusammenbruch des Fernhandels zum Ausdruck kamen, keine Daseinsberechtigung mehr in ihrer ursprünglichen Form. Der Badebereich scheint zunächst einer anderen als der ursprünglichen Nutzung zugeführt und schließlich gänzlich aufgegeben.[18]
Der Fund einer merowingischen Mordaxt zeugt von der fortwährenden Nutzung des Ortes. Bei Ausgrabungen wurden zwar mehrere wiederverwendete merowingische Sarkophage entdeckt, doch fand man offenbar keine einzige Bestattung dieser Epoche mehr in ihrer ursprünglichen Lage vor. Bei den freigelegten, für jene Zeit charakteristischen trapezförmigen Monolithwannen handelt es sich um spätere Zweitverwendungen älterer Gehäuse. Sie belegen jedoch, dass die frühmittelalterliche Nekropole, auch wenn sie sich nicht exakt an der Stelle der heutigen Anlage befand, nicht weit entfernt gelegen haben kann. Andernfalls hätte man sich kaum dazu entschlossen, diese schweren Gräber zur Wiederbestattung auf den mittelalterlichen Friedhof zu verlagern. Die pars agraria (der Wirtschaftsteil) war weiterhin bewohnt, wie die dort freigelegte merowingische Keramik belegt. Die bebaute Kelteranlage existierte jedoch nicht mehr, und die alten Auffangbecken für den Most waren verfüllt.[19]
Die erste bekannte Erwähnung einer kirchlichen Einrichtung in Montcaret stammt aus der Zeit um 1080. Sie berichtet von der Schenkung der Kirche Saint-Pierre samt ihren Nebengebäuden durch einen gewissen Boson, einen Vizegrafen (Viguier), an die Mönche von Saint-Florent-lès-Saumur. Dies bedeutet, dass in Montcaret bereits vor der von diesen Mönchen errichteten romanischen Kirche ein Kirchenbau existierte. Im darauffolgenden Jahrhundert bildete sich dank Schenkungen der Grundbesitz des Priorats von Montcaret heraus. So ist etwa eine Schenkung von Weinbergen in Kirchennähe durch einen gewissen Forcie überliefert, der den Mönchen zudem die Gründung einer Siedlung an diesem Ort gestattete. Daraus lässt sich zudem schließen, dass die Siedlung nicht unmittelbar aus der antiken Villa hervorging, sondern dass die frühmittelalterliche Wohnstätte etwas abseits gelegen haben muss.
Schließlich belegen die Quellen, dass die Kastellanei Montravel, zu der neben Montcaret dreizehn weitere Pfarreien gehörten, im 14. Jahrhundert einen der fünf Besitze des Erzbischofs von Bordeaux im Périgord darstellte und ein bedeutendes Weinbaugebiet bildete.[20]
Im 17. Jahrhundert wurde das Dorf zum Sitz des aktiven Protestantismus, was der Herrscher Ludwig XIII. nicht wohlwollend sah. Auf seinen Befehl hin zerstörten die königlichen Truppen 1622 vollständig die Burg von Montcaret.[10] Die Kirche Saint-Pierre überdauerte als Ruine, bevor sie im 19. Jahrhundert im neoromanischen Stil wiederaufgebaut wurde.[15]
Im Jahr 1685 ordnete Ludwig XIII. die Schließung der protestantischen Schule sowie den Abriss des protestantischen Gotteshauses an. Die protestantische Kirche des Ortes wurde – nach der Wiederzulassung des Kultes im Jahr 1803 – im Jahr 1822 in einem umgebauten Siedlerhaus untergebracht.[21]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Montcaret: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 1.450 | |||
| 1800 | 1.628 | |||
| 1806 | 1.322 | |||
| 1821 | 1.185 | |||
| 1831 | 1.264 | |||
| 1836 | 1.197 | |||
| 1841 | 1.162 | |||
| 1846 | 1.140 | |||
| 1851 | 1.100 | |||
| 1856 | 1.120 | |||
| 1861 | 1.101 | |||
| 1866 | 1.136 | |||
| 1872 | 1.120 | |||
| 1876 | 1.116 | |||
| 1881 | 1.056 | |||
| 1886 | 1.080 | |||
| 1891 | 1.077 | |||
| 1896 | 1.071 | |||
| 1901 | 1.159 | |||
| 1906 | 1.221 | |||
| 1911 | 1.138 | |||
| 1921 | 1.124 | |||
| 1926 | 1.149 | |||
| 1931 | 1.205 | |||
| 1936 | 1.142 | |||
| 1946 | 1.127 | |||
| 1954 | 1.145 | |||
| 1962 | 1.062 | |||
| 1968 | 1.045 | |||
| 1975 | 1.037 | |||
| 1982 | 1.071 | |||
| 1990 | 1.099 | |||
| 1999 | 1.219 | |||
| 2006 | 1.343 | |||
| 2013 | 1.437 | |||
| 2020 | 1.453 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[22] INSEE ab 2006[23] Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz | ||||
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs aus römischer bzw. gallorömischer Zeit gehören die in den 1920er bis 1940er Jahren freigelegten, etwa 4000 Quadratmeter umfassenden Ruinen einer römischen Villa. Insbesondere sind zu erwähnen mehrere geometrische Boden- und Wandmosaike sowie ein in quadratische Felder unterteiltes Mosaik mit der Darstellung von Fischen, die heute in einem kleinen Museum untergebracht sind. Der Ausgrabungskomplex wurde im Jahr 1926 als Monument historique teilweise klassifiziert, der ehemalige Friedhof kam 1932 hinzu.[24]
- Fundamente der großen Halle mit Apsis
- Mosaiken des Schwimmbeckens
- Mosaik des Frigidariums (Kaltbad)
- Eingang zu den Thermen
- Mosaik der kreuzförmigen Halle
- Die Apsis der mitten in die Ruinen der römischen Villa hineingebauten Pfarrkirche Saint-Pierre-ès-Liens entstammt in Teilen noch dem 11. Jahrhundert, wobei Steine der Villa wiederverwendet wurden. Nach Zerstörungen im Hundertjährigen Krieg (1337–1453) und in den Religionskriegen (1562–1598) blieb die Kirche jahrhundertelang als Ruine stehen, bis sie im 19. Jahrhundert in neoromanischem Stil wiederaufgebaut wurde. Das Innere der Apsis zeigt mehrere als Spolien wiederverwendete römische Kapitelle. Der Bau wurde im Jahr 1913 als Monument historique klassifiziert.[25]
- Protestantische Kirche
- Pfarrkirche Saint-Pierre-ès-Liens, Innenraum
- Bleiglasfenster in der Kirche mit der Darstellung des heiligen Petrus in Ketten
- Römisches Kapitell in der Kirche
- Römisches Kapitell mit ‚primitiven‘ Löwen
- Römisches Kapitell mit romanischer Kämpferplatte
- Daniel in der Löwengrube (?)
- Protestantische Kirche
- In der Umgebung des Ortes finden sich mehrere Windmühlenstümpfe, Taubenhäuser etc.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule (École primaire) „P. Tauziac“ mit 87 Schülerinnen und Schülern in fünf Klassen (2025).[26]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erwerbstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2023 waren 606 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Montcaret erwerbstätig, entsprechend 75,7 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (78,0 %) höher war als bei den Frauen (73,5 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 68 Personen im Jahr 2023 hoher als im Jahr 2017 (64). Die Arbeitslosenquote stieg entsprechend von 10,1 % (2017) auf 11,2 % (2023). Die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen war im Jahre 2023 mit 29,4 % dabei viel höher als in den anderen Altersklassen.[27]
Branchen und Betriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]151 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2024 in Montcaret wirtschaftlich aktiv:[27]
| Branche | Anzahl | % |
|---|---|---|
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 17 | 11,3 % |
| Baugewerbe | 30 | 19,9 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 27 | 17,9 % |
| Information und Kommunikation | 5 | 3,3 % |
| Finanzen und Versicherungen | 6 | 4,0 % |
| Immobilien | 9 | 6,0 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 28 | 18,5 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 14 | 9,3 % |
| Andere Dienstleistungen | 15 | 9,9 % |
| Gesamt | 151 |
Das 1992 gegründete Unternehmen „JLFD Production“ stellt in Montcaret spezialisierte Transporter und Pferde-Anhänger her.[28]
Landwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Montcaret liegt in den Zonen der geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP) der Weine:
- Bergerac blanc, rosé und rouge,
- Côte de Bergerac blanc und rouge,
- Côte de Montravel,
- Haut-Montravel und
- Montravel blanc und rouge.[29]
Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf den Weinbau.[30] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 61 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 37 im Jahr 2000, auf 29 im Jahr 2010 und auf 26 im Jahr 2020, ein Rückgang von 57,4 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verkleinerte sich von 847 Hektar im Jahre 1988 auf 802 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg deutlich von 13,9 Hektar auf 30,9 Hektar.[31][32][33]
Rundweg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Rundweg „Montcaret - Montcaret“ besitzt eine Länge von 7,6 Kilometern bei einem Höhenunterschied von 123 Metern. Er führt vom Zentrum zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferd vom Zentrum von Montcaret durch das Gebiet der Gemeinde.[34]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die zur Departementsstraße D 936 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 136 von Bordeaux über Lamothe-Montravel nach Bergerac über Vélines durchquert das Gemeindegebiet. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum von Montcaret mit den Weilern und weiteren Nachbargemeinden.
Die Bahnstrecke Libourne–Buisson verläuft parallel zur D 936 und durchquert das Gemeindegebiet ohne Haltepunkt.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
- Frédéric Berthault: La villa gallo-romaine de Montcaret. Une villa et son environnement dans le sud-ouest de la Gaule. Ausonius Éditions, 2021, ISBN 978-2-35613-384-7, ISSN 2741-1508 (französisch, una-editions.fr).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Montcaret, Römische Villa – Fotos + Infos (PDF, 1,13 MB; französisch)
- Montcaret, Geschichte und Bauten – Fotos + Infos (französisch) ( vom 27. Januar 2013 im Internet Archive)
- Montcaret, Römische Villa – Foto ( vom 17. Oktober 2016 im Internet Archive)
- Montcaret, Protestantischer Tempel – Foto ( vom 26. Oktober 2016 im Internet Archive)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Géologie de la Dordogne-Périgord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Klima Montcaret. Climate-Data.org, abgerufen am 17. September 2026.
- 1 2 Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Plans de Protection des Forêts Contre les Incendies (französisch) ( vom 8. September 2025 im Internet Archive)
- ↑ Plans Départementaux et Inter-Départementaux de Protection des Forêts contre les Incendies (französisch) ( vom 14. Juli 2026 im Internet Archive)
- ↑ Retrait-gonflement des argiles dans la construction. Ministerium für ökologischen Wandel, Regionalplanung, Verkehr, Stadt und Wohnen, 9. April 2026, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Natürliche und technologische Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität und internationale Verhandlungen über Klima und Natur, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Siehe Tanet, Hordé, Seite 233
- 1 2 3 Montcaret (französisch) ( vom 16. März 2016 im Internet Archive)
- ↑ Success story. carretus.fr, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Marie Hélène und Daniel Chassagne: La Villa Gallo-Romaine de Montcaret. (PDF) Médoc-Notizen, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Siehe Berthault, Kapitel 4: Le site dans ses différents contextes
- ↑ Siehe Berthault, Kapitel 4: Le site dans ses différents contextes
- 1 2 Villa von Montcaret. Médoc-Notizen, abgerufen am 17. September 2026.
- ↑ Siehe Berthault, Kapitel 4: Le site dans ses différents contextes
- ↑ Siehe Berthault, Kapitel 4: Le site dans ses différents contextes
- ↑ Siehe Berthault, Kapitel 4: Le site dans ses différents contextes
- ↑ Siehe Berthault, Kapitel 4: Le site dans ses différents contextes
- ↑ Siehe Berthault, Kapitel 4: Le site dans ses différents contextes
- ↑ La commune. Gemeinde Montcaret, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Notice Communale Montcaret. EHESS, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Populations légales 2006, Populations légales 2013, Populations légales 2020, INSEE, abgerufen am 17. September 2026
- ↑ Ruines gallo-romaines, in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
- ↑ Église Saint-Pierre-ès-Liens in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
- ↑ École primaire P. Tauziac. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- 1 2 Dossier complet - Commune de Montcaret (24289). INSEE, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Nicolas César: Dordogne. Vans Fautras : les chevaux leur disent merci. Sud Ouest, 7. November 2018, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Montcaret. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 17. September 2026 (französisch).
- ↑ Boucle de Marsalou - Montaut. Le guide du Périgord, 19. Juni 2025, abgerufen am 14. September 2026 (französisch).
