Die Kunst,
in Worte zu fassen,
was ein Mensch einem bedeutet,
die Gefühle in allen Facetten
leuchten zu lassen,
ist mir nicht gegeben.
Aber ich kann das Licht
in meinem Herzen tragen.
Kurzes Glück
Weißes Zimmer
Helles Licht
Tunnelblick
Seh dich nicht
Fremde Stimmen
In Gelee
Venenzugang
Tut nicht weh
Weit gegangen
Kurzes Glück
Ein Schritt zu weit
Kein Weg Zurück
Stiller Moment
Ich gebe mich der Stille hin.
Nur leises Knacken im Kamin.
Ich träume wach und reise weit,
spüre weder Raum noch Zeit.
Lachen
Heute war es mir vergönnt,
zu lachen, laut zu lachen.
Aus vollem Halse,
wie man so schön sagt.
So wie schon
seit Tagen nicht mehr
habe ich gelacht.
Nicht wegen eines Witzes,
eines billigen Gags,
sondern wegen eines
glücklichen Moments, der sich
überraschend, aber nachvollziehbar
einstellte
und mich öffnete
für eine Fröhlichkeit,
der ich gerne weiten Raum gab.
Gerne wieder!
Noch’n Hase
Der Förster streift auf stillen Wegen,
es gilt, den Hasen zu erlegen.
Doch der gibt sich der Liebe hin,
und zwar im Arm der Försterin.
Lass krachen, Hase
Ein Hase mit 'nem Schießgewehr
schlich hinter einem Jäger her,
legt an, drückt ab, auf daß es knalle...
schon war der Jäger alle-alle.
Flaschenpost
Ich werf die Flaschenpost ins Meer,
doch sie treibt wieder an den Strand,
rollt sacht am Ufer hin und her.
Retour, Empfänger unbekannt.
Waldeslust
Tief im Wald, zur Mittagsstunde,
hoch zog die Sonne ihre Runde,
zwei Liebende die Lust betörte,
derweil der Hirsch im Dickicht röhrte.
Das braune Reh errötete,
der Fink, der grad noch flötete,
verstummte hüstelnd, als er sah,
was im weichen Moos geschah.
Während die Hormone wallten,
durften Triebe sich entfalten.
So war eine laue Stunde
die Liebe mit der Lust im Bunde.
Heut liegt die Lichtung still und leer.
Im Walde geht der Herbst umher.
Nur manchmal wispert's im Geäst,
erinnert an das Liebesfest.
Auf meiner Insel
Auf meiner Insel,
ganz allein,
wo nur der Sturm geht
und Möwen schrei'n
und nur die Tide
bestimmt die Frist,
wann's Zeit für's Kommen
oder Gehen ist.
Auf meiner Insel
sitz ich am Strand.
Seelenergüsse
versickern im Sand.
Seufzer und Klagen
verwehen wie Staub,
tanzen davon
wie trockenes Laub.
Auf meiner Insel
lern ich versteh'n,
wage, mich selbst
im Spiegel zu seh'n
und habe gerade,
erkenntnisgeschwängert,
wohl oder übel
die Buchung verlängert.
Hallig Hooge

Vor Jahren besuchte ich die Hallig, anschließend verarbeitete ich meine Eindrücke in einem Aquarell…